Pflanzenjournal


Aufbau

Die Einträge sind fortlaufend nummeriert (1-200) und alphabetisch geordnet.

Jede Pflanze folgt demselben kompakten Schema: Name, lateinische Bezeichnung, Kurzprofil, Erkennung, Standort, Nutzung/Wirkung, Vorsicht und Merksatz.


1 – Acker-Gauchheil

Lateinischer Name: 1 – Acker-Gauchheil

Lateinischer Name: Anagallis arvensis

Erkennungsmerkmale: Niedriger Wuchs, gegenständige Blätter und kleine rote bis orangefarbene sternartige Blüten.

Standort und Boden: Äcker, Weinberge, Gärten und Brachflächen; bevorzugt lockere, eher trockene Böden.

Nutzung / Bedeutung: Historisch volksmedizinisch erwähnt, heute vor allem als botanisch interessante, leicht giftige Ackerpflanze relevant.

Vorsicht: Früher verwendet, heute wegen möglicher Giftwirkung nicht zur Selbstmedikation geeignet.

Merksatz: Acker-Gauchheil merkt man sich über niedriger Wuchs, gegenständige Blätter und kleine rote bis orangefarbene sternartige Blüten.

2 – Ackerschachtelhalm

Lateinischer Name: Equisetum arvense

Erkennungsmerkmale: Braune Frühjahrs-Sporentriebe und später grüne, quirlig verzweigte Sommertriebe.

Standort und Boden: Feuchte Feldränder, Gräben, verdichtete und eher nasse Böden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell für harnwegsbezogene Tees und für kieselsäurereiche Anwendungen genutzt.

Vorsicht: Nicht jede traditionelle Nutzung ist heute sinnvoll; sichere Bestimmung steht vor jeder Anwendung.

Merksatz: Bei Ackerschachtelhalm zuerst an braune Frühjahrs-Sporentriebe und später grüne, quirlig verzweigte Sommertriebe denken.

3 – Ackersenf

Lateinischer Name: Sinapis arvensis

Erkennungsmerkmale: Gelbe Kreuzblüten, behaarter Stängel und schmale Schoten mit Senfkörnern.

Standort und Boden: Äcker, Brachflächen und Wegsäume auf nährstoffreichen, lockeren Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Senfrohstoff und traditionell für wärmende Senfanwendungen; junge Blätter früher auch als Wildgemüse genutzt.

Vorsicht: Samen und Senfmehl reizen Haut und Schleimhäute; nur maßvoll und korrekt anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Ackersenf: gelbe Kreuzblüten, behaarter Stängel und schmale Schoten mit Senfkörnern.

4 – Adlerfarn

Lateinischer Name: Pteridium aquilinum

Erkennungsmerkmale: Große dreieckige Wedel und eingerollte Sporenränder statt Blüten.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Heiden und saure, eher magere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Im Journal eher über naturkundliche Bedeutung, alte traditionelle Nutzung und sichere Erkennung relevant.

Vorsicht: Wegen problematischer Inhaltsstoffe nicht als Hausmittel verwenden.

Merksatz: Typisch für Adlerfarn: große dreieckige Wedel und eingerollte Sporenränder statt Blüten.

5 – Alant

Lateinischer Name: Inula helenium

Erkennungsmerkmale: Hohe Staude mit großen rauen Blättern und gelben, etwas sonnenblumenartigen Blüten; die Wurzel riecht aromatisch.

Standort und Boden: Sonnige Wiesen, Uferlagen und humose Gartenböden; meist auf eher frischen Standorten.

Nutzung / Bedeutung: Wird vor allem als Bitter-, Magen- oder Verdauungspflanze geführt.

Vorsicht: Bei Korbblütler-Allergie und bei hohen Dosen vorsichtig verwenden.

Merksatz: Alant merkt man sich über hohe Staude mit großen rauen Blättern und gelben, etwas sonnenblumenartigen Blüten.

6 – Alfalfa (Luzerne)

Lateinischer Name: Medicago sativa

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige Blätter, violette Blüten und spiralig gedrehte Hülsen.

Standort und Boden: Sonnige, kalkreiche und tiefgründige Böden; trockenheitsverträglich und häufig als Futterpflanze im Anbau.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als Futterpflanze, Gründüngung und in Form junger Sprossen bekannt.

Vorsicht: Sprossen hygienisch ziehen; wegen Vitamin K und Saponinen nicht unkritisch in großen Mengen verwenden.

Merksatz: Bei Alfalfa (Luzerne) zuerst an dreiteilige Blätter, violette Blüten und spiralig gedrehte Hülsen denken.

7 – Aloe vera

Lateinischer Name: Aloe vera

Erkennungsmerkmale: Fleischige gezähnte Blätter in Rosette mit gelhaltigem Inneren.

Standort und Boden: Warme sonnige Kulturstandorte mit sehr durchlässigem Substrat.

Nutzung / Bedeutung: Das Blattgel wird vor allem äußerlich für kühlende und hautpflegende Anwendungen genutzt.

Vorsicht: Das klare Blattgel ist äußerlich üblich; der gelbe Blattlatex wirkt stark abführend und ist für Selbstanwendung deutlich heikler.

Merksatz: Das Lernbild von Aloe vera: fleischige gezähnte Blätter in Rosette mit gelhaltigem Inneren.

8 – Angelika

Lateinischer Name: Angelica archangelica

Erkennungsmerkmale: Kräftige Doldenblütlerin mit hohlem Stängel, großen geteilten Blättern und kugeligen grünlichen Dolden; stark aromatisch.

Standort und Boden: Feuchte Wiesen, Bachufer und kühle, nährstoffreiche Böden; oft auch in Gärten kultiviert.

Nutzung / Bedeutung: Wird vor allem als Bitter-, Magen- oder Verdauungspflanze geführt.

Vorsicht: Doldenblütler immer sicher bestimmen; Pflanzensaft kann die Haut lichtempfindlicher machen.

Merksatz: Typisch für Angelika: kräftige Doldenblütlerin mit hohlem Stängel, großen geteilten Blättern und kugeligen grünlichen Dolden.

9 – Anis

Lateinischer Name: Pimpinella anisum

Erkennungsmerkmale: Zarte Doldenblütler-Pflanze mit feinen Blättern und süßlich nach Lakritz riechenden Samen.

Standort und Boden: Warme, sonnige Lagen mit lockeren, eher kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Gewürz und als klassischer Tee für Bauch und Atemwege.

Vorsicht: Ätherisches Öl nur sparsam einsetzen; bei Säuglingen keine konzentrierten Zubereitungen.

Merksatz: Anis merkt man sich über zarte Doldenblütler-Pflanze mit feinen Blättern und süßlich nach Lakritz riechenden Samen.

10 – Apfelbaum

Lateinischer Name: Malus domestica

Erkennungsmerkmale: Ovale gesägte Blätter, weiß-rosige Frühlingsblüten und typische Kernfrüchte.

Standort und Boden: Sonnige Obstlagen auf tiefgründigen, frischen und gut durchlüfteten Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frischobst, Saft, Mus, Dörrfrucht und vielseitiges Lagerobst.

Vorsicht: Kerne nicht in größeren Mengen zerkauen oder verzehren.

Merksatz: Bei Apfelbaum zuerst an ovale gesägte Blätter, weiß-rosige Frühlingsblüten und typische Kernfrüchte denken.

11 – Aprikose

Lateinischer Name: Prunus armeniaca

Erkennungsmerkmale: Früh blühender Obstbaum mit rosa Blüten und samtigen orangefarbenen Steinfrüchten.

Standort und Boden: Warme, geschützte Obstlagen auf lockeren, eher kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frischobst, Trockenfrucht, Konfitüre und Kernöl in Spezialprodukten.

Vorsicht: Kerne enthalten Amygdalin und gehören nicht in größere Verzehrmengen.

Merksatz: Das Lernbild von Aprikose: früh blühender Obstbaum mit rosa Blüten und samtigen orangefarbenen Steinfrüchten.

12 – Arnika

Lateinischer Name: Arnica montana

Erkennungsmerkmale: Gelbe Korbblüte, bodennahe Rosette und typische Bergwiesenstandorte.

Standort und Boden: Magere Bergwiesen und saure, nährstoffarme Böden.

Nutzung / Bedeutung: Äußerlich bei Prellungen und stumpfen Verletzungen in Salben, Gels oder Tinkturen.

Vorsicht: Nur äußerlich und nicht aus geschützten Wildbeständen verwenden.

Merksatz: Typisch für Arnika: gelbe Korbblüte, bodennahe Rosette und typische Bergwiesenstandorte.

13 – Artischocke

Lateinischer Name: Cynara cardunculus var. scolymus

Erkennungsmerkmale: Große silbrig-grüne Distelblätter und fleischige Blütenknospen, die als Gemüse geerntet werden.

Standort und Boden: Warme, sonnige und gut drainierte Böden; eher mediterrane Kulturansprüche.

Nutzung / Bedeutung: Gemüse und zugleich Bitterpflanze für Verdauung sowie Leber-Galle-Bereich.

Vorsicht: Nicht bei Gallenwegsverschluss; Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Artischocke merkt man sich über große silbrig-grüne Distelblätter und fleischige Blütenknospen, die als Gemüse geerntet werden.

14 – Avocado

Lateinischer Name: Persea americana

Erkennungsmerkmale: Immergrüner Baum mit ledrigen Blättern und birnenförmigen, ölreichen Früchten.

Standort und Boden: Tropisch bis subtropisch, warm und frostfrei; fruchtbare, gut drainierte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Die ölreiche Frucht ist ein Lebensmittel und Rohstoff für Speise- und Kosmetiköl.

Vorsicht: Blätter und Kern sind keine harmlose Küchenzutat; für Haustiere kann die Pflanze problematisch sein.

Merksatz: Bei Avocado zuerst an immergrüner Baum mit ledrigen Blättern und birnenförmigen, ölreichen Früchten denken.

15 – Bärentraube

Lateinischer Name: Arctostaphylos uva-ursi

Erkennungsmerkmale: Niedriger, immergrüner Zwergstrauch mit ledrigen Blättern und roten Beeren.

Standort und Boden: Karge, saure Heiden und trockene Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem die Blätter wurden traditionell in standardisierten Harnwegsmischungen genutzt; zugleich ist die Pflanze ein typischer Heide- und Moorstrauch.

Vorsicht: Arbutinreiche Blätter nur kurweise und nicht für Kinder, Schwangerschaft oder lange Selbstbehandlung.

Merksatz: Das Lernbild von Bärentraube: niedriger, immergrüner Zwergstrauch mit ledrigen Blättern und roten Beeren.

16 – Bärlauch

Lateinischer Name: Allium ursinum

Erkennungsmerkmale: Breite glänzende Blätter, weiße Sternblüten und deutlicher Knoblauchgeruch.

Standort und Boden: Feuchte Laubwälder mit humusreichen kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frisch als Küchenpflanze für Pesto, Quark, Suppe und Frühlingsgerichte.

Vorsicht: Nur sammeln, wenn die Verwechslung mit Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlose sicher ausgeschlossen ist.

Merksatz: Typisch für Bärlauch: breite glänzende Blätter, weiße Sternblüten und deutlicher Knoblauchgeruch.

17 – Baldrian

Lateinischer Name: Valeriana officinalis

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter, lockere rosaweiße Blütenstände und eine auffällig riechende Wurzel.

Standort und Boden: Feuchte Wiesen, Ufer, lichte Gebüsche und humose Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als beruhigende Wurzel für Abendtees und Schlafpräparate.

Vorsicht: Nicht dauerhaft hoch dosieren; kann tagsüber müde machen.

Merksatz: Baldrian merkt man sich über gefiederte Blätter, lockere rosaweiße Blütenstände und eine auffällig riechende Wurzel.

18 – Basilikum

Lateinischer Name: Ocimum basilicum

Erkennungsmerkmale: Vierkantiger Stängel, glänzende gegenständige Blätter und süß-würziger Duft.

Standort und Boden: Warm, sonnig, nährstoffreich und frostfrei; empfindlich gegen Staunässe.

Nutzung / Bedeutung: Klassisches Würz- und Duftpflanze für Küche, Tee oder Aromamischungen.

Vorsicht: Kälte und Nässe mindern Qualität; ätherisches Öl nicht hoch dosieren.

Merksatz: Bei Basilikum zuerst an vierkantiger Stängel, glänzende gegenständige Blätter und süß-würziger Duft denken.

19 – Beifuß

Lateinischer Name: Artemisia vulgaris

Erkennungsmerkmale: Rötlicher kantiger Stängel, tief geteilte Blätter mit heller Unterseite und kleine bräunlichgelbe Blütenköpfchen.

Standort und Boden: Wegränder, Schuttplätze und Brachflächen auf eher trockenen, nährstoffreichen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für schwere Speisen und traditionell als Bitterkraut.

Vorsicht: Thujonhaltig; in Schwangerschaft und bei hoher Dosierung ungeeignet.

Merksatz: Das Lernbild von Beifuß: rötlicher kantiger Stängel, tief geteilte Blätter mit heller Unterseite und kleine bräunlichgelbe Blütenköpfchen.

20 – Beinwell

Lateinischer Name: Symphytum officinale

Erkennungsmerkmale: Rau behaarte Blätter, hängende glockenartige Blüten und dunkle Pfahlwurzel.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Äußerlich in Salben und Umschlägen bei beanspruchten Muskeln und Gelenken.

Vorsicht: Nur äußerlich anwenden und nicht auf offene Wunden.

Merksatz: Typisch für Beinwell: rau behaarte Blätter, hängende glockenartige Blüten und dunkle Pfahlwurzel.

21 – Besenginster

Lateinischer Name: Cytisus scoparius

Erkennungsmerkmale: Grüne kantige Ruten, wenige kleine Blätter und leuchtend gelbe Schmetterlingsblüten.

Standort und Boden: Sonnige Heiden, Böschungen und magere Sandböden.

Nutzung / Bedeutung: Heute vor allem Natur- und Zierstrauch; medizinisch wegen der Alkaloide kein Hausmittel.

Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind giftig; keine Selbstmedikation.

Merksatz: Besenginster merkt man sich über grüne kantige Ruten, wenige kleine Blätter und leuchtend gelbe Schmetterlingsblüten.

22 – Birke

Lateinischer Name: Betula pendula

Erkennungsmerkmale: Weiße papierartige Rinde, hängende Zweige und dreieckige Blätter.

Standort und Boden: Lichtliebender Pionierbaum auf sandigen, moorigen bis frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blätter und Saft traditionell für Frühjahrskuren und harnwegsbezogene Anwendungen.

Vorsicht: Blätter nur kurweise nutzen; Birkenpollen sind stark allergen.

Merksatz: Bei Birke zuerst an weiße papierartige Rinde, hängende Zweige und dreieckige Blätter denken.

23 – Birnbaum

Lateinischer Name: Pyrus communis

Erkennungsmerkmale: Glänzende eiförmige Blätter und typische birnenförmige Früchte.

Standort und Boden: Warme, sonnige Lagen mit tiefgründigen humosen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Saftige Tafelbirne, Dörrfrucht, Most und klassisches Lagerobst.

Vorsicht: Kerne nur in kleinen Mengen; Früchte bei empfindlichem Darm eher reif essen.

Merksatz: Das Lernbild von Birnbaum: glänzende eiförmige Blätter und typische birnenförmige Früchte.

24 – Blauer Eisenhut

Lateinischer Name: Aconitum napellus

Erkennungsmerkmale: Helmförmige blaue Blüten und tief eingeschnittene Blätter.

Standort und Boden: Feuchte Bergwiesen, Bachränder und kühle humose Böden.

Nutzung / Bedeutung: Botanisch bedeutsame Giftpflanze; medizinische Nutzung nur fachlich kontrolliert und nicht im Hausgebrauch.

Vorsicht: Eine der giftigsten europäischen Pflanzen; niemals als Hausmittel verwenden.

Merksatz: Blauer Eisenhut = auffällig helmförmig und hochgiftig.

25 – Bockshornklee

Lateinischer Name: Trigonella foenum-graecum

Erkennungsmerkmale: Dreizählige Blätter, gelbliche Schmetterlingsblüten und kantige Hülsen mit braunen Samen.

Standort und Boden: Sonnig, warm und eher kalkhaltig auf lockeren Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Gewürz, Keimling und traditionell für Appetit, Stoffwechsel und Verdauung bekannt.

Vorsicht: Hohe Dosen reizen den Magen; in Schwangerschaft nur nach fachlicher Rücksprache.

Merksatz: Bockshornklee merkt man sich über dreizählige Blätter, gelbliche Schmetterlingsblüten und kantige Hülsen mit braunen Samen.

26 – Borretsch

Lateinischer Name: Borago officinalis

Erkennungsmerkmale: Raue behaarte Blätter und himmelblaue Sternblüten.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, feucht und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Frisch als Gurkenkraut verwendet; Samenöl spielt vor allem äußerlich eine Rolle.

Vorsicht: Nur sparsam essen; enthält Pyrrolizidinalkaloide.

Merksatz: Bei Borretsch zuerst an raue behaarte Blätter und himmelblaue Sternblüten denken.

27 – Breitwegerich

Lateinischer Name: Plantago major

Erkennungsmerkmale: Breite bodennahe Blätter mit deutlichen Längsnerven und langen unscheinbaren Ähren.

Standort und Boden: Wege, Wiesen und Trittstellen auf verdichteten, frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem äußerlich für Haut, kleine Reizungen oder stumpfe Beschwerden genutzt.

Vorsicht: Nur saubere Blätter verwenden; bei stärkeren Beschwerden nicht allein auf Hausmittel setzen.

Merksatz: Das Lernbild von Breitwegerich: breite bodennahe Blätter mit deutlichen Längsnerven und langen unscheinbaren Ähren.

28 – Brennnessel

Lateinischer Name: Urtica dioica

Erkennungsmerkmale: Gezähnte gegenständige Blätter mit Brennhaaren und grünliche Blütenstände.

Standort und Boden: Stickstoffreiche Böden an Zäunen, Ufern, Gärten und Säumen.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter als Wildgemüse und Tee; traditionell auch für Harnwege und Stoffwechsel.

Vorsicht: Frische Pflanzen brennen; konzentrierte Produkte nicht gedankenlos einsetzen.

Merksatz: Typisch für Brennnessel: gezähnte gegenständige Blätter mit Brennhaaren und grünliche Blütenstände.

29 – Brombeere

Lateinischer Name: Rubus fruticosus

Erkennungsmerkmale: Bogige stachelige Ruten, weiße bis rosige Blüten und schwarze Sammelsteinfrüchte.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Früchte als Obst und Vorrat, Blätter wegen ihrer Gerbstoffe traditionell für milden Tee genutzt.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Brombeere merkt man sich über hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

30 – Brunelle (Kleine Braunelle)

Lateinischer Name: Prunella vulgaris

Erkennungsmerkmale: Kriechendes Kraut mit gegenständigen Blättern und dichten violettblauen Blütenköpfchen.

Standort und Boden: Wiesen, Rasen und Wegränder auf frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Kleine Braunelle wurde traditionell für Mund, Hals und kleinere Hautreizungen genutzt.

Vorsicht: Nur sicher bestimmte Bestände sammeln.

Merksatz: Bei Brunelle (Kleine Braunelle) zuerst an kriechendes Kraut mit gegenständigen Blättern und dichten violettblauen Blütenköpfchen denken.

31 – Brunnenkresse

Lateinischer Name: Nasturtium officinale

Erkennungsmerkmale: Saftige grüne Blätter, weißliche Blüten und Vorkommen an sauberem Fließwasser.

Standort und Boden: Saubere Quellen, Bäche und flaches fließendes Wasser.

Nutzung / Bedeutung: Vitaminreiches Wildgrün für Frühjahr und Küche.

Vorsicht: Nur aus hygienisch sicheren Gewässern ernten.

Merksatz: Das Lernbild von Brunnenkresse: saftige grüne Blätter, weißliche Blüten und Vorkommen an sauberem Fließwasser.

32 – Buchsbaum

Lateinischer Name: Buxus sempervirens

Erkennungsmerkmale: Dicht verzweigter immergrüner Strauch mit kleinen ledrigen Blättern.

Standort und Boden: Warme, kalkreiche Gärten, Hecken und lichte Gehölzränder.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Ziergehölz und Lernpflanze für die Gehölzbestimmung.

Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind giftig; nicht medizinisch nutzen.

Merksatz: Buchsbaum bleibt als immergrüner, aber giftiger Heckenstrauch im Gedächtnis.

33 – Buchweizen

Lateinischer Name: Fagopyrum esculentum

Erkennungsmerkmale: Herzförmige Blätter, rötliche Stängel und dreikantige Samen.

Standort und Boden: Sonnig, eher mager sowie sandig bis lehmig.

Nutzung / Bedeutung: Glutenfreies Korn für Mehl, Grütze und Pfannkuchen; das Kraut wird teils für venenbezogene Tees genutzt.

Vorsicht: Krautreiche Produkte können bei empfindlichen Personen photosensibilisieren; als Korn selbst glutenfrei.

Merksatz: Buchweizen merkt man sich über herzförmige Blätter, rötliche Stängel und dreikantige Samen.

34 – Chili

Lateinischer Name: Capsicum annuum

Erkennungsmerkmale: Weiße Sternblüten und farbige, je nach Sorte sehr scharfe Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, nährstoffreich und windgeschützt.

Nutzung / Bedeutung: Die Früchte dienen als Gewürz, Gemüse und als stark wärmender Reizstoff.

Vorsicht: Capsaicin reizt Haut, Augen und Schleimhäute.

Merksatz: Bei Chili zuerst an weiße Sternblüten und farbige, je nach Sorte sehr scharfe Früchte denken.

35 – Currykraut

Lateinischer Name: Helichrysum italicum

Erkennungsmerkmale: Silbrig-filzige schmale Blätter und intensiver Curryduft.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Gewürz- und Duftpflanze; das ätherische Öl wird eher in der Pflege verwendet.

Vorsicht: Nicht mit Currypulver verwechseln; Öl nur sparsam einsetzen.

Merksatz: Das Lernbild von Currykraut: silbrig-filzige schmale Blätter und intensiver Curryduft.

36 – Dill

Lateinischer Name: Anethum graveolens

Erkennungsmerkmale: Feinfiedrige Blätter, hohe Stängel und große gelbe Dolden.

Standort und Boden: Sonnig, locker, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Samen oder Kraut dienen als Gewürz und häufig auch als Teegrundlage für die Verdauung.

Vorsicht: Samenöl nicht hoch dosieren; Doldenblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Typisch für Dill: feinfiedrige Blätter, hohe Stängel und große gelbe Dolden.

37 – Eberesche (Vogelbeere)

Lateinischer Name: Sorbus aucuparia

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter und dichte Fruchtstände mit orange-roten Beeren.

Standort und Boden: Anspruchsloser Baum sonniger bis halbschattiger Lagen, auch in rauem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Früchte werden zu Gelee, Mus, Saft oder Likör verarbeitet; der Baum ist zudem wertvoll für Vögel.

Vorsicht: Früchte roh nur nach Frost oder besser verarbeitet verzehren.

Merksatz: Eberesche (Vogelbeere) merkt man sich über gefiederte Blätter und dichte Fruchtstände mit orange-roten Beeren.

38 – Echter Kümmel

Lateinischer Name: Carum carvi

Erkennungsmerkmale: Fein gefiederte Blätter und gebogene, stark aromatische Samen.

Standort und Boden: Wiesen, Äcker und Gärten auf lockeren lehmig-sandigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Gewürz und klassischer Bauchtee.

Vorsicht: Ätherisches Öl nicht pur anwenden.

Merksatz: Bei Echter Kümmel zuerst an fein gefiederte Blätter und gebogene, stark aromatische Samen denken.

39 – Efeu

Lateinischer Name: Hedera helix

Erkennungsmerkmale: Immergrüne gelappte Blätter und kletternder Wuchs mit Haftwurzeln.

Standort und Boden: Wälder, Mauern, Hecken und schattige bis halbschattige Standorte.

Nutzung / Bedeutung: In standardisierten Präparaten als Hustendroge bekannt; sonst vor allem Zier- und Kletterpflanze.

Vorsicht: Beeren und Pflanzensaft sind giftig bis reizend; freie Selbstanwendung vermeiden.

Merksatz: Efeu = Kletterpflanze mit Haftwurzeln und giftigen Beeren.

40 – Ehrenpreis

Lateinischer Name: Veronica officinalis

Erkennungsmerkmale: Kleines kriechendes Kraut mit behaarten Blättern und blauvioletten Blütenähren.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Kraut traditionell in milden Husten- und Stoffwechseltees verwendet.

Vorsicht: Die Wirkung ist eher mild; nur sauber getrocknet oder frisch verarbeitet verwenden.

Merksatz: Typisch für Ehrenpreis: kleines kriechendes Kraut mit behaarten Blättern und blauvioletten Blütenähren.

41 – Eibe

Lateinischer Name: Taxus baccata

Erkennungsmerkmale: Flache dunkle Nadeln und rote Scheinbeeren ohne Zapfen.

Standort und Boden: Schattige bis halbschattige kalkreichere Wälder und Gärten.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Lerngehölz; medizinisch relevant nur in spezialisierten Arzneistoffen.

Vorsicht: Bis auf den roten Samenmantel sind alle Teile stark giftig.

Merksatz: Eibe = rote Scheinbeere, aber hochgiftiger Same.

42 – Eibisch

Lateinischer Name: Althaea officinalis

Erkennungsmerkmale: Filzige Blätter, blassrosa Blüten und schleimstoffreiche Wurzel.

Standort und Boden: Feuchte, nährstoffreiche Böden in Gärten, an Ufern und auf sonnigen bis halbschattigen Plätzen.

Nutzung / Bedeutung: Schleimstoffpflanze für Hals, Husten und gereizte Schleimhäute.

Vorsicht: Schleimstoffe zeitversetzt zu Medikamenten einnehmen.

Merksatz: Bei Eibisch zuerst an filzige Blätter, blassrosa Blüten und schleimstoffreiche Wurzel denken.

43 – Eisbergsalat

Lateinischer Name: Lactuca sativa var. capitata

Erkennungsmerkmale: Fester knackiger Salatkopf mit hellgrünen bis blassgrünen Blättern.

Standort und Boden: Kühl bis mäßig warm, humos und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Knackige Blätter für Salat, Burger und kalte Küche.

Vorsicht: Schnell verbrauchen und gründlich waschen.

Merksatz: Das Lernbild von Eisbergsalat: fester knackiger Salatkopf mit hellgrünen bis blassgrünen Blättern.

44 – Estragon

Lateinischer Name: Artemisia dracunculus

Erkennungsmerkmale: Schmale aromatische Blätter und fein verzweigter Wuchs.

Standort und Boden: Sonnig, warm, locker und nicht zu nass.

Nutzung / Bedeutung: Würzkraut für Essig, Senf, Fisch und Geflügel; medizinisch eher untergeordnet.

Vorsicht: Französischer Estragon ist aromatischer; hoch dosiertes Öl nicht verwenden.

Merksatz: Typisch für Estragon: schmale aromatische Blätter und fein verzweigter Wuchs.

45 – Eukalyptus

Lateinischer Name: Eucalyptus globulus

Erkennungsmerkmale: Glatte sich schälende Borke und stark cineolhaltiger Duft.

Standort und Boden: Warme subtropische bis tropische Regionen; sonnig und gut drainiert.

Nutzung / Bedeutung: Blätter liefern cineolreiches Öl für Inhalation und Einreibung; das Holz ist außerdem ein wichtiger Rohstoff.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Eukalyptus merkt man sich über glatte sich schälende Borke und stark cineolhaltiger Duft.

46 – Fenchel

Lateinischer Name: Foeniculum vulgare

Erkennungsmerkmale: Fein fiedrige Blätter, gelbe Dolden und süßlich-anisartiger Duft.

Standort und Boden: Sonnige, warme und tiefgründige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Knolle als Gemüse, Samen als Tee gegen Blähungen und Husten.

Vorsicht: Samen und Öl bei Doldenblütler-Allergie und für Säuglinge nur sachgerecht und verdünnt verwenden.

Merksatz: Bei Fenchel zuerst an fein fiedrige Blätter, gelbe Dolden und süßlich-anisartiger Duft denken.

47 – Fichte

Lateinischer Name: Picea abies

Erkennungsmerkmale: Spitze rundum stehende Nadeln und hängende Zapfen.

Standort und Boden: Kühle, eher feuchte Standorte und montane Wälder.

Nutzung / Bedeutung: Junge Triebe und Harz traditionell für Hustensirup, Bäder und Salben.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Das Lernbild von Fichte: spitze rundum stehende Nadeln und hängende Zapfen.

48 – Flieder

Lateinischer Name: Syringa vulgaris

Erkennungsmerkmale: Herzförmige Blätter und stark duftende violette oder weiße Blütenrispen.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, kalkhaltig und gut durchlässig.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Duftpflanze; medizinisch heute nur noch nebensächlich.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Typisch für Flieder: herzförmige Blätter und stark duftende violette oder weiße Blütenrispen.

49 – Frauenmantel

Lateinischer Name: Alchemilla vulgaris

Erkennungsmerkmale: Rundlich gefaltete Blätter, in deren Mitte oft Tautropfen stehen bleiben, und unscheinbare gelbgrüne Blüten.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Gerbstoffreiche Zubereitungen nicht dauerhaft hoch dosieren; Korbblütler-Allergien beachten.

Merksatz: Frauenmantel merkt man sich über rundlich gefaltete Blätter, in deren Mitte oft Tautropfen stehen bleiben, und unscheinbare gelbgrüne Blüten.

50 – Gänseblümchen

Lateinischer Name: Bellis perennis

Erkennungsmerkmale: Bodennaher Blattschopf und einzelne weiß-gelbe Blütenköpfe.

Standort und Boden: Rasen, Wiesen und Weiden auf eher verdichteten Böden.

Nutzung / Bedeutung: Essbare Blüten und mildes Heilkraut für Tee, Salat und kleine Hausanwendungen.

Vorsicht: Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Bei Gänseblümchen zuerst an bodennaher Blattschopf und einzelne weiß-gelbe Blütenköpfe denken.

51 – Gänsefingerkraut

Lateinischer Name: Potentilla anserina

Erkennungsmerkmale: Kriechendes Kraut mit gefiederten Blättern, silbriger Blattunterseite und gelben fünfzähligen Blüten.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell bei Krämpfen, Durchfall und für Sitzbäder genutzt.

Vorsicht: Gerbstoffreich; nicht dauerhaft in großen Mengen anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Gänsefingerkraut: kriechendes Kraut mit gefiederten Blättern, silbriger Blattunterseite und gelben fünfzähligen Blüten.

52 – Gänsefuß

Lateinischer Name: Chenopodium album

Erkennungsmerkmale: Mehlig bereifte, dreieckige bis rhombische Blätter und unscheinbare grüne Blütenstände.

Standort und Boden: Äcker, Gärten und Schuttstellen mit stickstoffreichen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter als Spinatersatz, Samen als Pseudogetreide.

Vorsicht: Oxalsäurereich und nur von sauberen Standorten sammeln.

Merksatz: Typisch für Gänsefuß: mehlig bereifte, dreieckige bis rhombische Blätter und unscheinbare grüne Blütenstände.

53 – Gartenkürbis

Lateinischer Name: Cucurbita pepo

Erkennungsmerkmale: Große raue Blätter, gelbe Trichterblüten und je nach Sorte große Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, humos sowie nährstoff- und wasserreich.

Nutzung / Bedeutung: Fruchtfleisch, Kerne und teils Blüten spielen in Küche und Ölgewinnung eine Rolle.

Vorsicht: Bitter schmeckende Früchte nicht essen.

Merksatz: Gartenkürbis merkt man sich über große raue Blätter, gelbe Trichterblüten und je nach Sorte große Früchte.

54 – Gerste

Lateinischer Name: Hordeum vulgare

Erkennungsmerkmale: Ährengetreide mit langen Grannen und aufrechtem Halm.

Standort und Boden: Sonnig, Feldkultur auf eher trockeneren bis frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Getreide für Malz, Flocken, Tierfutter und verschiedene Lebensmittel.

Vorsicht: Glutenhaltig.

Merksatz: Bei Gerste zuerst an ährengetreide mit langen Grannen und aufrechtem Halm denken.

55 – Gewürznelke

Lateinischer Name: Syzygium aromaticum

Erkennungsmerkmale: Verwendet werden getrocknete, braune Blütenknospen eines tropischen Baums.

Standort und Boden: Feucht-tropische, frostfreie Regionen; fruchtbare, gleichmäßig feuchte und gut drainierte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet werden die ungeöffneten Blütenknospen; sie sind Gewürz, Aromadroge und klassischer Bestandteil in Zahn- und Erkältungsmischungen.

Vorsicht: Nelkenöl ist sehr stark und gehört nur verdünnt auf Haut oder Schleimhaut.

Merksatz: Gewürznelken sind getrocknete Blütenknospen, nicht Samen.

56 – Giersch

Lateinischer Name: Aegopodium podagraria

Erkennungsmerkmale: Dreigeteilte Blätter, weiße Dolden und starker Ausbreitungsdrang.

Standort und Boden: Halbschattige Gärten, Gebüsche und Laubwälder auf nährstoffreichen frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wildgemüse für Pesto, Suppen und Frühlingsküche.

Vorsicht: Nur sicher von anderen Doldenblütlern unterscheiden.

Merksatz: Typisch für Giersch: dreigeteilte Blätter, weiße Dolden und starker Ausbreitungsdrang.

57 – Ginkgo

Lateinischer Name: Ginkgo biloba

Erkennungsmerkmale: Fächerförmige Blätter mit oft zweilappiger Spitze.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, stadtklimafest und auf vielen Böden kultivierbar.

Nutzung / Bedeutung: Blätter werden in standardisierten Präparaten verwendet; der Baum ist außerdem ein robuster Stadtbaum.

Vorsicht: Ginkgo kann die Blutgerinnung beeinflussen; vor Operationen und bei Antikoagulanzien Rücksprache halten.

Merksatz: Ginkgo merkt man sich über fächerförmige Blätter mit oft zweilappiger Spitze.

58 – Glockenblume

Lateinischer Name: Campanula rotundifolia

Erkennungsmerkmale: Zierliche Staude mit schmalen Stängeln und nickenden blauvioletten Glocken.

Standort und Boden: Trockenrasen, Magerwiesen und felsige Hänge auf eher nährstoffarmen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Insektenpflanze; medizinisch nur von geringer Bedeutung.

Vorsicht: Wildbestände schonen und nicht unnötig ausgraben.

Merksatz: Bei Glockenblume zuerst an zierliche Staude mit schmalen Stängeln und nickenden blauvioletten Glocken denken.

59 – Goldmelisse

Lateinischer Name: Monarda didyma

Erkennungsmerkmale: Aromatische Blätter und rote bis purpurfarbene Blütenköpfe.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, frisch und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Duft- und Teepflanze, zugleich wertvolle Bienenweide.

Vorsicht: Bei Mehltau luftig kultivieren; nicht mit Zitronenmelisse verwechseln.

Merksatz: Das Lernbild von Goldmelisse: aromatische Blätter und rote bis purpurfarbene Blütenköpfe.

60 – Goldrute

Lateinischer Name: Solidago virgaurea

Erkennungsmerkmale: Aufrechte Staude mit vielen kleinen gelben Blüten in lockeren Rispen.

Standort und Boden: Trockene Hänge, Säume und lichte Wälder; sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Teepflanze zur Durchspülung der Harnwege.

Vorsicht: Nicht bei Herz- oder Nierenödemen anwenden.

Merksatz: Typisch für Goldrute: aufrechte Staude mit vielen kleinen gelben Blüten in lockeren Rispen.

61 – Große Klette

Lateinischer Name: Arctium lappa

Erkennungsmerkmale: Sehr große Blätter und hakige purpurfarbene Blütenköpfe, die leicht hängen bleiben.

Standort und Boden: Wegränder, Schuttplätze, Ufer und andere nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wurzel traditionell für Haut und Stoffwechsel; in Asien auch als Gemüse bekannt.

Vorsicht: Tiefwurzel schwer zu ernten; Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Große Klette merkt man sich über sehr große Blätter und hakige purpurfarbene Blütenköpfe, die leicht hängen bleiben.

62 – Gundelrebe

Lateinischer Name: Glechoma hederacea

Erkennungsmerkmale: Kriechende Lippenblütlerin mit rundlich gekerbten Blättern und kleinen violetten Blüten.

Standort und Boden: Halbschattige Gärten, Hecken und frische Wiesenböden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatisches Wildkraut für kleine Mengen in Salat, Kräuterbutter oder Tee.

Vorsicht: Nur saubere Bestände und kleine Mengen verwenden.

Merksatz: Bei Gundelrebe zuerst an kriechende Lippenblütlerin mit rundlich gekerbten Blättern und kleinen violetten Blüten denken.

63 – Habichtskraut

Lateinischer Name: Hieracium pilosella

Erkennungsmerkmale: Rosette aus graufilzigen Blättern und einzelner gelber Blütenkorb auf langem Stängel.

Standort und Boden: Trockenrasen, sandige Säume und lichte Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Volksmedizinisch bei Durchfall und milden Atemwegsbeschwerden erwähnt.

Vorsicht: Nur maßvoll sammeln; die Wirkung gilt als eher mild.

Merksatz: Das Lernbild von Habichtskraut: rosette aus graufilzigen Blättern und einzelner gelber Blütenkorb auf langem Stängel.

64 – Hafer

Lateinischer Name: Avena sativa

Erkennungsmerkmale: Lockere hängende Rispen statt dichter Ähren.

Standort und Boden: Gemäßigte Lagen auf frischen sandig-lehmigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Flocken, Brei, Grünhafer und Haferstrohbad sind die typischen Anwendungsformen.

Vorsicht: Bei Glutenfragen nur ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Produkte nutzen.

Merksatz: Typisch für Hafer: lockere hängende Rispen statt dichter Ähren.

65 – Hagebutte

Lateinischer Name: Rosa canina

Erkennungsmerkmale: Dornenstrauch mit rosa Blüten und später roten Hagebutten.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Früchte für Tee, Mus, Marmelade und vitaminreiche Wintervorräte.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Hagebutte merkt man sich über dornenstrauch mit rosa Blüten und später roten Hagebutten.

66 – Hasel

Lateinischer Name: Corylus avellana

Erkennungsmerkmale: Mehrstämmiger Strauch mit runden gesägten Blättern, Kätzchen und Nüssen.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder, sonnig bis halbschattig, auf frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Nüsse als Lebensmittel, Öl- und Vorratsfrucht; auch als Hecken- und Wildstrauch wichtig.

Vorsicht: Haselpollen gehören zu den starken Frühblüher-Allergenen.

Merksatz: Bei Hasel zuerst an mehrstämmiger Strauch mit runden gesägten Blättern, Kätzchen und Nüssen denken.

67 – Heidelbeere

Lateinischer Name: Vaccinium myrtillus

Erkennungsmerkmale: Niedriger Strauch mit kantigen grünen Trieben und bläulich bereiften Beeren.

Standort und Boden: Saure humose Waldböden in Nadel- und Mischwäldern.

Nutzung / Bedeutung: Früchte als Waldobst, Mus oder Saft; Blätter nur zurückhaltend für Tee.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Das Lernbild von Heidelbeere: hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

68 – Heiligenkraut

Lateinischer Name: Santolina chamaecyparissus

Erkennungsmerkmale: Silbrig grauer Halbstrauch mit fein geteilten Blättern und gelben Knopfblüten.

Standort und Boden: Sonnig, trocken und kalkreich; typisch mediterrane Kultur.

Nutzung / Bedeutung: Duft- und Mottenkraut, traditionell auch bei Verdauungsbeschwerden.

Vorsicht: Ätherisch stark; nicht in Schwangerschaft verwenden.

Merksatz: Typisch für Heiligenkraut: silbrig grauer Halbstrauch mit fein geteilten Blättern und gelben Knopfblüten.

69 – Heilziest

Lateinischer Name: Stachys officinalis

Erkennungsmerkmale: Aufrechte Staude mit behaarten Blättern und violettrosa Blütenähren.

Standort und Boden: Magere Wiesen, lichte Wälder und Heiden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell für Kopf, Verdauung und Erkältung eingesetzt.

Vorsicht: Nicht hoch dosieren; die Pflanze ist heute eher eine Spezialität.

Merksatz: Heilziest merkt man sich über aufrechte Staude mit behaarten Blättern und violettrosa Blütenähren.

70 – Herzgespann

Lateinischer Name: Leonurus cardiaca

Erkennungsmerkmale: Vierkantiger behaarter Stängel, tief gelappte Blätter und blassrosa Blütenquirle.

Standort und Boden: Wegränder, Schuttplätze und nährstoffreiche Ruderalflächen.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell als herz- und nervenberuhigendes Kraut geführt.

Vorsicht: Nicht in der Schwangerschaft verwenden.

Merksatz: Bei Herzgespann zuerst an vierkantiger behaarter Stängel, tief gelappte Blätter und blassrosa Blütenquirle denken.

71 – Hibiskus

Lateinischer Name: Hibiscus sabdariffa

Erkennungsmerkmale: Große auffällige Blüten; bei Hibiscus sabdariffa sind die roten fleischigen Kelche für Tee wichtig.

Standort und Boden: Warme frostfreie Kultur; sonnig, nährstoffreich und geschützt.

Nutzung / Bedeutung: Als Teepflanze werden meist die roten, fleischigen Kelche von Hibiscus sabdariffa verwendet.

Vorsicht: Säure bei empfindlichem Magen beachten.

Merksatz: Das Lernbild von Hibiskus: große auffällige Blüten.

72 – Himbeere

Lateinischer Name: Rubus idaeus

Erkennungsmerkmale: Weiche bestachelte Ruten, weiße Blüten und rote Früchte, die sich leicht vom Zapfen lösen.

Standort und Boden: Waldränder, Gärten und humose lockere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Blättertee in Schwangerschaft erst gegen Ende und nicht übertreiben.

Merksatz: Typisch für Himbeere: weiche bestachelte Ruten, weiße Blüten und rote Früchte, die sich leicht vom Zapfen lösen.

73 – Hirtentäschel

Lateinischer Name: Capsella bursa-pastoris

Erkennungsmerkmale: Rosettenblätter und kleine weiße Blüten; charakteristisch sind die herz- bis dreiecksförmigen Schötchen.

Standort und Boden: Wege, Äcker, Gärten und offene gestörte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell vor allem im Bereich Harnwege und Spültees eingeordnet.

Vorsicht: In Schwangerschaft nur fachlich begleitet verwenden.

Merksatz: Hirtentäschel merkt man sich über rosettenblätter und kleine weiße Blüten.

74 – Hopfen

Lateinischer Name: Humulus lupulus

Erkennungsmerkmale: Rankende Pflanze mit rauen Trieben und zapfenartigen weiblichen Blütenständen.

Standort und Boden: Feuchte Gebüsche, Auwälder, Zäune und Hopfengärten.

Nutzung / Bedeutung: Bitterstoffpflanze für Bier und beruhigende Teemischungen.

Vorsicht: Sedierend; frischer Hopfen kann die Haut reizen.

Merksatz: Bei Hopfen zuerst an rankende Pflanze mit rauen Trieben und zapfenartigen weiblichen Blütenständen denken.

75 – Huflattich

Lateinischer Name: Tussilago farfara

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten vor dem Laubaustrieb, danach große herzförmige Blätter.

Standort und Boden: Lehmige Böschungen, Kiesgruben, Wegränder und andere Pionierstandorte.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell bei Reizhusten und verschleimten Atemwegen genutzt.

Vorsicht: Nur kurzzeitig und nicht als Daueranwendung.

Merksatz: Das Lernbild von Huflattich: gelbe Blüten vor dem Laubaustrieb, danach große herzförmige Blätter.

76 – Ingwer

Lateinischer Name: Zingiber officinale

Erkennungsmerkmale: Knolliges aromatisches Rhizom und schilfartige Blätter.

Standort und Boden: Tropisch bis subtropisch, humos, warm und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Würzrhizom für Küche, Tee und bei Übelkeit oder Kältegefühl.

Vorsicht: Bei Gallensteinen und blutverdünnender Medikation maßvoll.

Merksatz: Typisch für Ingwer: knolliges aromatisches Rhizom und schilfartige Blätter.

77 – Isländisch Moos

Lateinischer Name: Cetraria islandica

Erkennungsmerkmale: Merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

Standort und Boden: Magere, saure und kühle Lagen bis in Berg- und Moorgebiete.

Nutzung / Bedeutung: Im Journal eher über naturkundliche Bedeutung, alte traditionelle Nutzung und sichere Erkennung relevant.

Vorsicht: Nicht jede traditionelle Nutzung ist heute sinnvoll; sichere Bestimmung steht vor jeder Anwendung.

Merksatz: Isländisch Moos merkt man sich über merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

78 – Jasmin

Lateinischer Name: Jasminum officinale

Erkennungsmerkmale: Kletternder oder strauchiger Wuchs mit stark duftenden weißen Sternblüten.

Standort und Boden: Warm, sonnig bis halbschattig und geschützt; in Mitteleuropa meist Kübel- oder Wintergartenpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Duft- und Zierpflanze; nur bestimmte Arten werden für Tee aromatisch genutzt.

Vorsicht: Nicht jede Jasminart ist essbar oder für Tee geeignet.

Merksatz: Bei Jasmin zuerst an kletternder oder strauchiger Wuchs mit stark duftenden weißen Sternblüten denken.

79 – Johanniskraut

Lateinischer Name: Hypericum perforatum

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten und punktiert wirkende Blätter mit öligen Drüsen.

Standort und Boden: Trockene Wiesen, Wegränder und sonnige Böschungen.

Nutzung / Bedeutung: Bekannt als Stimmungs- und Nervenpflanze; äußerlich auch als Rotöl.

Vorsicht: Kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen und mit Medikamenten wechselwirken.

Merksatz: Das Lernbild von Johanniskraut: gelbe Blüten und punktiert wirkende Blätter mit öligen Drüsen.

80 – Kamille

Lateinischer Name: Matricaria chamomilla

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes Laub, weiße Zungenblüten und hohler gelber Blütenboden.

Standort und Boden: Äcker, Brachen, Wege und sandige nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Breit einsetzbar für Tee, Inhalation, Sitzbad und Hautpflege.

Vorsicht: Korbblütler-Allergie beachten; echte Kamille sicher von ähnlichen Arten unterscheiden.

Merksatz: Typisch für Kamille: fein gefiedertes Laub, weiße Zungenblüten und hohler gelber Blütenboden.

81 – Kapern

Lateinischer Name: Capparis spinosa

Erkennungsmerkmale: Geerntet werden ungeöffnete Blütenknospen eines dornigen Mittelmeerstrauchs.

Standort und Boden: Heiße, trockene und felsige mediterrane Lagen.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet werden die ungeöffneten Blütenknospen; sie werden eingelegt und als würzige Kapern genutzt.

Vorsicht: Eingelegte Kapern sind oft stark salzhaltig.

Merksatz: Kapern merkt man sich über geerntet werden ungeöffnete Blütenknospen eines dornigen Mittelmeerstrauchs.

82 – Kapuzinerkresse

Lateinischer Name: Tropaeolum majus

Erkennungsmerkmale: Runde schildförmige Blätter und leuchtend orange bis rote Blüten.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, Blüten und junge Samen schmecken scharf-würzig; traditionell auch für Atem- und Harnwege genutzt.

Vorsicht: Scharfstoffreich, bei empfindlichem Magen maßvoll.

Merksatz: Bei Kapuzinerkresse zuerst an runde schildförmige Blätter und leuchtend orange bis rote Blüten denken.

83 – Kardamom

Lateinischer Name: Elettaria cardamomum

Erkennungsmerkmale: Gewürzt werden die aromatischen schwarzen Samen in grünen Kapseln einer tropischen Staude.

Standort und Boden: Feuchtwarme tropische Kultur; humoser Boden und geschützter Halbschatten.

Nutzung / Bedeutung: Die Samen in den Kapseln sind ein wertvolles Gewürz für süße und herzhafte Speisen sowie für Teemischungen.

Vorsicht: Konzentrierte ätherische Produkte sparsam einsetzen.

Merksatz: Das Lernbild von Kardamom: gewürzt werden die aromatischen schwarzen Samen in grünen Kapseln einer tropischen Staude.

84 – Kartoffel

Lateinischer Name: Solanum tuberosum

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter, weiße bis violette Sternblüten und unterirdische Knollen.

Standort und Boden: Locker, tiefgründig, humos und sonnig.

Nutzung / Bedeutung: Grundnahrungsmittel, Stärkequelle und klassische Küchenknolle; Kartoffelwickel sind eine einfache Hausanwendung.

Vorsicht: Grüne oder gekeimte Knollen wegen Solanin meiden.

Merksatz: Typisch für Kartoffel: gefiederte Blätter, weiße bis violette Sternblüten und unterirdische Knollen.

85 – Kerbel

Lateinischer Name: Anthriscus cerefolium

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes weiches Laub mit mild anishafter Würze.

Standort und Boden: Halbschattig bis sonnig, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Feines Frühlingskraut für Suppen, Salate und Kräutermischungen.

Vorsicht: Nicht mit giftigen Doldenblütlern verwechseln.

Merksatz: Kerbel merkt man sich über fein gefiedertes weiches Laub mit mild anishafter Würze.

86 – Knoblauch

Lateinischer Name: Allium sativum

Erkennungsmerkmale: Lange flache Blätter, Zwiebelknolle und intensiver Geruch.

Standort und Boden: Sonnig, locker, nährstoffreich und im Reifestadium eher trocken.

Nutzung / Bedeutung: Küchenpflanze mit deutlichem Aroma und traditioneller Bedeutung für Kreislauf und Infektzeit.

Vorsicht: Roh kann er empfindliche Mägen reizen.

Merksatz: Bei Knoblauch zuerst an lange flache Blätter, Zwiebelknolle und intensiver Geruch denken.

87 – Kohl

Lateinischer Name: Brassica oleracea var. capitata

Erkennungsmerkmale: Dichte Köpfe oder große Blattrosetten je nach Sorte.

Standort und Boden: Kühle bis mäßig warme, nährstoff- und wasserreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blatt- und Kopfgemüse, frisch oder fermentiert.

Vorsicht: Kann blähen; rohe Mengen bei empfindlicher Verdauung klein halten.

Merksatz: Das Lernbild von Kohl: dichte Köpfe oder große Blattrosetten je nach Sorte.

88 – Koriander

Lateinischer Name: Coriandrum sativum

Erkennungsmerkmale: Runde Jungblätter, später feinere Blätter und charakteristisch würzige Samen.

Standort und Boden: Sonnig, locker, humos und eher warm.

Nutzung / Bedeutung: Samen oder Kraut dienen als Gewürz und häufig auch als Teegrundlage für die Verdauung.

Vorsicht: Geschmack polarisiert; Blätter und Samen wirken kulinarisch sehr unterschiedlich.

Merksatz: Typisch für Koriander: runde Jungblätter, später feinere Blätter und charakteristisch würzige Samen.

89 – Kornblume

Lateinischer Name: Centaurea cyanus

Erkennungsmerkmale: Leuchtend blaue Blütenköpfe und schmale graugrüne Blätter.

Standort und Boden: Getreidefelder, Säume und magere sonnige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier-, Insekten- und Schmuckdroge; medizinisch nur mild.

Vorsicht: Wildbestände schonen.

Merksatz: Kornblume merkt man sich über leuchtend blaue Blütenköpfe und schmale graugrüne Blätter.

90 – Kornelkirsche

Lateinischer Name: Cornus mas

Erkennungsmerkmale: Gelbe Vorfrühlingsblüten und längliche rote Steinfrüchte.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, kalkliebend, trocken bis frisch.

Nutzung / Bedeutung: Früchte für Marmelade, Saft und Likör; zugleich wertvolles Frühblüher-Gehölz.

Vorsicht: Unreife Früchte sind sehr sauer und stark adstringierend.

Merksatz: Bei Kornelkirsche zuerst an gelbe Vorfrühlingsblüten und längliche rote Steinfrüchte denken.

91 – Kresse

Lateinischer Name: Lepidium sativum

Erkennungsmerkmale: Schnell wachsendes Keim- und Blattgrün mit scharfem Senfölgeschmack.

Standort und Boden: Feucht, hell und locker; auch sehr gut auf der Fensterbank kultivierbar.

Nutzung / Bedeutung: Keimlinge, Brotauflage und Salatwürze.

Vorsicht: Zu dicht oder unhygienisch gezogene Keimlinge meiden.

Merksatz: Das Lernbild von Kresse: schnell wachsendes Keim- und Blattgrün mit scharfem Senfölgeschmack.

92 – Labkraut

Lateinischer Name: Galium verum

Erkennungsmerkmale: Schmale quirlständige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit honigartigem Duft.

Standort und Boden: Magere Wiesen und sonnige Säume; meist eher kalkreich.

Nutzung / Bedeutung: Gelbes Labkraut gilt als mildes Wiesen- und Teekraut; historisch wurde es auch zum Gerinnen von Milch genutzt.

Vorsicht: Art sicher bestimmen, da Labkraut eine artenreiche Gruppe ist.

Merksatz: Typisch für Labkraut: schmale quirlständige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit honigartigem Duft.

93 – Lärche

Lateinischer Name: Larix decidua

Erkennungsmerkmale: Weiche Nadelbüschel und als einziger heimischer Nadelbaum im Herbst gelb werdend und nadelabwerfend.

Standort und Boden: Sonnige Gebirgslagen und frische bis eher trockene Böden.

Nutzung / Bedeutung: Harz und Holz sind wichtig; junge Triebe spielen in Wald- und Hausmitteln nur eine Nebenrolle.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Lärche merkt man sich über weiche Nadelbüschel und als einziger heimischer Nadelbaum im Herbst gelb werdend und nadelabwerfend.

94 – Lavendel

Lateinischer Name: Lavandula angustifolia

Erkennungsmerkmale: Schmale graugrüne Blätter und violette Blütenähren.

Standort und Boden: Sonnige trockene Plätze mit durchlässigem, eher kalkhaltigem Boden.

Nutzung / Bedeutung: Duftpflanze für Tee, Duftkissen, Bad und ruhige Abendmischungen.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Bei Lavendel zuerst an schmale graugrüne Blätter und violette Blütenähren denken.

95 – Lein

Lateinischer Name: Linum usitatissimum

Erkennungsmerkmale: Schlanke Halme, zarte blaue Blüten und flache glänzende Samen.

Standort und Boden: Sonnig, locker, mäßig nährstoffreich und nicht zu schwer.

Nutzung / Bedeutung: Samen für Nahrung und Öl; die Fasern sind klassische Rohstoffe für Textilien.

Vorsicht: Leinsamen immer mit ausreichend Flüssigkeit.

Merksatz: Das Lernbild von Lein: schlanke Halme, zarte blaue Blüten und flache glänzende Samen.

96 – Liebstöckel

Lateinischer Name: Levisticum officinale

Erkennungsmerkmale: Kräftige Staude mit sellerieähnlichem, sehr intensivem Duft.

Standort und Boden: Tiefgründig, nährstoffreich, frisch sowie sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Suppenkraut; Samen und Wurzel spielen traditionell auch in Verdauungsanwendungen eine Rolle.

Vorsicht: Sehr aromatisch; bei Nierenreizungen nicht übertreiben.

Merksatz: Typisch für Liebstöckel: kräftige Staude mit sellerieähnlichem, sehr intensivem Duft.

97 – Linde

Lateinischer Name: Tilia cordata / Tilia platyphyllos

Erkennungsmerkmale: Herzförmige Blätter und duftende Blüten mit dem typischen länglichen Tragblatt.

Standort und Boden: Parks, Alleen und tiefgründige frische Böden.

Nutzung / Bedeutung: Die Blüten mit Tragblatt sind klassische Schwitz- und Erkältungsteedroge; der Baum selbst ist zudem wichtiger Dorf- und Parkbaum.

Vorsicht: Blüten trocken und sauber sammeln; bei anhaltenden Beschwerden bleibt Tee nur Begleitung.

Merksatz: Linde = herzförmige Blätter und duftende Blüten mit Tragblatt.

98 – Löwenzahn

Lateinischer Name: Taraxacum officinale agg.

Erkennungsmerkmale: Gezähnte Rosettenblätter, gelbe Blüte und später Pusteblume.

Standort und Boden: Wiesen, Rasen, Wegränder und andere nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, Blüten und Wurzel werden in Küche, Bitterstoff- und Frühjahrsanwendungen genutzt.

Vorsicht: Milchsaft kann empfindliche Haut reizen.

Merksatz: Bei Löwenzahn zuerst an gezähnte Rosettenblätter, gelbe Blüte und später Pusteblume denken.

99 – Lorbeer

Lateinischer Name: Laurus nobilis

Erkennungsmerkmale: Lederige aromatische Blätter und immergrüner strauchiger bis kleiner baumartiger Wuchs.

Standort und Boden: Warm, sonnig bis halbschattig, geschützt und gut drainiert; in kühleren Lagen oft Kübelpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Blätter als klassisches Gewürz für Schmorgerichte, Fonds und Saucen.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Das Lernbild von Lorbeer: lederige aromatische Blätter und immergrüner strauchiger bis kleiner baumartiger Wuchs.

100 – Mädesüß

Lateinischer Name: Filipendula ulmaria

Erkennungsmerkmale: Cremigweiße Blütenstände, gefiederte Blätter und süßlich mandelartiger Duft.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Wiesenpflanze für Tees und naturkundliche Anwendungen im Fieber- und Erkältungskontext.

Vorsicht: Bei Salicylat-Unverträglichkeit, Gerinnungsproblemen und in der Schwangerschaft vorsichtig.

Merksatz: Typisch für Mädesüß: cremigweiße Blütenstände, gefiederte Blätter und süßlich mandelartiger Duft.

101 – Majoran

Lateinischer Name: Origanum majorana

Erkennungsmerkmale: Kleine weich behaarte Blätter und warmer, süß-würziger Duft.

Standort und Boden: Warm, sonnig, locker und eher trocken.

Nutzung / Bedeutung: Klassisches Würz- und Duftpflanze für Küche, Tee oder Aromamischungen.

Vorsicht: Kälteempfindlich; ätherische Öle nur sparsam verwenden.

Merksatz: Majoran merkt man sich über kleine weich behaarte Blätter und warmer, süß-würziger Duft.

102 – Mariendistel

Lateinischer Name: Silybum marianum

Erkennungsmerkmale: Große stachelige Blätter mit hellen Flecken und violette Distelblüten.

Standort und Boden: Sonnig, warm, eher trocken bis frisch; nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als Samenpflanze mit traditionellem Bezug zum Leberbereich.

Vorsicht: Stachelig; Korbblütler-Allergie und Gallenprobleme beachten.

Merksatz: Bei Mariendistel zuerst an große stachelige Blätter mit hellen Flecken und violette Distelblüten denken.

103 – Meerrettich

Lateinischer Name: Armoracia rusticana

Erkennungsmerkmale: Große längliche Blätter und sehr scharfe weiße Wurzel.

Standort und Boden: Tiefgründige, frische und nährstoffreiche Böden; sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Scharfe Wurzel für Küche und wärmende Hausanwendungen.

Vorsicht: Sehr scharf; beim Reiben Augen und Schleimhäute schützen.

Merksatz: Das Lernbild von Meerrettich: große längliche Blätter und sehr scharfe weiße Wurzel.

104 – Melde

Lateinischer Name: Atriplex hortensis

Erkennungsmerkmale: Oft mehlig bestäubte Blätter und rascher aufrechter Wuchs.

Standort und Boden: Sonnig, locker und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter als mildes Spinatgemüse.

Vorsicht: Oxalsäure und Nitrat bei altem Pflanzenmaterial beachten.

Merksatz: Typisch für Melde: oft mehlig bestäubte Blätter und rascher aufrechter Wuchs.

105 – Minze

Lateinischer Name: Mentha spp.

Erkennungsmerkmale: Aromatische gegenständige Blätter und meist vierkantige Stängel.

Standort und Boden: Frische bis feuchte humose Böden, sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Tee- und Frischkraut für Getränke, Bauch und Atemgefühl.

Vorsicht: Breitet sich stark aus; bei Reflux größere Mengen meiden.

Merksatz: Minze merkt man sich über aromatische gegenständige Blätter und meist vierkantige Stängel.

106 – Möhre

Lateinischer Name: Daucus carota subsp. sativus

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes Laub und je nach Sorte orange bis violette Speicherwurzel.

Standort und Boden: Tiefgründig, steinfrei, locker und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Wurzelgemüse; das Kraut spielt nur untergeordnet als Würze eine Rolle.

Vorsicht: Wildformen nicht mit giftigen Doldenblütlern verwechseln.

Merksatz: Bei Möhre zuerst an fein gefiedertes Laub und je nach Sorte orange bis violette Speicherwurzel denken.

107 – Mohn

Lateinischer Name: Papaver spp.

Erkennungsmerkmale: Große auffällige Blüten und markante Kapseln mit zahlreichen Samen.

Standort und Boden: Sonnige, lockere und eher kalkhaltige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Saatmohn liefert Samen für Backwaren und Öl; viele andere Arten sind vor allem Zierpflanzen.

Vorsicht: Arten unterscheiden; nicht jede Mohnart ist gleich unbedenklich.

Merksatz: Das Lernbild von Mohn: große auffällige Blüten und markante Kapseln mit zahlreichen Samen.

108 – Moringa

Lateinischer Name: Moringa oleifera

Erkennungsmerkmale: Schnellwüchsiger Baum mit fein gefiederten Blättern und langen schotenartigen Früchten.

Standort und Boden: Tropisch bis subtropisch, warm, sonnig und gut drainiert; in Mitteleuropa nur geschützt kultivierbar.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, junge Schoten und Samen werden international als vielseitige Nahrungspflanzenteile genutzt.

Vorsicht: Nicht als heimische Wildpflanze behandeln; Kultur und Lagerung sind entscheidend.

Merksatz: Typisch für Moringa: schnellwüchsiger Baum mit fein gefiederten Blättern und langen schotenartigen Früchten.

109 – Muskatellersalbei

Lateinischer Name: Salvia sclarea

Erkennungsmerkmale: Große filzige Blätter und hohe Blütenstände mit auffälligen Hochblättern.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Duft- und Aromapflanze; eher für Tee und Duft als für die Alltagsküche.

Vorsicht: Ätherisch intensiv; in Schwangerschaft vorsichtig.

Merksatz: Muskatellersalbei merkt man sich über große filzige Blätter und hohe Blütenstände mit auffälligen Hochblättern.

110 – Nachtkerze

Lateinischer Name: Oenothera biennis

Erkennungsmerkmale: Im ersten Jahr Rosette, später hohe Stängel mit gelben Abendblüten.

Standort und Boden: Sonnige, sandige bis kiesige und eher magere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samenöl, Wurzel und Zierwert; die Blüten öffnen sich am Abend.

Vorsicht: Ölprodukte fachgerecht dosieren; frische Pflanzen sicher bestimmen.

Merksatz: Bei Nachtkerze zuerst an im ersten Jahr Rosette, später hohe Stängel mit gelben Abendblüten denken.

111 – Nelkenwurz

Lateinischer Name: Geum urbanum

Erkennungsmerkmale: Raue Blätter, kleine gelbe Blüten und eine Wurzel mit nelkenartigem Duft.

Standort und Boden: Wälder, Hecken und eher schattige frische Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wurzel mit Nelkenaroma traditionell für Magen und Mund.

Vorsicht: Gerbstoffe können empfindliche Mägen reizen.

Merksatz: Das Lernbild von Nelkenwurz: raue Blätter, kleine gelbe Blüten und eine Wurzel mit nelkenartigem Duft.

112 – Oregano

Lateinischer Name: Origanum vulgare

Erkennungsmerkmale: Kleine aromatische Blätter und rosa-violette Blütenstände.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Klassisches Würz- und Duftpflanze für Küche, Tee oder Aromamischungen.

Vorsicht: Kräftig aromatisch; in voller Sonne deutlich würziger als im Schatten.

Merksatz: Typisch für Oregano: kleine aromatische Blätter und rosa-violette Blütenstände.

113 – Pastinake

Lateinischer Name: Pastinaca sativa

Erkennungsmerkmale: Kräftiges Laub und gelblichweiße, würzig riechende Wurzel.

Standort und Boden: Tiefgründig, locker, sonnig und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Wurzelgemüse für Suppe, Püree und Ofengerichte.

Vorsicht: Wiesenfunde oder Wildformen nur absolut sicher bestimmen.

Merksatz: Pastinake merkt man sich über kräftiges Laub und gelblichweiße, würzig riechende Wurzel.

114 – Petersilie

Lateinischer Name: Petroselinum crispum

Erkennungsmerkmale: Glatte oder krause Blätter mit klarem Küchenaroma.

Standort und Boden: Humos, frisch und sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Blätter und bei Wurzelpetersilie auch die Wurzel als Universalwürze.

Vorsicht: Samen und große Mengen bei Schwangerschaft meiden; im zweiten Jahr oft grober.

Merksatz: Bei Petersilie zuerst an glatte oder krause Blätter mit klarem Küchenaroma denken.

115 – Pfefferminze

Lateinischer Name: Mentha × piperita

Erkennungsmerkmale: Kräftiger Mentholduft und frisch kühlender Geschmack.

Standort und Boden: Frische humose Böden, Sonne bis Halbschatten.

Nutzung / Bedeutung: Tee, Sirup, Süßspeisen und kühlende Duftanwendungen.

Vorsicht: Konzentriertes Öl nicht bei Säuglingen anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Pfefferminze: kräftiger Mentholduft und frisch kühlender Geschmack.

116 – Pfingstrose

Lateinischer Name: Paeonia spp.

Erkennungsmerkmale: Kräftige Staude mit tief eingeschnittenem Laub und sehr großen, auffälligen Blüten.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, tiefgründig, nährstoffreich und nicht staunass.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zierstaude; medizinisch heute kaum noch Hausgebrauch.

Vorsicht: Wurzeln und Samen nicht als harmlose Küchenpflanze behandeln.

Merksatz: Typisch für Pfingstrose: kräftige Staude mit tief eingeschnittenem Laub und sehr großen, auffälligen Blüten.

117 – Pimpinelle

Lateinischer Name: Sanguisorba minor

Erkennungsmerkmale: Fein gefiederte Blätter mit gurkenähnlichem Geschmack.

Standort und Boden: Sonnig, eher trocken und kalkliebend.

Nutzung / Bedeutung: Klassisch in Frankfurter Grüner Soße und als frisches Küchenkraut.

Vorsicht: Nach der Blüte werden die Blätter härter und herber.

Merksatz: Pimpinelle merkt man sich über fein gefiederte Blätter mit gurkenähnlichem Geschmack.

118 – Portulak

Lateinischer Name: Portulaca oleracea

Erkennungsmerkmale: Niedriger Wuchs mit fleischigen saftigen Blättern und rötlichen Stängeln.

Standort und Boden: Sonnig, warm, locker und eher trocken bis frisch.

Nutzung / Bedeutung: Wild- und Kulturgemüse für Salat und Pfanne.

Vorsicht: Oxalsäure beachten; nur junge saubere Pflanzen nutzen.

Merksatz: Bei Portulak zuerst an niedriger Wuchs mit fleischigen saftigen Blättern und rötlichen Stängeln denken.

119 – Quendel

Lateinischer Name: Thymus pulegioides

Erkennungsmerkmale: Niedriger Wuchs, kleine Blätter und deutlicher Thymianduft.

Standort und Boden: Trockenrasen, sonnige Hänge und magere kalkhaltige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wilder Thymian für Duft, Tee und Bienenweide.

Vorsicht: Langsam wachsend; nicht ganze Polster abernten.

Merksatz: Das Lernbild von Quendel: niedriger Wuchs, kleine Blätter und deutlicher Thymianduft.

120 – Quitte

Lateinischer Name: Cydonia oblonga

Erkennungsmerkmale: Gelbe, stark duftende Früchte mit filziger Schale an kleinem Baum oder Großstrauch.

Standort und Boden: Sonnig, warm, geschützt; tiefgründige, nicht zu nasse Böden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Früchte für Gelee, Mus, Saft und Quittenbrot.

Vorsicht: Roh oft hart und schwer verdaulich.

Merksatz: Typisch für Quitte: gelbe, stark duftende Früchte mit filziger Schale an kleinem Baum oder Großstrauch.

121 – Radieschen

Lateinischer Name: Raphanus sativus var. sativus

Erkennungsmerkmale: Schnell wachsende kleine Knollen mit scharfem Senfölgeschmack.

Standort und Boden: Locker, humos, gleichmäßig feucht und eher kühl.

Nutzung / Bedeutung: Rohkost- und Salatgemüse.

Vorsicht: Trockenstress macht Radieschen scharf und pelzig.

Merksatz: Radieschen merkt man sich über schnell wachsende kleine Knollen mit scharfem Senfölgeschmack.

122 – Rainfarn

Lateinischer Name: Tanacetum vulgare

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter und gelbe knopfförmige Blütenstände mit herbem Geruch.

Standort und Boden: Sonnige Wegränder, Böschungen und Ruderalflächen.

Nutzung / Bedeutung: Heute vor allem Natur- und Lernpflanze; frühere Anwendungen werden wegen Thujon kritisch gesehen.

Vorsicht: Enthält Thujon und gehört nicht in den unkritischen Hausgebrauch.

Merksatz: Bei Rainfarn zuerst an gefiederte Blätter und gelbe knopfförmige Blütenstände mit herbem Geruch denken.

123 – Rhabarber

Lateinischer Name: Rheum rhabarbarum

Erkennungsmerkmale: Große Blätter an dicken saftigen rot-grünen Stielen.

Standort und Boden: Frische, nährstoffreiche und tiefgründige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Säuerliches Kompott- und Kuchengemüse.

Vorsicht: Blätter wegen hoher Oxalsäure nicht essen.

Merksatz: Das Lernbild von Rhabarber: große Blätter an dicken saftigen rot-grünen Stielen.

124 – Ringelblume

Lateinischer Name: Calendula officinalis

Erkennungsmerkmale: Gelbe bis orange Blütenköpfe und leicht klebrige Blätter.

Standort und Boden: Sonnig, locker, mäßig nährstoffreich und unkompliziert.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem äußerlich für Haut, kleine Reizungen oder stumpfe Beschwerden genutzt.

Vorsicht: Nur ungespritzte Blüten für Küche oder Ölansatz verwenden.

Merksatz: Typisch für Ringelblume: gelbe bis orange Blütenköpfe und leicht klebrige Blätter.

125 – Rose

Lateinischer Name: Rosa spp.

Erkennungsmerkmale: Bedornte Triebe, gefiederte Blätter und große duftende Blüten; bei Wildrosen später Hagebutten.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Blüten für Duft, Tee und Sirup; bei Wildrosen zusätzlich Hagebutten als Frucht.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Rose merkt man sich über hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

126 – Rosmarin

Lateinischer Name: Salvia rosmarinus

Erkennungsmerkmale: Schmale nadelartige Blätter und harzig-würziger Duft.

Standort und Boden: Warme sonnige Standorte mit guter Drainage.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für mediterrane Küche und traditionell belebende Einreibungen.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Bei Rosmarin zuerst an schmale nadelartige Blätter und harzig-würziger Duft denken.

127 – Rote Bete

Lateinischer Name: Beta vulgaris

Erkennungsmerkmale: Rötlich geadertes Laub und meist dunkelrote Speicherwurzel.

Standort und Boden: Sonnig, locker, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Knolle für Salat, Ofengemüse, Saft und Vorratsküche.

Vorsicht: Oxalsäure- und Nitratgehalt beachten; färbt stark.

Merksatz: Das Lernbild von Rote Bete: rötlich geadertes Laub und meist dunkelrote Speicherwurzel.

128 – Roter Fingerhut

Lateinischer Name: Digitalis purpurea

Erkennungsmerkmale: Große Blattrosette und hoher Blütenstand mit hängenden purpurroten Glocken.

Standort und Boden: Waldlichtungen, saure Böden, Kahlschläge und sonnige Säume.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Arznei- und Giftpflanze; medizinische Nutzung erfolgt ausschließlich standardisiert und ärztlich überwacht.

Vorsicht: Hochgiftig; keine Selbstanwendung und keine Nutzung aus der Natur.

Merksatz: Roter Fingerhut = prächtig, aber hochgiftig.

129 – Rotklee

Lateinischer Name: Trifolium pratense

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige Blätter mit heller Zeichnung und kugelige purpurrote Blütenköpfe.

Standort und Boden: Wiesen und Weiden auf frischen bis mäßig feuchten Böden.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Bei hormonabhängigen Erkrankungen nur fachlich begleitet verwenden.

Merksatz: Rotklee merkt man sich über dreiteilige Blätter mit heller Zeichnung und kugelige purpurrote Blütenköpfe.

130 – Rucola

Lateinischer Name: Eruca sativa

Erkennungsmerkmale: Tief gelappte Blätter mit scharf-nussigem Geschmack.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, locker und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter für Salat, Pizza und würzige Rohkost.

Vorsicht: Ältere Blätter werden deutlich schärfer.

Merksatz: Bei Rucola zuerst an tief gelappte Blätter mit scharf-nussigem Geschmack denken.

131 – Safran

Lateinischer Name: Crocus sativus

Erkennungsmerkmale: Violette Krokusblüte mit drei tiefroten Narbenfäden.

Standort und Boden: Sonnig, warm, gut drainiert und eher trocken.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet werden ausschließlich die roten Narbenfäden der Blüten als Gewürz und Farbstoff.

Vorsicht: Nur echter Safran; Fäden schonend trocknen und sparsam dosieren.

Merksatz: Das Lernbild von Safran: violette Krokusblüte mit drei tiefroten Narbenfäden.

132 – Salbei

Lateinischer Name: Salvia officinalis

Erkennungsmerkmale: Graugrüne filzige Blätter und markantes würziges Aroma.

Standort und Boden: Sonnig, warm, trocken und kalkhaltig; keine Staunässe.

Nutzung / Bedeutung: Tee, Gurgellösung und Gewürz mit Schwerpunkt auf Hals, Mund und Schwitzen.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Typisch für Salbei: graugrüne filzige Blätter und markantes würziges Aroma.

133 – Sanddorn

Lateinischer Name: Hippophae rhamnoides

Erkennungsmerkmale: Silbrig schmale Blätter und dichte orange Früchte an dornigen Zweigen.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Vitaminreiche Früchte für Saft, Mus, Sirup und Pflegeöle.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Sanddorn merkt man sich über silbrig schmale Blätter und dichte orange Früchte an dornigen Zweigen.

134 – Sauerampfer

Lateinischer Name: Rumex acetosa

Erkennungsmerkmale: Pfeilförmige Blätter mit klar saurem Geschmack.

Standort und Boden: Frische Wiesen, Weiden und feuchte Gartenstellen.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter für Suppe, Salat und Kräuterküche.

Vorsicht: Oxalsäurereich; bei Nierenproblemen und Gicht nur kleine Mengen.

Merksatz: Bei Sauerampfer zuerst an pfeilförmige Blätter mit klar saurem Geschmack denken.

135 – Sauerklee

Lateinischer Name: Oxalis acetosella

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige herzförmige Blättchen und zarte weiße Blüten mit rosa Aderung.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Frische Waldpflanze mit säuerlichem Geschmack; nur in kleinen Mengen als Würze oder Naturkost.

Vorsicht: Oxalsäurereich und nichts für große Portionen.

Merksatz: Das Lernbild von Sauerklee: dreiteilige herzförmige Blättchen und zarte weiße Blüten mit rosa Aderung.

136 – Schafgarbe

Lateinischer Name: Achillea millefolium

Erkennungsmerkmale: Sehr fein gefiedertes Laub und flache weiße bis rosige Blütenschirme.

Standort und Boden: Wiesen, Böschungen und Wegränder; sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Bitter- und Frauenpflanze für Tee, Sitzbad und Kräutermischungen.

Vorsicht: Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Typisch für Schafgarbe: sehr fein gefiedertes Laub und flache weiße bis rosige Blütenschirme.

137 – Scharbockskraut

Lateinischer Name: Ficaria verna

Erkennungsmerkmale: Glänzende herzförmige Blätter und frühe gelbe Sternblüten.

Standort und Boden: Feuchte Laubwälder, Hecken und frische humose Böden.

Nutzung / Bedeutung: Sehr junge Blätter vor der Blüte traditionell gegen Frühjahrsmangel genutzt.

Vorsicht: Nach der Blüte nicht mehr verwenden.

Merksatz: Scharbockskraut merkt man sich über glänzende herzförmige Blätter und frühe gelbe Sternblüten.

138 – Schilf

Lateinischer Name: Phragmites australis

Erkennungsmerkmale: Hohe Halme mit langen Blättern und großen lockeren Rispen.

Standort und Boden: Ufer, Röhrichte, Gräben und nasse Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Röhricht- und Uferpflanze; eher ökologisch als kulinarisch relevant.

Vorsicht: Breitet sich stark über Rhizome aus.

Merksatz: Bei Schilf zuerst an hohe Halme mit langen Blättern und großen lockeren Rispen denken.

139 – Schlüsselblume

Lateinischer Name: Primula veris

Erkennungsmerkmale: Gelbe nickende Blüten und runzelige Grundblätter.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blüten und Wurzel traditionell bei verschleimtem Husten.

Vorsicht: Regional geschützt; nicht aus Wildbeständen entnehmen.

Merksatz: Das Lernbild von Schlüsselblume: gelbe nickende Blüten und runzelige Grundblätter.

140 – Schnittlauch

Lateinischer Name: Allium schoenoprasum

Erkennungsmerkmale: Röhrenförmige Blätter und violette kugelige Blüten.

Standort und Boden: Frische nährstoffreiche Böden, sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Mildes Lauchkraut für kalte und warme Küche.

Vorsicht: Möglichst frisch schneiden und nicht lange mitkochen.

Merksatz: Typisch für Schnittlauch: röhrenförmige Blätter und violette kugelige Blüten.

141 – Schöllkraut

Lateinischer Name: Chelidonium majus

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten und auffälliger orangegelber Milchsaft.

Standort und Boden: Mauern, Schuttplätze, Gärten und andere nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Historisch äußerlich bei Warzen erwähnt; heute vor allem als Gift- und Bestimmungspflanze relevant.

Vorsicht: Innerlich problematisch bis lebertoxisch; keine Selbstmedikation.

Merksatz: Schöllkraut erkennt man am orangegelben Milchsaft.

142 – Schwarzdorn

Lateinischer Name: Prunus spinosa

Erkennungsmerkmale: Dorniger Strauch mit weißen Frühjahrsblüten vor dem Laub und dunklen Schlehen.

Standort und Boden: Sonnige Hecken, Böschungen und kalkhaltige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Schlehen werden zu Mus, Likör und Gelee verarbeitet; der Strauch ist zugleich eine wichtige Heckenpflanze.

Vorsicht: Sehr dornig; Früchte erst nach Frost oder Verarbeitung angenehmer.

Merksatz: Bei Schwarzdorn zuerst an dorniger Strauch mit weißen Frühjahrsblüten vor dem Laub und dunklen Schlehen denken.

143 – Schwarze Johannisbeere

Lateinischer Name: Ribes nigrum

Erkennungsmerkmale: Aromatischer Strauch mit handförmig gelappten Blättern und dunklen Beerentrauben.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder, Gebüsche oder sonnige bis halbschattige Gartenlagen.

Nutzung / Bedeutung: Viele dieser Sträucher sind für Hecke, Tierwelt, Frühblüte oder Wildfrucht besonders wertvoll.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Das Lernbild von Schwarze Johannisbeere: hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

144 – Schwarzer Senf

Lateinischer Name: Brassica nigra

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten und dunkle kleine Samen mit deutlicher Schärfe.

Standort und Boden: Sonnig, nährstoffreich und eher warm.

Nutzung / Bedeutung: Samen für scharfen Senf und Wärmereizpflaster.

Vorsicht: Haut- und Schleimhautreizend.

Merksatz: Typisch für Schwarzer Senf: gelbe Blüten und dunkle kleine Samen mit deutlicher Schärfe.

145 – Schwarzkümmel

Lateinischer Name: Nigella sativa

Erkennungsmerkmale: Fein zerteiltes Laub und schwarze aromatische Samen.

Standort und Boden: Warm, sonnig, locker und mäßig trocken.

Nutzung / Bedeutung: Samen und Öl als Gewürz und traditionell zur Unterstützung von Verdauung und Atemwegen.

Vorsicht: Nicht mit Kümmel verwechseln; Öl sparsam einsetzen.

Merksatz: Schwarzkümmel merkt man sich über fein zerteiltes Laub und schwarze aromatische Samen.

146 – Schwertlilie

Lateinischer Name: Iris germanica

Erkennungsmerkmale: Schwertförmige Blätter und große auffällige Blüten mit herabhängenden Hängeblättern.

Standort und Boden: Sonnig, warm und gut drainiert; manche Arten wachsen auch an feuchten Rändern oder Gewässern.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zierpflanze; manche Rhizome wurden traditionell verarbeitet.

Vorsicht: Frische Rhizome können reizend bis giftig sein.

Merksatz: Bei Schwertlilie zuerst an schwertförmige Blätter und große auffällige Blüten mit herabhängenden Hängeblättern denken.

147 – Sellerie

Lateinischer Name: Apium graveolens

Erkennungsmerkmale: Kräftig würzig riechende Blätter und je nach Form Knolle oder Stangen.

Standort und Boden: Tiefgründig, nährstoffreich und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Küchenbasis in Brühen, Suppen und Salaten.

Vorsicht: Sellerie-Allergie ist möglich; sehr aromatisch.

Merksatz: Das Lernbild von Sellerie: kräftig würzig riechende Blätter und je nach Form Knolle oder Stangen.

148 – Senf

Lateinischer Name: Sinapis / Brassica spp.

Erkennungsmerkmale: Gelbe Kreuzblüten, Schoten und scharfstoffreiche Samen.

Standort und Boden: Sonnig, locker und raschwüchsig auf Garten- und Feldböden.

Nutzung / Bedeutung: Samen für Tafelsenf, Öl und Gründüngung; junge Blätter teils als Senfkraut.

Vorsicht: Frischer Senf und Senfmehl reizen stark.

Merksatz: Typisch für Senf: gelbe Kreuzblüten, Schoten und scharfstoffreiche Samen.

149 – Sonnenblume

Lateinischer Name: Helianthus annuus

Erkennungsmerkmale: Hoher rauer Stängel und großer gelber Blütenkorb.

Standort und Boden: Vollsonnig, tiefgründig und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Samen für Öl, Kerne und Vogelfutter; zugleich beliebte Zier- und Bienenpflanze.

Vorsicht: Braucht Platz, Wasser und Standfestigkeit.

Merksatz: Sonnenblume merkt man sich über hoher rauer Stängel und großer gelber Blütenkorb.

150 – Spinat

Lateinischer Name: Spinacia oleracea

Erkennungsmerkmale: Weiche grüne Blätter; schießt bei Hitze rasch in Blüte.

Standort und Boden: Kühlere Jahreszeiten, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Blattgemüse für roh oder gekocht.

Vorsicht: Nitrat- und Oxalsäure beachten; gegarten Spinat nicht lange warmhalten.

Merksatz: Bei Spinat zuerst an weiche grüne Blätter denken.

151 – Spitzwegerich

Lateinischer Name: Plantago lanceolata

Erkennungsmerkmale: Schmale lanzettliche Rosettenblätter mit deutlichen Längsnerven.

Standort und Boden: Wiesen, Wegränder und trockene bis frische Grasflächen.

Nutzung / Bedeutung: Tee, Sirup und Frischblatt bei Husten und kleinen Reizungen.

Vorsicht: Nur saubere Blätter sammeln; ersetzt keine Behandlung schwerer Atemwegsbeschwerden.

Merksatz: Das Lernbild von Spitzwegerich: schmale lanzettliche Rosettenblätter mit deutlichen Längsnerven.

152 – Springkraut

Lateinischer Name: Impatiens glandulifera

Erkennungsmerkmale: Saftige hohe Stängel, rosa Blüten und Samenkapseln, die bei Berührung aufspringen.

Standort und Boden: Feuchte Ufer, Gräben, Auen und nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem naturkundlich interessant; medizinisch untergeordnet.

Vorsicht: Drüsiges Springkraut ist invasiv und soll nicht weiter verbreitet werden.

Merksatz: Typisch für Springkraut: saftige hohe Stängel, rosa Blüten und Samenkapseln, die bei Berührung aufspringen.

153 – Stachelbeere

Lateinischer Name: Ribes uva-crispa

Erkennungsmerkmale: Dornenbewehrter Strauch mit runden bis ovalen Beeren und gelappten Blättern.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder, Gebüsche oder sonnige bis halbschattige Gartenlagen.

Nutzung / Bedeutung: Viele dieser Sträucher sind für Hecke, Tierwelt, Frühblüte oder Wildfrucht besonders wertvoll.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Stachelbeere merkt man sich über hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

154 – Steinbrech

Lateinischer Name: Saxifraga spp.

Erkennungsmerkmale: Kleine Rosetten- oder Polsterpflanze mit zarten Blüten, oft an Stein und Fels.

Standort und Boden: Felsige, steinige und gut drainierte Standorte; viele Arten mögen kühle, nährstoffarme Bedingungen.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Steingartenpflanze.

Vorsicht: Artenansprüche unterscheiden sich stark.

Merksatz: Bei Steinbrech zuerst an kleine Rosetten- oder Polsterpflanze mit zarten Blüten, oft an Stein und Fels denken.

155 – Steinklee

Lateinischer Name: Melilotus officinalis

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit süß-heuartigem Duft beim Trocknen.

Standort und Boden: Sonnig, trocken bis frisch und gern kalkreich.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Bienenpflanze und traditionell venenbezogenes Kraut.

Vorsicht: Nur korrekt getrocknet verwenden; Cumarin beachten.

Merksatz: Das Lernbild von Steinklee: dreiteilige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit süß-heuartigem Duft beim Trocknen.

156 – Sternanis

Lateinischer Name: Illicium verum

Erkennungsmerkmale: Holzige sternförmige Früchte mit süß-würzigem Duft.

Standort und Boden: Tropischer Baum aus warm-feuchten Regionen; bei uns eine Handelsgewürzdroge.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für Tee, Gebäck und winterliche Mischungen.

Vorsicht: Nur echten Sternanis verwenden.

Merksatz: Typisch für Sternanis: holzige sternförmige Früchte mit süß-würzigem Duft.

157 – Stiefmütterchen

Lateinischer Name: Viola tricolor

Erkennungsmerkmale: Kleine bunte Blüten mit typischer Gesichtszeichnung und niedriger Wuchs.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, frisch und mäßig nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Zierpflanze und essbare Blütendekoration; traditionell auch mildes Kräutlein.

Vorsicht: Für die Küche nur ungespritzte Pflanzen verwenden.

Merksatz: Stiefmütterchen merkt man sich über kleine bunte Blüten mit typischer Gesichtszeichnung und niedriger Wuchs.

158 – Stockrose

Lateinischer Name: Alcea rosea

Erkennungsmerkmale: Sehr hohe Blütenstände entlang eines kräftigen Stängels und große rundliche Blätter.

Standort und Boden: Sonnig, warm, geschützt und eher nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Prächtige Bauerngartenpflanze; die Blüten gelten ähnlich wie andere Malven als mild schleimstoffhaltig.

Vorsicht: Rostpilz häufig; nicht zu dicht pflanzen.

Merksatz: Bei Stockrose zuerst an sehr hohe Blütenstände entlang eines kräftigen Stängels und große rundliche Blätter denken.

159 – Süßdolde

Lateinischer Name: Myrrhis odorata

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes Laub mit klarem Anisduft.

Standort und Boden: Halbschattig bis sonnig, frisch und humos.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, Samen und Wurzel für süße Kräuterküche und aromatische Tees.

Vorsicht: Doldenblütler sicher bestimmen.

Merksatz: Das Lernbild von Süßdolde: fein gefiedertes Laub mit klarem Anisduft.

160 – Süßholz

Lateinischer Name: Glycyrrhiza glabra

Erkennungsmerkmale: Mehrjährige Staude; genutzt wird die süße Wurzel.

Standort und Boden: Warm, sonnig, tiefgründig und eher locker.

Nutzung / Bedeutung: Lakritzgrundstoff und süß schmeckende Arzneiwurzel.

Vorsicht: Nicht dauerhaft hoch dosieren; kann Blutdruck steigern.

Merksatz: Typisch für Süßholz: mehrjährige Staude.

161 – Süßkirsche

Lateinischer Name: Prunus avium

Erkennungsmerkmale: Weiße Frühjahrsblüten und süße rote bis dunkle Steinfrüchte.

Standort und Boden: Sonnige, warme Obstlagen mit frischen bis tiefgründigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frischfrucht, Kompott, Saft und Steinobst für süße Küche.

Vorsicht: Kerne nicht in Mengen zerkauen oder verzehren.

Merksatz: Süßkirsche merkt man sich über weiße Frühjahrsblüten und süße rote bis dunkle Steinfrüchte.

162 – Tagetes

Lateinischer Name: Tagetes spp.

Erkennungsmerkmale: Leuchtend gelbe bis orange Blüten und stark riechendes gefiedertes Laub.

Standort und Boden: Sonnig, warm und locker.

Nutzung / Bedeutung: Zierpflanze, Beetpartner und teils essbare Blüte.

Vorsicht: Für die Küche nur geeignete, ungespritzte Sorten nutzen.

Merksatz: Bei Tagetes zuerst an leuchtend gelbe bis orange Blüten und stark riechendes gefiedertes Laub denken.

163 – Tanne

Lateinischer Name: Abies alba

Erkennungsmerkmale: Flache weiche Nadeln und aufrecht stehende Zapfen.

Standort und Boden: Kühlere, luftfeuchte Waldlagen auf tiefgründigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtig sind vor allem Holz, Harz oder der landschaftliche bzw. forstliche Wert der Art.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Das Lernbild von Tanne: flache weiche Nadeln und aufrecht stehende Zapfen.

164 – Taubnessel

Lateinischer Name: Lamium album

Erkennungsmerkmale: Nesselähnliche Blätter ohne Brennhaare und weiße Lippenblüten.

Standort und Boden: Wegränder, Hecken und Gärten auf nährstoffreichen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Milde Blüten- und Krautpflanze für Tee und Frühlingsküche.

Vorsicht: Brennt nicht, aber nur saubere Bestände sammeln.

Merksatz: Typisch für Taubnessel: nesselähnliche Blätter ohne Brennhaare und weiße Lippenblüten.

165 – Tausendgüldenkraut

Lateinischer Name: Centaurium erythraea

Erkennungsmerkmale: Zierliche Pflanze mit rosa sternförmigen Blüten und stark bitterem Geschmack.

Standort und Boden: Magere Wiesen und sonnige offene Flächen.

Nutzung / Bedeutung: Deutliche Bitterpflanze zur Appetitanregung.

Vorsicht: Oft geschützt; nicht wild sammeln.

Merksatz: Tausendgüldenkraut merkt man sich über zierliche Pflanze mit rosa sternförmigen Blüten und stark bitterem Geschmack.

166 – Teufelskralle

Lateinischer Name: Harpagophytum procumbens

Erkennungsmerkmale: Kriechende Pflanze aus dem südlichen Afrika; bekannt durch die krallenartig bewehrte Frucht und die Speicherwurzel.

Standort und Boden: Stammt aus trockenen Savannen des südlichen Afrika; bei uns Handelsdroge, nicht heimische Freilandpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Standardisierte Präparate werden vor allem im Bereich des Bewegungsapparats eingesetzt.

Vorsicht: Nicht in Eigenregie bei Magen-, Gallen- oder schweren Schmerzproblemen verwenden.

Merksatz: Bei Teufelskralle zuerst an kriechende Pflanze aus dem südlichen Afrika denken.

167 – Thymian

Lateinischer Name: Thymus vulgaris

Erkennungsmerkmale: Kleine stark duftende Blätter und niedriger halbstrauchiger Wuchs.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Wichtiges Gewürz und Hustenkraut für Tee, Sirup und Inhalation.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Das Lernbild von Thymian: kleine stark duftende Blätter und niedriger halbstrauchiger Wuchs.

168 – Tollkirsche

Lateinischer Name: Atropa belladonna

Erkennungsmerkmale: Große weiche Blätter, braunviolette Blüten und glänzend schwarze Beeren.

Standort und Boden: Lichte Laubwälder und kalkreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Gift- und Arzneipflanze; Anwendung nur fachlich kontrolliert.

Vorsicht: Schon wenige Beeren können gefährlich sein; keine Selbstanwendung.

Merksatz: Tollkirsche = schwarze Beeren, aber keine Naschpflanze.

169 – Tomate

Lateinischer Name: Solanum lycopersicum

Erkennungsmerkmale: Behaarte Triebe, gelbe Blüten und je nach Sorte sehr unterschiedliche Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, nährstoffreich und luftig.

Nutzung / Bedeutung: Fruchtgemüse für roh, Sauce, Ofen und Konserve.

Vorsicht: Grüne Pflanzenteile und unreife Früchte wegen Solanin meiden.

Merksatz: Tomate merkt man sich über behaarte Triebe, gelbe Blüten und je nach Sorte sehr unterschiedliche Früchte.

170 – Topinambur

Lateinischer Name: Helianthus tuberosus

Erkennungsmerkmale: Sonnenblumenähnlicher Wuchs und essbare unterirdische Knollen.

Standort und Boden: Sonnig, robust, tiefgründig und mäßig nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Knollen als Gemüse; ernährungsphysiologisch vor allem wegen ihres Inulingehalts interessant.

Vorsicht: Kann blähend wirken und breitet sich im Beet leicht aus.

Merksatz: Bei Topinambur zuerst an sonnenblumenähnlicher Wuchs und essbare unterirdische Knollen denken.

171 – Traubensilberkerze

Lateinischer Name: Actaea racemosa

Erkennungsmerkmale: Hohe Staude mit gefiedertem Laub und langen weißen kerzenartigen Blütenständen.

Standort und Boden: Halbschattige, humose und frische Waldstandorte.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Nur fachlich begleitet anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Traubensilberkerze: hohe Staude mit gefiedertem Laub und langen weißen kerzenartigen Blütenständen.

172 – Tulsi

Lateinischer Name: Ocimum tenuiflorum

Erkennungsmerkmale: Basilikumartige Pflanze mit würzig-nelkigem Duft.

Standort und Boden: Warm, sonnig, geschützt und frostfrei; meist Topf- oder Gewächshauskultur.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Tee- und Ritualpflanze mit hohem Wärmebedarf.

Vorsicht: Kälteempfindlich; nur maßvoll als starkes Aromakraut.

Merksatz: Typisch für Tulsi: basilikumartige Pflanze mit würzig-nelkigem Duft.

173 – Veilchen

Lateinischer Name: Viola odorata

Erkennungsmerkmale: Niedrige Pflanze mit herzförmigen Blättern und duftenden violetten Blüten.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Duftende Blüten und Blätter traditionell für Sirup, kandierte Blüten und milde Hustenmischungen.

Vorsicht: Nur sicher bestimmte Duftveilchen verwenden.

Merksatz: Veilchen merkt man sich über niedrige Pflanze mit herzförmigen Blättern und duftenden violetten Blüten.

174 – Verbene

Lateinischer Name: Verbena officinalis

Erkennungsmerkmale: Schlanke kantige Stängel und kleine lilafarbene Blütenähren.

Standort und Boden: Sonnig, locker und eher warm.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell als Bitter- und Teekraut verwendet.

Vorsicht: Art beachten: Zitronenverbene und Eisenkraut sind nicht dasselbe.

Merksatz: Bei Verbene zuerst an schlanke kantige Stängel und kleine lilafarbene Blütenähren denken.

175 – Vogelknöterich

Lateinischer Name: Polygonum aviculare

Erkennungsmerkmale: Niedriges trittfestes Kraut mit kleinen elliptischen Blättern und knotigem Wuchs.

Standort und Boden: Trittstellen, Wegränder, Kies und offene Böden.

Nutzung / Bedeutung: Früher mildes Wild- und Teekraut; heute eher naturkundlich bedeutsam.

Vorsicht: Nur von sauberen Flächen sammeln.

Merksatz: Das Lernbild von Vogelknöterich: niedriges trittfestes Kraut mit kleinen elliptischen Blättern und knotigem Wuchs.

176 – Vogelmiere

Lateinischer Name: Stellaria media

Erkennungsmerkmale: Zarte saftige Triebe und kleine weiße sternartige Blüten.

Standort und Boden: Feuchte, nährstoffreiche Garten- und Ackerböden.

Nutzung / Bedeutung: Mildes Wildgemüse für Salat, Quark und grüne Mischungen.

Vorsicht: Rasch welk; frisch verwenden.

Merksatz: Typisch für Vogelmiere: zarte saftige Triebe und kleine weiße sternartige Blüten.

177 – Wacholder

Lateinischer Name: Juniperus communis

Erkennungsmerkmale: Stechende Nadeln und blau-schwarze Beerenzapfen.

Standort und Boden: Sonnige Heiden, Magerrasen und trockene Hänge.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für Wild und Kohlgerichte; in kleinen Mengen auch als Tee oder Auszug.

Vorsicht: Nicht bei Nierenproblemen und nicht in großen Mengen über längere Zeit.

Merksatz: Wacholder merkt man sich über stechende Nadeln und blau-schwarze Beerenzapfen.

178 – Wald-Kiefer

Lateinischer Name: Pinus sylvestris

Erkennungsmerkmale: Zwei Nadeln pro Kurztrieb und orange-rot schuppige Borke im oberen Stamm.

Standort und Boden: Sonnige, trockene bis frische Sand- und Heideböden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtig sind vor allem Holz, Harz oder der landschaftliche bzw. forstliche Wert der Art.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Bei Wald-Kiefer zuerst an zwei Nadeln pro Kurztrieb und orange-rot schuppige Borke im oberen Stamm denken.

179 – Waldmeister

Lateinischer Name: Galium odoratum

Erkennungsmerkmale: Quirlständige Blätter und stärkerer Duft nach kurzem Anwelken.

Standort und Boden: Schattige, humose Laubwälder und waldähnliche Gartenbereiche.

Nutzung / Bedeutung: Für Sirup, Dessert und aromatische Frühlingsgetränke.

Vorsicht: Cumarinreich; sparsam dosieren und vor Gebrauch leicht anwelken lassen.

Merksatz: Das Lernbild von Waldmeister: quirlständige Blätter und stärkerer Duft nach kurzem Anwelken.

180 – Walnuss

Lateinischer Name: Juglans regia

Erkennungsmerkmale: Große gefiederte Blätter und grüne Fruchthüllen um die Nuss.

Standort und Boden: Sonnige, warme Standorte mit tiefgründigen, eher kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Nussfrucht als hochwertiges Lebensmittel; Blätter traditionell äußerlich.

Vorsicht: Nussallergie beachten; grüne Schalen färben stark.

Merksatz: Typisch für Walnuss: große gefiederte Blätter und grüne Fruchthüllen um die Nuss.

181 – Wasserminze

Lateinischer Name: Mentha aquatica

Erkennungsmerkmale: Deutlicher Minzduft, feuchte Standorte und kugelige violette Blütenstände.

Standort und Boden: Ufer, Gräben und sehr feuchte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Tee- und Duftpflanze, naturkundlich wichtig an Gewässern.

Vorsicht: Wie andere Minzen nur maßvoll bei empfindlichem Magen.

Merksatz: Wasserminze merkt man sich über deutlicher Minzduft, feuchte Standorte und kugelige violette Blütenstände.

182 – Wegwarte

Lateinischer Name: Cichorium intybus

Erkennungsmerkmale: Kräftiger Stängel, himmelblaue Blüten und tiefe Pfahlwurzel.

Standort und Boden: Sonnige Wegränder, Böschungen und magere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wird vor allem als Bitter-, Magen- oder Verdauungspflanze geführt.

Vorsicht: Deutlich bitter; bei empfindlichem Magen langsam herantasten.

Merksatz: Bei Wegwarte zuerst an kräftiger Stängel, himmelblaue Blüten und tiefe Pfahlwurzel denken.

183 – Weidenröschen

Lateinischer Name: Epilobium spp.

Erkennungsmerkmale: Schlanke Pflanze mit schmalen Blättern und kleinen rosa bis violetten Blüten.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Kraut traditionell in Tees für Harnwege und Prostatabereich.

Vorsicht: Bei anhaltenden Beschwerden fachlich abklären.

Merksatz: Das Lernbild von Weidenröschen: schlanke Pflanze mit schmalen Blättern und kleinen rosa bis violetten Blüten.

184 – Weinraute

Lateinischer Name: Ruta graveolens

Erkennungsmerkmale: Blaugrünes fein geteiltes Laub, gelbliche Blüten und starker eigentümlicher Geruch.

Standort und Boden: Sonnig, trocken, kalkliebend und warm.

Nutzung / Bedeutung: Historisches Bitter- und Gewürzkraut, heute vor allem Zier- und Spezialpflanze.

Vorsicht: Phototoxisch und giftig; kein Hausmittel für Routinegebrauch.

Merksatz: Typisch für Weinraute: blaugrünes fein geteiltes Laub, gelbliche Blüten und starker eigentümlicher Geruch.

185 – Weißdorn

Lateinischer Name: Crataegus monogyna / Crataegus laevigata

Erkennungsmerkmale: Dornige Zweige, gelappte Blätter, weiße Blüten und rote Früchte.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder und sonnige Gebüsche; kalkliebend bis anspruchslos.

Nutzung / Bedeutung: Herzpflanze für Tee und standardisierte Präparate.

Vorsicht: Keine Selbstbehandlung ernster Herzbeschwerden.

Merksatz: Weißdorn merkt man sich über dornige Zweige, gelappte Blätter, weiße Blüten und rote Früchte.

186 – Wermut

Lateinischer Name: Artemisia absinthium

Erkennungsmerkmale: Silbrig filziges Laub und sehr bitterer Geschmack.

Standort und Boden: Sonnig, trocken, eher karg und warm.

Nutzung / Bedeutung: Sehr bitteres Kraut für kleine Verdauungsanwendungen.

Vorsicht: Sehr bitter und thujonhaltig; nur klein dosieren.

Merksatz: Bei Wermut zuerst an silbrig filziges Laub und sehr bitterer Geschmack denken.

187 – Wiesen-Hahnenfuß

Lateinischer Name: Ranunculus acris

Erkennungsmerkmale: Glänzend gelbe Blüten und tief geteilte Blätter; frischer Pflanzensaft ist reizend.

Standort und Boden: Feuchte bis frische Wiesen und Weiden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als Gift- und Wiesenpflanze relevant.

Vorsicht: Frisch giftig und hautreizend; nicht verwenden.

Merksatz: Wiesen-Hahnenfuß glänzt gelb, reizt aber frisch die Haut.

188 – Wiesensalbei

Lateinischer Name: Salvia pratensis

Erkennungsmerkmale: Große violettblaue Lippenblüten und runzelige Blätter in bodennaher Rosette.

Standort und Boden: Trockene Wiesen, sonnige Hänge und kalkreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Bienen- und Wiesenpflanze, medizinisch milder als Echtsalbei.

Vorsicht: Nicht mit Küchensalbei verwechseln.

Merksatz: Typisch für Wiesensalbei: große violettblaue Lippenblüten und runzelige Blätter in bodennaher Rosette.

189 – Wilde Karde

Lateinischer Name: Dipsacus fullonum

Erkennungsmerkmale: Hoher stacheliger Stängel und eiförmige stachelige Blütenköpfe.

Standort und Boden: Böschungen, Wegränder, Brachen und sonnige offene Stellen.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem markante Natur- und Insektenpflanze; die Wurzel spielt eher in Spezialrichtungen eine Rolle.

Vorsicht: Medizinische Nutzung nicht mit Hausgebrauch verwechseln.

Merksatz: Wilde Karde merkt man sich über hoher stacheliger Stängel und eiförmige stachelige Blütenköpfe.

190 – Wilde Malve

Lateinischer Name: Malva sylvestris

Erkennungsmerkmale: Rundlich gelappte Blätter und rosa-violette Blüten mit dunkler Aderung.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Schleimstoffreiche Blüten und Blätter für Hals, Magen und milde Hautanwendungen.

Vorsicht: Schleimstoffe zeitversetzt zu Medikamenten.

Merksatz: Bei Wilde Malve zuerst an rundlich gelappte Blätter und rosa-violette Blüten mit dunkler Aderung denken.

191 – Wilde Möhre

Lateinischer Name: Daucus carota subsp. carota

Erkennungsmerkmale: Weiße Dolden und oft dunkles Blütchen in der Mitte; Geruch nach Karotte.

Standort und Boden: Magere Wiesen, Säume und sonnige Böschungen.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Lernpflanze und Wildform der Möhre.

Vorsicht: Leicht mit giftigen Doldenblütlern zu verwechseln.

Merksatz: Das Lernbild von Wilde Möhre: weiße Dolden und oft dunkles Blütchen in der Mitte.

192 – Wintergrün

Lateinischer Name: Gaultheria procumbens

Erkennungsmerkmale: Niedriger immergrüner Zwergstrauch mit glänzenden Blättern und roten Beeren.

Standort und Boden: Saure humose Böden; eher Garten- und Handelsware als heimische Wiesenpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Äußerlich in stark wirksamen Muskel- und Gelenkprodukten.

Vorsicht: Methylsalicylat wirkt deutlich; nur verdünnt und äußerlich.

Merksatz: Typisch für Wintergrün: niedriger immergrüner Zwergstrauch mit glänzenden Blättern und roten Beeren.

193 – Wurmfarn

Lateinischer Name: Dryopteris filix-mas

Erkennungsmerkmale: Merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

Standort und Boden: Schattige Wälder, frische Hänge und humusreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Im Journal eher über naturkundliche Bedeutung, alte traditionelle Nutzung und sichere Erkennung relevant.

Vorsicht: Heute keine Pflanze für den Hausgebrauch.

Merksatz: Wurmfarn merkt man sich über merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

194 – Ysop

Lateinischer Name: Hyssopus officinalis

Erkennungsmerkmale: Schmale Blätter, blauviolette Blüten und kräftig-würziger Duft.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Würziges Küchenkraut und traditionelles Husten- und Verdauungskraut.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Bei Ysop zuerst an schmale Blätter, blauviolette Blüten und kräftig-würziger Duft denken.

195 – Zaubernuss

Lateinischer Name: Hamamelis virginiana

Erkennungsmerkmale: Strauch mit gelben fadenartigen Winterblüten.

Standort und Boden: Frische humose Böden in Parks, Gärten und Kulturgehölzen.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem äußerlich in Lotionen, Salben und Waschungen für gereizte Haut.

Vorsicht: Bei offenen, stark entzündeten Hautstellen nur nach fachlicher Rücksprache.

Merksatz: Das Lernbild von Zaubernuss: strauch mit gelben fadenartigen Winterblüten.

196 – Zimt

Lateinischer Name: Cinnamomum verum

Erkennungsmerkmale: Verwendet wird die getrocknete innere Rinde eines tropischen Baumes.

Standort und Boden: Tropische, frostfreie Kultur; bei uns Gewürzdroge aus dem Handel.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet wird die getrocknete innere Rinde; sie ist wärmendes Gewürz für Süßspeisen, Tee und Kompott.

Vorsicht: Bei häufiger Nutzung ist Ceylon-Zimt günstiger als cassiareiche Ware.

Merksatz: Typisch für Zimt: verwendet wird die getrocknete innere Rinde eines tropischen Baumes.

197 – Zitronenmelisse

Lateinischer Name: Melissa officinalis

Erkennungsmerkmale: Weiche gekerbte Blätter mit klarem Zitronenduft.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, humos, frisch, aber nicht staunass.

Nutzung / Bedeutung: Beruhigendes Alltagskraut für Tee, Sirup und leichte Magen-Nerven-Lagen.

Vorsicht: Frisch geerntet am aromatischsten; größere Mengen nicht bei Schilddrüsenproblemen ohne Blick auf Gesamttherapie.

Merksatz: Zitronenmelisse merkt man sich über weiche gekerbte Blätter mit klarem Zitronenduft.

198 – Zucchini

Lateinischer Name: Cucurbita pepo var. giromontiina

Erkennungsmerkmale: Große raue Blätter, gelbe Blüten und längliche junge Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, humos sowie nährstoff- und wasserreich.

Nutzung / Bedeutung: Junge Früchte und Blüten als Sommergemüse.

Vorsicht: Bitter schmeckende Früchte nicht essen.

Merksatz: Bei Zucchini zuerst an große raue Blätter, gelbe Blüten und längliche junge Früchte denken.

199 – Zwiebel

Lateinischer Name: Allium cepa

Erkennungsmerkmale: Röhrenblätter und mehrschalige Speicherzwiebel.

Standort und Boden: Sonnig, locker und im Reifestadium eher nicht zu feucht.

Nutzung / Bedeutung: Küchenzwiebel für Würze, Vorrat und einfache Hausmittel.

Vorsicht: Frisch scharf; für Haustiere problematisch.

Merksatz: Das Lernbild von Zwiebel: röhrenblätter und mehrschalige Speicherzwiebel.

200 – Zypresse

Lateinischer Name: Cupressus sempervirens

Erkennungsmerkmale: Schlanker immergrüner Baum mit dicht anliegenden Schuppenblättern.

Standort und Boden: Warme sonnige Regionen; in Mitteleuropa meist geschützte Kübel- oder Gartenlage.

Nutzung / Bedeutung: Wichtig sind vor allem Holz, Harz oder der landschaftliche bzw. forstliche Wert der Art.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Typisch für Zypresse: schlanker immergrüner Baum mit dicht anliegenden Schuppenblättern.

Erkennungsmerkmale: Niedriger Wuchs, gegenständige Blätter und kleine rote bis orangefarbene sternartige Blüten.

Standort und Boden: Äcker, Weinberge, Gärten und Brachflächen; bevorzugt lockere, eher trockene Böden.

Nutzung / Bedeutung: Historisch volksmedizinisch erwähnt, heute vor allem als botanisch interessante, leicht giftige Ackerpflanze relevant.

Vorsicht: Früher verwendet, heute wegen möglicher Giftwirkung nicht zur Selbstmedikation geeignet.

Merksatz: Acker-Gauchheil merkt man sich über niedriger Wuchs, gegenständige Blätter und kleine rote bis orangefarbene sternartige Blüten.

2 – Ackerschachtelhalm

Lateinischer Name: Equisetum arvense

Erkennungsmerkmale: Braune Frühjahrs-Sporentriebe und später grüne, quirlig verzweigte Sommertriebe.

Standort und Boden: Feuchte Feldränder, Gräben, verdichtete und eher nasse Böden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell für harnwegsbezogene Tees und für kieselsäurereiche Anwendungen genutzt.

Vorsicht: Nicht jede traditionelle Nutzung ist heute sinnvoll; sichere Bestimmung steht vor jeder Anwendung.

Merksatz: Bei Ackerschachtelhalm zuerst an braune Frühjahrs-Sporentriebe und später grüne, quirlig verzweigte Sommertriebe denken.

3 – Ackersenf

Lateinischer Name: Sinapis arvensis

Erkennungsmerkmale: Gelbe Kreuzblüten, behaarter Stängel und schmale Schoten mit Senfkörnern.

Standort und Boden: Äcker, Brachflächen und Wegsäume auf nährstoffreichen, lockeren Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Senfrohstoff und traditionell für wärmende Senfanwendungen; junge Blätter früher auch als Wildgemüse genutzt.

Vorsicht: Samen und Senfmehl reizen Haut und Schleimhäute; nur maßvoll und korrekt anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Ackersenf: gelbe Kreuzblüten, behaarter Stängel und schmale Schoten mit Senfkörnern.

4 – Adlerfarn

Lateinischer Name: Pteridium aquilinum

Erkennungsmerkmale: Große dreieckige Wedel und eingerollte Sporenränder statt Blüten.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Heiden und saure, eher magere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Im Journal eher über naturkundliche Bedeutung, alte traditionelle Nutzung und sichere Erkennung relevant.

Vorsicht: Wegen problematischer Inhaltsstoffe nicht als Hausmittel verwenden.

Merksatz: Typisch für Adlerfarn: große dreieckige Wedel und eingerollte Sporenränder statt Blüten.

5 – Alant

Lateinischer Name: Inula helenium

Erkennungsmerkmale: Hohe Staude mit großen rauen Blättern und gelben, etwas sonnenblumenartigen Blüten; die Wurzel riecht aromatisch.

Standort und Boden: Sonnige Wiesen, Uferlagen und humose Gartenböden; meist auf eher frischen Standorten.

Nutzung / Bedeutung: Wird vor allem als Bitter-, Magen- oder Verdauungspflanze geführt.

Vorsicht: Bei Korbblütler-Allergie und bei hohen Dosen vorsichtig verwenden.

Merksatz: Alant merkt man sich über hohe Staude mit großen rauen Blättern und gelben, etwas sonnenblumenartigen Blüten.

6 – Alfalfa (Luzerne)

Lateinischer Name: Medicago sativa

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige Blätter, violette Blüten und spiralig gedrehte Hülsen.

Standort und Boden: Sonnige, kalkreiche und tiefgründige Böden; trockenheitsverträglich und häufig als Futterpflanze im Anbau.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als Futterpflanze, Gründüngung und in Form junger Sprossen bekannt.

Vorsicht: Sprossen hygienisch ziehen; wegen Vitamin K und Saponinen nicht unkritisch in großen Mengen verwenden.

Merksatz: Bei Alfalfa (Luzerne) zuerst an dreiteilige Blätter, violette Blüten und spiralig gedrehte Hülsen denken.

7 – Aloe vera

Lateinischer Name: Aloe vera

Erkennungsmerkmale: Fleischige gezähnte Blätter in Rosette mit gelhaltigem Inneren.

Standort und Boden: Warme sonnige Kulturstandorte mit sehr durchlässigem Substrat.

Nutzung / Bedeutung: Das Blattgel wird vor allem äußerlich für kühlende und hautpflegende Anwendungen genutzt.

Vorsicht: Das klare Blattgel ist äußerlich üblich; der gelbe Blattlatex wirkt stark abführend und ist für Selbstanwendung deutlich heikler.

Merksatz: Das Lernbild von Aloe vera: fleischige gezähnte Blätter in Rosette mit gelhaltigem Inneren.

8 – Angelika

Lateinischer Name: Angelica archangelica

Erkennungsmerkmale: Kräftige Doldenblütlerin mit hohlem Stängel, großen geteilten Blättern und kugeligen grünlichen Dolden; stark aromatisch.

Standort und Boden: Feuchte Wiesen, Bachufer und kühle, nährstoffreiche Böden; oft auch in Gärten kultiviert.

Nutzung / Bedeutung: Wird vor allem als Bitter-, Magen- oder Verdauungspflanze geführt.

Vorsicht: Doldenblütler immer sicher bestimmen; Pflanzensaft kann die Haut lichtempfindlicher machen.

Merksatz: Typisch für Angelika: kräftige Doldenblütlerin mit hohlem Stängel, großen geteilten Blättern und kugeligen grünlichen Dolden.

9 – Anis

Lateinischer Name: Pimpinella anisum

Erkennungsmerkmale: Zarte Doldenblütler-Pflanze mit feinen Blättern und süßlich nach Lakritz riechenden Samen.

Standort und Boden: Warme, sonnige Lagen mit lockeren, eher kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Gewürz und als klassischer Tee für Bauch und Atemwege.

Vorsicht: Ätherisches Öl nur sparsam einsetzen; bei Säuglingen keine konzentrierten Zubereitungen.

Merksatz: Anis merkt man sich über zarte Doldenblütler-Pflanze mit feinen Blättern und süßlich nach Lakritz riechenden Samen.

10 – Apfelbaum

Lateinischer Name: Malus domestica

Erkennungsmerkmale: Ovale gesägte Blätter, weiß-rosige Frühlingsblüten und typische Kernfrüchte.

Standort und Boden: Sonnige Obstlagen auf tiefgründigen, frischen und gut durchlüfteten Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frischobst, Saft, Mus, Dörrfrucht und vielseitiges Lagerobst.

Vorsicht: Kerne nicht in größeren Mengen zerkauen oder verzehren.

Merksatz: Bei Apfelbaum zuerst an ovale gesägte Blätter, weiß-rosige Frühlingsblüten und typische Kernfrüchte denken.

11 – Aprikose

Lateinischer Name: Prunus armeniaca

Erkennungsmerkmale: Früh blühender Obstbaum mit rosa Blüten und samtigen orangefarbenen Steinfrüchten.

Standort und Boden: Warme, geschützte Obstlagen auf lockeren, eher kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frischobst, Trockenfrucht, Konfitüre und Kernöl in Spezialprodukten.

Vorsicht: Kerne enthalten Amygdalin und gehören nicht in größere Verzehrmengen.

Merksatz: Das Lernbild von Aprikose: früh blühender Obstbaum mit rosa Blüten und samtigen orangefarbenen Steinfrüchten.

12 – Arnika

Lateinischer Name: Arnica montana

Erkennungsmerkmale: Gelbe Korbblüte, bodennahe Rosette und typische Bergwiesenstandorte.

Standort und Boden: Magere Bergwiesen und saure, nährstoffarme Böden.

Nutzung / Bedeutung: Äußerlich bei Prellungen und stumpfen Verletzungen in Salben, Gels oder Tinkturen.

Vorsicht: Nur äußerlich und nicht aus geschützten Wildbeständen verwenden.

Merksatz: Typisch für Arnika: gelbe Korbblüte, bodennahe Rosette und typische Bergwiesenstandorte.

13 – Artischocke

Lateinischer Name: Cynara cardunculus var. scolymus

Erkennungsmerkmale: Große silbrig-grüne Distelblätter und fleischige Blütenknospen, die als Gemüse geerntet werden.

Standort und Boden: Warme, sonnige und gut drainierte Böden; eher mediterrane Kulturansprüche.

Nutzung / Bedeutung: Gemüse und zugleich Bitterpflanze für Verdauung sowie Leber-Galle-Bereich.

Vorsicht: Nicht bei Gallenwegsverschluss; Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Artischocke merkt man sich über große silbrig-grüne Distelblätter und fleischige Blütenknospen, die als Gemüse geerntet werden.

14 – Avocado

Lateinischer Name: Persea americana

Erkennungsmerkmale: Immergrüner Baum mit ledrigen Blättern und birnenförmigen, ölreichen Früchten.

Standort und Boden: Tropisch bis subtropisch, warm und frostfrei; fruchtbare, gut drainierte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Die ölreiche Frucht ist ein Lebensmittel und Rohstoff für Speise- und Kosmetiköl.

Vorsicht: Blätter und Kern sind keine harmlose Küchenzutat; für Haustiere kann die Pflanze problematisch sein.

Merksatz: Bei Avocado zuerst an immergrüner Baum mit ledrigen Blättern und birnenförmigen, ölreichen Früchten denken.

15 – Bärentraube

Lateinischer Name: Arctostaphylos uva-ursi

Erkennungsmerkmale: Niedriger, immergrüner Zwergstrauch mit ledrigen Blättern und roten Beeren.

Standort und Boden: Karge, saure Heiden und trockene Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem die Blätter wurden traditionell in standardisierten Harnwegsmischungen genutzt; zugleich ist die Pflanze ein typischer Heide- und Moorstrauch.

Vorsicht: Arbutinreiche Blätter nur kurweise und nicht für Kinder, Schwangerschaft oder lange Selbstbehandlung.

Merksatz: Das Lernbild von Bärentraube: niedriger, immergrüner Zwergstrauch mit ledrigen Blättern und roten Beeren.

16 – Bärlauch

Lateinischer Name: Allium ursinum

Erkennungsmerkmale: Breite glänzende Blätter, weiße Sternblüten und deutlicher Knoblauchgeruch.

Standort und Boden: Feuchte Laubwälder mit humusreichen kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frisch als Küchenpflanze für Pesto, Quark, Suppe und Frühlingsgerichte.

Vorsicht: Nur sammeln, wenn die Verwechslung mit Maiglöckchen, Aronstab und Herbstzeitlose sicher ausgeschlossen ist.

Merksatz: Typisch für Bärlauch: breite glänzende Blätter, weiße Sternblüten und deutlicher Knoblauchgeruch.

17 – Baldrian

Lateinischer Name: Valeriana officinalis

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter, lockere rosaweiße Blütenstände und eine auffällig riechende Wurzel.

Standort und Boden: Feuchte Wiesen, Ufer, lichte Gebüsche und humose Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als beruhigende Wurzel für Abendtees und Schlafpräparate.

Vorsicht: Nicht dauerhaft hoch dosieren; kann tagsüber müde machen.

Merksatz: Baldrian merkt man sich über gefiederte Blätter, lockere rosaweiße Blütenstände und eine auffällig riechende Wurzel.

18 – Basilikum

Lateinischer Name: Ocimum basilicum

Erkennungsmerkmale: Vierkantiger Stängel, glänzende gegenständige Blätter und süß-würziger Duft.

Standort und Boden: Warm, sonnig, nährstoffreich und frostfrei; empfindlich gegen Staunässe.

Nutzung / Bedeutung: Klassisches Würz- und Duftpflanze für Küche, Tee oder Aromamischungen.

Vorsicht: Kälte und Nässe mindern Qualität; ätherisches Öl nicht hoch dosieren.

Merksatz: Bei Basilikum zuerst an vierkantiger Stängel, glänzende gegenständige Blätter und süß-würziger Duft denken.

19 – Beifuß

Lateinischer Name: Artemisia vulgaris

Erkennungsmerkmale: Rötlicher kantiger Stängel, tief geteilte Blätter mit heller Unterseite und kleine bräunlichgelbe Blütenköpfchen.

Standort und Boden: Wegränder, Schuttplätze und Brachflächen auf eher trockenen, nährstoffreichen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für schwere Speisen und traditionell als Bitterkraut.

Vorsicht: Thujonhaltig; in Schwangerschaft und bei hoher Dosierung ungeeignet.

Merksatz: Das Lernbild von Beifuß: rötlicher kantiger Stängel, tief geteilte Blätter mit heller Unterseite und kleine bräunlichgelbe Blütenköpfchen.

20 – Beinwell

Lateinischer Name: Symphytum officinale

Erkennungsmerkmale: Rau behaarte Blätter, hängende glockenartige Blüten und dunkle Pfahlwurzel.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Äußerlich in Salben und Umschlägen bei beanspruchten Muskeln und Gelenken.

Vorsicht: Nur äußerlich anwenden und nicht auf offene Wunden.

Merksatz: Typisch für Beinwell: rau behaarte Blätter, hängende glockenartige Blüten und dunkle Pfahlwurzel.

21 – Besenginster

Lateinischer Name: Cytisus scoparius

Erkennungsmerkmale: Grüne kantige Ruten, wenige kleine Blätter und leuchtend gelbe Schmetterlingsblüten.

Standort und Boden: Sonnige Heiden, Böschungen und magere Sandböden.

Nutzung / Bedeutung: Heute vor allem Natur- und Zierstrauch; medizinisch wegen der Alkaloide kein Hausmittel.

Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind giftig; keine Selbstmedikation.

Merksatz: Besenginster merkt man sich über grüne kantige Ruten, wenige kleine Blätter und leuchtend gelbe Schmetterlingsblüten.

22 – Birke

Lateinischer Name: Betula pendula

Erkennungsmerkmale: Weiße papierartige Rinde, hängende Zweige und dreieckige Blätter.

Standort und Boden: Lichtliebender Pionierbaum auf sandigen, moorigen bis frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blätter und Saft traditionell für Frühjahrskuren und harnwegsbezogene Anwendungen.

Vorsicht: Blätter nur kurweise nutzen; Birkenpollen sind stark allergen.

Merksatz: Bei Birke zuerst an weiße papierartige Rinde, hängende Zweige und dreieckige Blätter denken.

23 – Birnbaum

Lateinischer Name: Pyrus communis

Erkennungsmerkmale: Glänzende eiförmige Blätter und typische birnenförmige Früchte.

Standort und Boden: Warme, sonnige Lagen mit tiefgründigen humosen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Saftige Tafelbirne, Dörrfrucht, Most und klassisches Lagerobst.

Vorsicht: Kerne nur in kleinen Mengen; Früchte bei empfindlichem Darm eher reif essen.

Merksatz: Das Lernbild von Birnbaum: glänzende eiförmige Blätter und typische birnenförmige Früchte.

24 – Blauer Eisenhut

Lateinischer Name: Aconitum napellus

Erkennungsmerkmale: Helmförmige blaue Blüten und tief eingeschnittene Blätter.

Standort und Boden: Feuchte Bergwiesen, Bachränder und kühle humose Böden.

Nutzung / Bedeutung: Botanisch bedeutsame Giftpflanze; medizinische Nutzung nur fachlich kontrolliert und nicht im Hausgebrauch.

Vorsicht: Eine der giftigsten europäischen Pflanzen; niemals als Hausmittel verwenden.

Merksatz: Blauer Eisenhut = auffällig helmförmig und hochgiftig.

25 – Bockshornklee

Lateinischer Name: Trigonella foenum-graecum

Erkennungsmerkmale: Dreizählige Blätter, gelbliche Schmetterlingsblüten und kantige Hülsen mit braunen Samen.

Standort und Boden: Sonnig, warm und eher kalkhaltig auf lockeren Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Gewürz, Keimling und traditionell für Appetit, Stoffwechsel und Verdauung bekannt.

Vorsicht: Hohe Dosen reizen den Magen; in Schwangerschaft nur nach fachlicher Rücksprache.

Merksatz: Bockshornklee merkt man sich über dreizählige Blätter, gelbliche Schmetterlingsblüten und kantige Hülsen mit braunen Samen.

26 – Borretsch

Lateinischer Name: Borago officinalis

Erkennungsmerkmale: Raue behaarte Blätter und himmelblaue Sternblüten.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, feucht und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Frisch als Gurkenkraut verwendet; Samenöl spielt vor allem äußerlich eine Rolle.

Vorsicht: Nur sparsam essen; enthält Pyrrolizidinalkaloide.

Merksatz: Bei Borretsch zuerst an raue behaarte Blätter und himmelblaue Sternblüten denken.

27 – Breitwegerich

Lateinischer Name: Plantago major

Erkennungsmerkmale: Breite bodennahe Blätter mit deutlichen Längsnerven und langen unscheinbaren Ähren.

Standort und Boden: Wege, Wiesen und Trittstellen auf verdichteten, frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem äußerlich für Haut, kleine Reizungen oder stumpfe Beschwerden genutzt.

Vorsicht: Nur saubere Blätter verwenden; bei stärkeren Beschwerden nicht allein auf Hausmittel setzen.

Merksatz: Das Lernbild von Breitwegerich: breite bodennahe Blätter mit deutlichen Längsnerven und langen unscheinbaren Ähren.

28 – Brennnessel

Lateinischer Name: Urtica dioica

Erkennungsmerkmale: Gezähnte gegenständige Blätter mit Brennhaaren und grünliche Blütenstände.

Standort und Boden: Stickstoffreiche Böden an Zäunen, Ufern, Gärten und Säumen.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter als Wildgemüse und Tee; traditionell auch für Harnwege und Stoffwechsel.

Vorsicht: Frische Pflanzen brennen; konzentrierte Produkte nicht gedankenlos einsetzen.

Merksatz: Typisch für Brennnessel: gezähnte gegenständige Blätter mit Brennhaaren und grünliche Blütenstände.

29 – Brombeere

Lateinischer Name: Rubus fruticosus

Erkennungsmerkmale: Bogige stachelige Ruten, weiße bis rosige Blüten und schwarze Sammelsteinfrüchte.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Früchte als Obst und Vorrat, Blätter wegen ihrer Gerbstoffe traditionell für milden Tee genutzt.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Brombeere merkt man sich über hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

30 – Brunelle (Kleine Braunelle)

Lateinischer Name: Prunella vulgaris

Erkennungsmerkmale: Kriechendes Kraut mit gegenständigen Blättern und dichten violettblauen Blütenköpfchen.

Standort und Boden: Wiesen, Rasen und Wegränder auf frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Kleine Braunelle wurde traditionell für Mund, Hals und kleinere Hautreizungen genutzt.

Vorsicht: Nur sicher bestimmte Bestände sammeln.

Merksatz: Bei Brunelle (Kleine Braunelle) zuerst an kriechendes Kraut mit gegenständigen Blättern und dichten violettblauen Blütenköpfchen denken.

31 – Brunnenkresse

Lateinischer Name: Nasturtium officinale

Erkennungsmerkmale: Saftige grüne Blätter, weißliche Blüten und Vorkommen an sauberem Fließwasser.

Standort und Boden: Saubere Quellen, Bäche und flaches fließendes Wasser.

Nutzung / Bedeutung: Vitaminreiches Wildgrün für Frühjahr und Küche.

Vorsicht: Nur aus hygienisch sicheren Gewässern ernten.

Merksatz: Das Lernbild von Brunnenkresse: saftige grüne Blätter, weißliche Blüten und Vorkommen an sauberem Fließwasser.

32 – Buchsbaum

Lateinischer Name: Buxus sempervirens

Erkennungsmerkmale: Dicht verzweigter immergrüner Strauch mit kleinen ledrigen Blättern.

Standort und Boden: Warme, kalkreiche Gärten, Hecken und lichte Gehölzränder.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Ziergehölz und Lernpflanze für die Gehölzbestimmung.

Vorsicht: Alle Pflanzenteile sind giftig; nicht medizinisch nutzen.

Merksatz: Buchsbaum bleibt als immergrüner, aber giftiger Heckenstrauch im Gedächtnis.

33 – Buchweizen

Lateinischer Name: Fagopyrum esculentum

Erkennungsmerkmale: Herzförmige Blätter, rötliche Stängel und dreikantige Samen.

Standort und Boden: Sonnig, eher mager sowie sandig bis lehmig.

Nutzung / Bedeutung: Glutenfreies Korn für Mehl, Grütze und Pfannkuchen; das Kraut wird teils für venenbezogene Tees genutzt.

Vorsicht: Krautreiche Produkte können bei empfindlichen Personen photosensibilisieren; als Korn selbst glutenfrei.

Merksatz: Buchweizen merkt man sich über herzförmige Blätter, rötliche Stängel und dreikantige Samen.

34 – Chili

Lateinischer Name: Capsicum annuum

Erkennungsmerkmale: Weiße Sternblüten und farbige, je nach Sorte sehr scharfe Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, nährstoffreich und windgeschützt.

Nutzung / Bedeutung: Die Früchte dienen als Gewürz, Gemüse und als stark wärmender Reizstoff.

Vorsicht: Capsaicin reizt Haut, Augen und Schleimhäute.

Merksatz: Bei Chili zuerst an weiße Sternblüten und farbige, je nach Sorte sehr scharfe Früchte denken.

35 – Currykraut

Lateinischer Name: Helichrysum italicum

Erkennungsmerkmale: Silbrig-filzige schmale Blätter und intensiver Curryduft.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Gewürz- und Duftpflanze; das ätherische Öl wird eher in der Pflege verwendet.

Vorsicht: Nicht mit Currypulver verwechseln; Öl nur sparsam einsetzen.

Merksatz: Das Lernbild von Currykraut: silbrig-filzige schmale Blätter und intensiver Curryduft.

36 – Dill

Lateinischer Name: Anethum graveolens

Erkennungsmerkmale: Feinfiedrige Blätter, hohe Stängel und große gelbe Dolden.

Standort und Boden: Sonnig, locker, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Samen oder Kraut dienen als Gewürz und häufig auch als Teegrundlage für die Verdauung.

Vorsicht: Samenöl nicht hoch dosieren; Doldenblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Typisch für Dill: feinfiedrige Blätter, hohe Stängel und große gelbe Dolden.

37 – Eberesche (Vogelbeere)

Lateinischer Name: Sorbus aucuparia

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter und dichte Fruchtstände mit orange-roten Beeren.

Standort und Boden: Anspruchsloser Baum sonniger bis halbschattiger Lagen, auch in rauem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Früchte werden zu Gelee, Mus, Saft oder Likör verarbeitet; der Baum ist zudem wertvoll für Vögel.

Vorsicht: Früchte roh nur nach Frost oder besser verarbeitet verzehren.

Merksatz: Eberesche (Vogelbeere) merkt man sich über gefiederte Blätter und dichte Fruchtstände mit orange-roten Beeren.

38 – Echter Kümmel

Lateinischer Name: Carum carvi

Erkennungsmerkmale: Fein gefiederte Blätter und gebogene, stark aromatische Samen.

Standort und Boden: Wiesen, Äcker und Gärten auf lockeren lehmig-sandigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samen als Gewürz und klassischer Bauchtee.

Vorsicht: Ätherisches Öl nicht pur anwenden.

Merksatz: Bei Echter Kümmel zuerst an fein gefiederte Blätter und gebogene, stark aromatische Samen denken.

39 – Efeu

Lateinischer Name: Hedera helix

Erkennungsmerkmale: Immergrüne gelappte Blätter und kletternder Wuchs mit Haftwurzeln.

Standort und Boden: Wälder, Mauern, Hecken und schattige bis halbschattige Standorte.

Nutzung / Bedeutung: In standardisierten Präparaten als Hustendroge bekannt; sonst vor allem Zier- und Kletterpflanze.

Vorsicht: Beeren und Pflanzensaft sind giftig bis reizend; freie Selbstanwendung vermeiden.

Merksatz: Efeu = Kletterpflanze mit Haftwurzeln und giftigen Beeren.

40 – Ehrenpreis

Lateinischer Name: Veronica officinalis

Erkennungsmerkmale: Kleines kriechendes Kraut mit behaarten Blättern und blauvioletten Blütenähren.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Kraut traditionell in milden Husten- und Stoffwechseltees verwendet.

Vorsicht: Die Wirkung ist eher mild; nur sauber getrocknet oder frisch verarbeitet verwenden.

Merksatz: Typisch für Ehrenpreis: kleines kriechendes Kraut mit behaarten Blättern und blauvioletten Blütenähren.

41 – Eibe

Lateinischer Name: Taxus baccata

Erkennungsmerkmale: Flache dunkle Nadeln und rote Scheinbeeren ohne Zapfen.

Standort und Boden: Schattige bis halbschattige kalkreichere Wälder und Gärten.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Lerngehölz; medizinisch relevant nur in spezialisierten Arzneistoffen.

Vorsicht: Bis auf den roten Samenmantel sind alle Teile stark giftig.

Merksatz: Eibe = rote Scheinbeere, aber hochgiftiger Same.

42 – Eibisch

Lateinischer Name: Althaea officinalis

Erkennungsmerkmale: Filzige Blätter, blassrosa Blüten und schleimstoffreiche Wurzel.

Standort und Boden: Feuchte, nährstoffreiche Böden in Gärten, an Ufern und auf sonnigen bis halbschattigen Plätzen.

Nutzung / Bedeutung: Schleimstoffpflanze für Hals, Husten und gereizte Schleimhäute.

Vorsicht: Schleimstoffe zeitversetzt zu Medikamenten einnehmen.

Merksatz: Bei Eibisch zuerst an filzige Blätter, blassrosa Blüten und schleimstoffreiche Wurzel denken.

43 – Eisbergsalat

Lateinischer Name: Lactuca sativa var. capitata

Erkennungsmerkmale: Fester knackiger Salatkopf mit hellgrünen bis blassgrünen Blättern.

Standort und Boden: Kühl bis mäßig warm, humos und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Knackige Blätter für Salat, Burger und kalte Küche.

Vorsicht: Schnell verbrauchen und gründlich waschen.

Merksatz: Das Lernbild von Eisbergsalat: fester knackiger Salatkopf mit hellgrünen bis blassgrünen Blättern.

44 – Estragon

Lateinischer Name: Artemisia dracunculus

Erkennungsmerkmale: Schmale aromatische Blätter und fein verzweigter Wuchs.

Standort und Boden: Sonnig, warm, locker und nicht zu nass.

Nutzung / Bedeutung: Würzkraut für Essig, Senf, Fisch und Geflügel; medizinisch eher untergeordnet.

Vorsicht: Französischer Estragon ist aromatischer; hoch dosiertes Öl nicht verwenden.

Merksatz: Typisch für Estragon: schmale aromatische Blätter und fein verzweigter Wuchs.

45 – Eukalyptus

Lateinischer Name: Eucalyptus globulus

Erkennungsmerkmale: Glatte sich schälende Borke und stark cineolhaltiger Duft.

Standort und Boden: Warme subtropische bis tropische Regionen; sonnig und gut drainiert.

Nutzung / Bedeutung: Blätter liefern cineolreiches Öl für Inhalation und Einreibung; das Holz ist außerdem ein wichtiger Rohstoff.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Eukalyptus merkt man sich über glatte sich schälende Borke und stark cineolhaltiger Duft.

46 – Fenchel

Lateinischer Name: Foeniculum vulgare

Erkennungsmerkmale: Fein fiedrige Blätter, gelbe Dolden und süßlich-anisartiger Duft.

Standort und Boden: Sonnige, warme und tiefgründige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Knolle als Gemüse, Samen als Tee gegen Blähungen und Husten.

Vorsicht: Samen und Öl bei Doldenblütler-Allergie und für Säuglinge nur sachgerecht und verdünnt verwenden.

Merksatz: Bei Fenchel zuerst an fein fiedrige Blätter, gelbe Dolden und süßlich-anisartiger Duft denken.

47 – Fichte

Lateinischer Name: Picea abies

Erkennungsmerkmale: Spitze rundum stehende Nadeln und hängende Zapfen.

Standort und Boden: Kühle, eher feuchte Standorte und montane Wälder.

Nutzung / Bedeutung: Junge Triebe und Harz traditionell für Hustensirup, Bäder und Salben.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Das Lernbild von Fichte: spitze rundum stehende Nadeln und hängende Zapfen.

48 – Flieder

Lateinischer Name: Syringa vulgaris

Erkennungsmerkmale: Herzförmige Blätter und stark duftende violette oder weiße Blütenrispen.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, kalkhaltig und gut durchlässig.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Duftpflanze; medizinisch heute nur noch nebensächlich.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Typisch für Flieder: herzförmige Blätter und stark duftende violette oder weiße Blütenrispen.

49 – Frauenmantel

Lateinischer Name: Alchemilla vulgaris

Erkennungsmerkmale: Rundlich gefaltete Blätter, in deren Mitte oft Tautropfen stehen bleiben, und unscheinbare gelbgrüne Blüten.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Gerbstoffreiche Zubereitungen nicht dauerhaft hoch dosieren; Korbblütler-Allergien beachten.

Merksatz: Frauenmantel merkt man sich über rundlich gefaltete Blätter, in deren Mitte oft Tautropfen stehen bleiben, und unscheinbare gelbgrüne Blüten.

50 – Gänseblümchen

Lateinischer Name: Bellis perennis

Erkennungsmerkmale: Bodennaher Blattschopf und einzelne weiß-gelbe Blütenköpfe.

Standort und Boden: Rasen, Wiesen und Weiden auf eher verdichteten Böden.

Nutzung / Bedeutung: Essbare Blüten und mildes Heilkraut für Tee, Salat und kleine Hausanwendungen.

Vorsicht: Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Bei Gänseblümchen zuerst an bodennaher Blattschopf und einzelne weiß-gelbe Blütenköpfe denken.

51 – Gänsefingerkraut

Lateinischer Name: Potentilla anserina

Erkennungsmerkmale: Kriechendes Kraut mit gefiederten Blättern, silbriger Blattunterseite und gelben fünfzähligen Blüten.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell bei Krämpfen, Durchfall und für Sitzbäder genutzt.

Vorsicht: Gerbstoffreich; nicht dauerhaft in großen Mengen anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Gänsefingerkraut: kriechendes Kraut mit gefiederten Blättern, silbriger Blattunterseite und gelben fünfzähligen Blüten.

52 – Gänsefuß

Lateinischer Name: Chenopodium album

Erkennungsmerkmale: Mehlig bereifte, dreieckige bis rhombische Blätter und unscheinbare grüne Blütenstände.

Standort und Boden: Äcker, Gärten und Schuttstellen mit stickstoffreichen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter als Spinatersatz, Samen als Pseudogetreide.

Vorsicht: Oxalsäurereich und nur von sauberen Standorten sammeln.

Merksatz: Typisch für Gänsefuß: mehlig bereifte, dreieckige bis rhombische Blätter und unscheinbare grüne Blütenstände.

53 – Gartenkürbis

Lateinischer Name: Cucurbita pepo

Erkennungsmerkmale: Große raue Blätter, gelbe Trichterblüten und je nach Sorte große Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, humos sowie nährstoff- und wasserreich.

Nutzung / Bedeutung: Fruchtfleisch, Kerne und teils Blüten spielen in Küche und Ölgewinnung eine Rolle.

Vorsicht: Bitter schmeckende Früchte nicht essen.

Merksatz: Gartenkürbis merkt man sich über große raue Blätter, gelbe Trichterblüten und je nach Sorte große Früchte.

54 – Gerste

Lateinischer Name: Hordeum vulgare

Erkennungsmerkmale: Ährengetreide mit langen Grannen und aufrechtem Halm.

Standort und Boden: Sonnig, Feldkultur auf eher trockeneren bis frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Getreide für Malz, Flocken, Tierfutter und verschiedene Lebensmittel.

Vorsicht: Glutenhaltig.

Merksatz: Bei Gerste zuerst an ährengetreide mit langen Grannen und aufrechtem Halm denken.

55 – Gewürznelke

Lateinischer Name: Syzygium aromaticum

Erkennungsmerkmale: Verwendet werden getrocknete, braune Blütenknospen eines tropischen Baums.

Standort und Boden: Feucht-tropische, frostfreie Regionen; fruchtbare, gleichmäßig feuchte und gut drainierte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet werden die ungeöffneten Blütenknospen; sie sind Gewürz, Aromadroge und klassischer Bestandteil in Zahn- und Erkältungsmischungen.

Vorsicht: Nelkenöl ist sehr stark und gehört nur verdünnt auf Haut oder Schleimhaut.

Merksatz: Gewürznelken sind getrocknete Blütenknospen, nicht Samen.

56 – Giersch

Lateinischer Name: Aegopodium podagraria

Erkennungsmerkmale: Dreigeteilte Blätter, weiße Dolden und starker Ausbreitungsdrang.

Standort und Boden: Halbschattige Gärten, Gebüsche und Laubwälder auf nährstoffreichen frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wildgemüse für Pesto, Suppen und Frühlingsküche.

Vorsicht: Nur sicher von anderen Doldenblütlern unterscheiden.

Merksatz: Typisch für Giersch: dreigeteilte Blätter, weiße Dolden und starker Ausbreitungsdrang.

57 – Ginkgo

Lateinischer Name: Ginkgo biloba

Erkennungsmerkmale: Fächerförmige Blätter mit oft zweilappiger Spitze.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, stadtklimafest und auf vielen Böden kultivierbar.

Nutzung / Bedeutung: Blätter werden in standardisierten Präparaten verwendet; der Baum ist außerdem ein robuster Stadtbaum.

Vorsicht: Ginkgo kann die Blutgerinnung beeinflussen; vor Operationen und bei Antikoagulanzien Rücksprache halten.

Merksatz: Ginkgo merkt man sich über fächerförmige Blätter mit oft zweilappiger Spitze.

58 – Glockenblume

Lateinischer Name: Campanula rotundifolia

Erkennungsmerkmale: Zierliche Staude mit schmalen Stängeln und nickenden blauvioletten Glocken.

Standort und Boden: Trockenrasen, Magerwiesen und felsige Hänge auf eher nährstoffarmen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Insektenpflanze; medizinisch nur von geringer Bedeutung.

Vorsicht: Wildbestände schonen und nicht unnötig ausgraben.

Merksatz: Bei Glockenblume zuerst an zierliche Staude mit schmalen Stängeln und nickenden blauvioletten Glocken denken.

59 – Goldmelisse

Lateinischer Name: Monarda didyma

Erkennungsmerkmale: Aromatische Blätter und rote bis purpurfarbene Blütenköpfe.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, frisch und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Duft- und Teepflanze, zugleich wertvolle Bienenweide.

Vorsicht: Bei Mehltau luftig kultivieren; nicht mit Zitronenmelisse verwechseln.

Merksatz: Das Lernbild von Goldmelisse: aromatische Blätter und rote bis purpurfarbene Blütenköpfe.

60 – Goldrute

Lateinischer Name: Solidago virgaurea

Erkennungsmerkmale: Aufrechte Staude mit vielen kleinen gelben Blüten in lockeren Rispen.

Standort und Boden: Trockene Hänge, Säume und lichte Wälder; sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Teepflanze zur Durchspülung der Harnwege.

Vorsicht: Nicht bei Herz- oder Nierenödemen anwenden.

Merksatz: Typisch für Goldrute: aufrechte Staude mit vielen kleinen gelben Blüten in lockeren Rispen.

61 – Große Klette

Lateinischer Name: Arctium lappa

Erkennungsmerkmale: Sehr große Blätter und hakige purpurfarbene Blütenköpfe, die leicht hängen bleiben.

Standort und Boden: Wegränder, Schuttplätze, Ufer und andere nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wurzel traditionell für Haut und Stoffwechsel; in Asien auch als Gemüse bekannt.

Vorsicht: Tiefwurzel schwer zu ernten; Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Große Klette merkt man sich über sehr große Blätter und hakige purpurfarbene Blütenköpfe, die leicht hängen bleiben.

62 – Gundelrebe

Lateinischer Name: Glechoma hederacea

Erkennungsmerkmale: Kriechende Lippenblütlerin mit rundlich gekerbten Blättern und kleinen violetten Blüten.

Standort und Boden: Halbschattige Gärten, Hecken und frische Wiesenböden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatisches Wildkraut für kleine Mengen in Salat, Kräuterbutter oder Tee.

Vorsicht: Nur saubere Bestände und kleine Mengen verwenden.

Merksatz: Bei Gundelrebe zuerst an kriechende Lippenblütlerin mit rundlich gekerbten Blättern und kleinen violetten Blüten denken.

63 – Habichtskraut

Lateinischer Name: Hieracium pilosella

Erkennungsmerkmale: Rosette aus graufilzigen Blättern und einzelner gelber Blütenkorb auf langem Stängel.

Standort und Boden: Trockenrasen, sandige Säume und lichte Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Volksmedizinisch bei Durchfall und milden Atemwegsbeschwerden erwähnt.

Vorsicht: Nur maßvoll sammeln; die Wirkung gilt als eher mild.

Merksatz: Das Lernbild von Habichtskraut: rosette aus graufilzigen Blättern und einzelner gelber Blütenkorb auf langem Stängel.

64 – Hafer

Lateinischer Name: Avena sativa

Erkennungsmerkmale: Lockere hängende Rispen statt dichter Ähren.

Standort und Boden: Gemäßigte Lagen auf frischen sandig-lehmigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Flocken, Brei, Grünhafer und Haferstrohbad sind die typischen Anwendungsformen.

Vorsicht: Bei Glutenfragen nur ausdrücklich glutenfrei gekennzeichnete Produkte nutzen.

Merksatz: Typisch für Hafer: lockere hängende Rispen statt dichter Ähren.

65 – Hagebutte

Lateinischer Name: Rosa canina

Erkennungsmerkmale: Dornenstrauch mit rosa Blüten und später roten Hagebutten.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Früchte für Tee, Mus, Marmelade und vitaminreiche Wintervorräte.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Hagebutte merkt man sich über dornenstrauch mit rosa Blüten und später roten Hagebutten.

66 – Hasel

Lateinischer Name: Corylus avellana

Erkennungsmerkmale: Mehrstämmiger Strauch mit runden gesägten Blättern, Kätzchen und Nüssen.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder, sonnig bis halbschattig, auf frischen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Nüsse als Lebensmittel, Öl- und Vorratsfrucht; auch als Hecken- und Wildstrauch wichtig.

Vorsicht: Haselpollen gehören zu den starken Frühblüher-Allergenen.

Merksatz: Bei Hasel zuerst an mehrstämmiger Strauch mit runden gesägten Blättern, Kätzchen und Nüssen denken.

67 – Heidelbeere

Lateinischer Name: Vaccinium myrtillus

Erkennungsmerkmale: Niedriger Strauch mit kantigen grünen Trieben und bläulich bereiften Beeren.

Standort und Boden: Saure humose Waldböden in Nadel- und Mischwäldern.

Nutzung / Bedeutung: Früchte als Waldobst, Mus oder Saft; Blätter nur zurückhaltend für Tee.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Das Lernbild von Heidelbeere: hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

68 – Heiligenkraut

Lateinischer Name: Santolina chamaecyparissus

Erkennungsmerkmale: Silbrig grauer Halbstrauch mit fein geteilten Blättern und gelben Knopfblüten.

Standort und Boden: Sonnig, trocken und kalkreich; typisch mediterrane Kultur.

Nutzung / Bedeutung: Duft- und Mottenkraut, traditionell auch bei Verdauungsbeschwerden.

Vorsicht: Ätherisch stark; nicht in Schwangerschaft verwenden.

Merksatz: Typisch für Heiligenkraut: silbrig grauer Halbstrauch mit fein geteilten Blättern und gelben Knopfblüten.

69 – Heilziest

Lateinischer Name: Stachys officinalis

Erkennungsmerkmale: Aufrechte Staude mit behaarten Blättern und violettrosa Blütenähren.

Standort und Boden: Magere Wiesen, lichte Wälder und Heiden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell für Kopf, Verdauung und Erkältung eingesetzt.

Vorsicht: Nicht hoch dosieren; die Pflanze ist heute eher eine Spezialität.

Merksatz: Heilziest merkt man sich über aufrechte Staude mit behaarten Blättern und violettrosa Blütenähren.

70 – Herzgespann

Lateinischer Name: Leonurus cardiaca

Erkennungsmerkmale: Vierkantiger behaarter Stängel, tief gelappte Blätter und blassrosa Blütenquirle.

Standort und Boden: Wegränder, Schuttplätze und nährstoffreiche Ruderalflächen.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell als herz- und nervenberuhigendes Kraut geführt.

Vorsicht: Nicht in der Schwangerschaft verwenden.

Merksatz: Bei Herzgespann zuerst an vierkantiger behaarter Stängel, tief gelappte Blätter und blassrosa Blütenquirle denken.

71 – Hibiskus

Lateinischer Name: Hibiscus sabdariffa

Erkennungsmerkmale: Große auffällige Blüten; bei Hibiscus sabdariffa sind die roten fleischigen Kelche für Tee wichtig.

Standort und Boden: Warme frostfreie Kultur; sonnig, nährstoffreich und geschützt.

Nutzung / Bedeutung: Als Teepflanze werden meist die roten, fleischigen Kelche von Hibiscus sabdariffa verwendet.

Vorsicht: Säure bei empfindlichem Magen beachten.

Merksatz: Das Lernbild von Hibiskus: große auffällige Blüten.

72 – Himbeere

Lateinischer Name: Rubus idaeus

Erkennungsmerkmale: Weiche bestachelte Ruten, weiße Blüten und rote Früchte, die sich leicht vom Zapfen lösen.

Standort und Boden: Waldränder, Gärten und humose lockere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Blättertee in Schwangerschaft erst gegen Ende und nicht übertreiben.

Merksatz: Typisch für Himbeere: weiche bestachelte Ruten, weiße Blüten und rote Früchte, die sich leicht vom Zapfen lösen.

73 – Hirtentäschel

Lateinischer Name: Capsella bursa-pastoris

Erkennungsmerkmale: Rosettenblätter und kleine weiße Blüten; charakteristisch sind die herz- bis dreiecksförmigen Schötchen.

Standort und Boden: Wege, Äcker, Gärten und offene gestörte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell vor allem im Bereich Harnwege und Spültees eingeordnet.

Vorsicht: In Schwangerschaft nur fachlich begleitet verwenden.

Merksatz: Hirtentäschel merkt man sich über rosettenblätter und kleine weiße Blüten.

74 – Hopfen

Lateinischer Name: Humulus lupulus

Erkennungsmerkmale: Rankende Pflanze mit rauen Trieben und zapfenartigen weiblichen Blütenständen.

Standort und Boden: Feuchte Gebüsche, Auwälder, Zäune und Hopfengärten.

Nutzung / Bedeutung: Bitterstoffpflanze für Bier und beruhigende Teemischungen.

Vorsicht: Sedierend; frischer Hopfen kann die Haut reizen.

Merksatz: Bei Hopfen zuerst an rankende Pflanze mit rauen Trieben und zapfenartigen weiblichen Blütenständen denken.

75 – Huflattich

Lateinischer Name: Tussilago farfara

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten vor dem Laubaustrieb, danach große herzförmige Blätter.

Standort und Boden: Lehmige Böschungen, Kiesgruben, Wegränder und andere Pionierstandorte.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell bei Reizhusten und verschleimten Atemwegen genutzt.

Vorsicht: Nur kurzzeitig und nicht als Daueranwendung.

Merksatz: Das Lernbild von Huflattich: gelbe Blüten vor dem Laubaustrieb, danach große herzförmige Blätter.

76 – Ingwer

Lateinischer Name: Zingiber officinale

Erkennungsmerkmale: Knolliges aromatisches Rhizom und schilfartige Blätter.

Standort und Boden: Tropisch bis subtropisch, humos, warm und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Würzrhizom für Küche, Tee und bei Übelkeit oder Kältegefühl.

Vorsicht: Bei Gallensteinen und blutverdünnender Medikation maßvoll.

Merksatz: Typisch für Ingwer: knolliges aromatisches Rhizom und schilfartige Blätter.

77 – Isländisch Moos

Lateinischer Name: Cetraria islandica

Erkennungsmerkmale: Merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

Standort und Boden: Magere, saure und kühle Lagen bis in Berg- und Moorgebiete.

Nutzung / Bedeutung: Im Journal eher über naturkundliche Bedeutung, alte traditionelle Nutzung und sichere Erkennung relevant.

Vorsicht: Nicht jede traditionelle Nutzung ist heute sinnvoll; sichere Bestimmung steht vor jeder Anwendung.

Merksatz: Isländisch Moos merkt man sich über merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

78 – Jasmin

Lateinischer Name: Jasminum officinale

Erkennungsmerkmale: Kletternder oder strauchiger Wuchs mit stark duftenden weißen Sternblüten.

Standort und Boden: Warm, sonnig bis halbschattig und geschützt; in Mitteleuropa meist Kübel- oder Wintergartenpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Duft- und Zierpflanze; nur bestimmte Arten werden für Tee aromatisch genutzt.

Vorsicht: Nicht jede Jasminart ist essbar oder für Tee geeignet.

Merksatz: Bei Jasmin zuerst an kletternder oder strauchiger Wuchs mit stark duftenden weißen Sternblüten denken.

79 – Johanniskraut

Lateinischer Name: Hypericum perforatum

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten und punktiert wirkende Blätter mit öligen Drüsen.

Standort und Boden: Trockene Wiesen, Wegränder und sonnige Böschungen.

Nutzung / Bedeutung: Bekannt als Stimmungs- und Nervenpflanze; äußerlich auch als Rotöl.

Vorsicht: Kann die Lichtempfindlichkeit erhöhen und mit Medikamenten wechselwirken.

Merksatz: Das Lernbild von Johanniskraut: gelbe Blüten und punktiert wirkende Blätter mit öligen Drüsen.

80 – Kamille

Lateinischer Name: Matricaria chamomilla

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes Laub, weiße Zungenblüten und hohler gelber Blütenboden.

Standort und Boden: Äcker, Brachen, Wege und sandige nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Breit einsetzbar für Tee, Inhalation, Sitzbad und Hautpflege.

Vorsicht: Korbblütler-Allergie beachten; echte Kamille sicher von ähnlichen Arten unterscheiden.

Merksatz: Typisch für Kamille: fein gefiedertes Laub, weiße Zungenblüten und hohler gelber Blütenboden.

81 – Kapern

Lateinischer Name: Capparis spinosa

Erkennungsmerkmale: Geerntet werden ungeöffnete Blütenknospen eines dornigen Mittelmeerstrauchs.

Standort und Boden: Heiße, trockene und felsige mediterrane Lagen.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet werden die ungeöffneten Blütenknospen; sie werden eingelegt und als würzige Kapern genutzt.

Vorsicht: Eingelegte Kapern sind oft stark salzhaltig.

Merksatz: Kapern merkt man sich über geerntet werden ungeöffnete Blütenknospen eines dornigen Mittelmeerstrauchs.

82 – Kapuzinerkresse

Lateinischer Name: Tropaeolum majus

Erkennungsmerkmale: Runde schildförmige Blätter und leuchtend orange bis rote Blüten.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, Blüten und junge Samen schmecken scharf-würzig; traditionell auch für Atem- und Harnwege genutzt.

Vorsicht: Scharfstoffreich, bei empfindlichem Magen maßvoll.

Merksatz: Bei Kapuzinerkresse zuerst an runde schildförmige Blätter und leuchtend orange bis rote Blüten denken.

83 – Kardamom

Lateinischer Name: Elettaria cardamomum

Erkennungsmerkmale: Gewürzt werden die aromatischen schwarzen Samen in grünen Kapseln einer tropischen Staude.

Standort und Boden: Feuchtwarme tropische Kultur; humoser Boden und geschützter Halbschatten.

Nutzung / Bedeutung: Die Samen in den Kapseln sind ein wertvolles Gewürz für süße und herzhafte Speisen sowie für Teemischungen.

Vorsicht: Konzentrierte ätherische Produkte sparsam einsetzen.

Merksatz: Das Lernbild von Kardamom: gewürzt werden die aromatischen schwarzen Samen in grünen Kapseln einer tropischen Staude.

84 – Kartoffel

Lateinischer Name: Solanum tuberosum

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter, weiße bis violette Sternblüten und unterirdische Knollen.

Standort und Boden: Locker, tiefgründig, humos und sonnig.

Nutzung / Bedeutung: Grundnahrungsmittel, Stärkequelle und klassische Küchenknolle; Kartoffelwickel sind eine einfache Hausanwendung.

Vorsicht: Grüne oder gekeimte Knollen wegen Solanin meiden.

Merksatz: Typisch für Kartoffel: gefiederte Blätter, weiße bis violette Sternblüten und unterirdische Knollen.

85 – Kerbel

Lateinischer Name: Anthriscus cerefolium

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes weiches Laub mit mild anishafter Würze.

Standort und Boden: Halbschattig bis sonnig, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Feines Frühlingskraut für Suppen, Salate und Kräutermischungen.

Vorsicht: Nicht mit giftigen Doldenblütlern verwechseln.

Merksatz: Kerbel merkt man sich über fein gefiedertes weiches Laub mit mild anishafter Würze.

86 – Knoblauch

Lateinischer Name: Allium sativum

Erkennungsmerkmale: Lange flache Blätter, Zwiebelknolle und intensiver Geruch.

Standort und Boden: Sonnig, locker, nährstoffreich und im Reifestadium eher trocken.

Nutzung / Bedeutung: Küchenpflanze mit deutlichem Aroma und traditioneller Bedeutung für Kreislauf und Infektzeit.

Vorsicht: Roh kann er empfindliche Mägen reizen.

Merksatz: Bei Knoblauch zuerst an lange flache Blätter, Zwiebelknolle und intensiver Geruch denken.

87 – Kohl

Lateinischer Name: Brassica oleracea var. capitata

Erkennungsmerkmale: Dichte Köpfe oder große Blattrosetten je nach Sorte.

Standort und Boden: Kühle bis mäßig warme, nährstoff- und wasserreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blatt- und Kopfgemüse, frisch oder fermentiert.

Vorsicht: Kann blähen; rohe Mengen bei empfindlicher Verdauung klein halten.

Merksatz: Das Lernbild von Kohl: dichte Köpfe oder große Blattrosetten je nach Sorte.

88 – Koriander

Lateinischer Name: Coriandrum sativum

Erkennungsmerkmale: Runde Jungblätter, später feinere Blätter und charakteristisch würzige Samen.

Standort und Boden: Sonnig, locker, humos und eher warm.

Nutzung / Bedeutung: Samen oder Kraut dienen als Gewürz und häufig auch als Teegrundlage für die Verdauung.

Vorsicht: Geschmack polarisiert; Blätter und Samen wirken kulinarisch sehr unterschiedlich.

Merksatz: Typisch für Koriander: runde Jungblätter, später feinere Blätter und charakteristisch würzige Samen.

89 – Kornblume

Lateinischer Name: Centaurea cyanus

Erkennungsmerkmale: Leuchtend blaue Blütenköpfe und schmale graugrüne Blätter.

Standort und Boden: Getreidefelder, Säume und magere sonnige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier-, Insekten- und Schmuckdroge; medizinisch nur mild.

Vorsicht: Wildbestände schonen.

Merksatz: Kornblume merkt man sich über leuchtend blaue Blütenköpfe und schmale graugrüne Blätter.

90 – Kornelkirsche

Lateinischer Name: Cornus mas

Erkennungsmerkmale: Gelbe Vorfrühlingsblüten und längliche rote Steinfrüchte.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, kalkliebend, trocken bis frisch.

Nutzung / Bedeutung: Früchte für Marmelade, Saft und Likör; zugleich wertvolles Frühblüher-Gehölz.

Vorsicht: Unreife Früchte sind sehr sauer und stark adstringierend.

Merksatz: Bei Kornelkirsche zuerst an gelbe Vorfrühlingsblüten und längliche rote Steinfrüchte denken.

91 – Kresse

Lateinischer Name: Lepidium sativum

Erkennungsmerkmale: Schnell wachsendes Keim- und Blattgrün mit scharfem Senfölgeschmack.

Standort und Boden: Feucht, hell und locker; auch sehr gut auf der Fensterbank kultivierbar.

Nutzung / Bedeutung: Keimlinge, Brotauflage und Salatwürze.

Vorsicht: Zu dicht oder unhygienisch gezogene Keimlinge meiden.

Merksatz: Das Lernbild von Kresse: schnell wachsendes Keim- und Blattgrün mit scharfem Senfölgeschmack.

92 – Labkraut

Lateinischer Name: Galium verum

Erkennungsmerkmale: Schmale quirlständige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit honigartigem Duft.

Standort und Boden: Magere Wiesen und sonnige Säume; meist eher kalkreich.

Nutzung / Bedeutung: Gelbes Labkraut gilt als mildes Wiesen- und Teekraut; historisch wurde es auch zum Gerinnen von Milch genutzt.

Vorsicht: Art sicher bestimmen, da Labkraut eine artenreiche Gruppe ist.

Merksatz: Typisch für Labkraut: schmale quirlständige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit honigartigem Duft.

93 – Lärche

Lateinischer Name: Larix decidua

Erkennungsmerkmale: Weiche Nadelbüschel und als einziger heimischer Nadelbaum im Herbst gelb werdend und nadelabwerfend.

Standort und Boden: Sonnige Gebirgslagen und frische bis eher trockene Böden.

Nutzung / Bedeutung: Harz und Holz sind wichtig; junge Triebe spielen in Wald- und Hausmitteln nur eine Nebenrolle.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Lärche merkt man sich über weiche Nadelbüschel und als einziger heimischer Nadelbaum im Herbst gelb werdend und nadelabwerfend.

94 – Lavendel

Lateinischer Name: Lavandula angustifolia

Erkennungsmerkmale: Schmale graugrüne Blätter und violette Blütenähren.

Standort und Boden: Sonnige trockene Plätze mit durchlässigem, eher kalkhaltigem Boden.

Nutzung / Bedeutung: Duftpflanze für Tee, Duftkissen, Bad und ruhige Abendmischungen.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Bei Lavendel zuerst an schmale graugrüne Blätter und violette Blütenähren denken.

95 – Lein

Lateinischer Name: Linum usitatissimum

Erkennungsmerkmale: Schlanke Halme, zarte blaue Blüten und flache glänzende Samen.

Standort und Boden: Sonnig, locker, mäßig nährstoffreich und nicht zu schwer.

Nutzung / Bedeutung: Samen für Nahrung und Öl; die Fasern sind klassische Rohstoffe für Textilien.

Vorsicht: Leinsamen immer mit ausreichend Flüssigkeit.

Merksatz: Das Lernbild von Lein: schlanke Halme, zarte blaue Blüten und flache glänzende Samen.

96 – Liebstöckel

Lateinischer Name: Levisticum officinale

Erkennungsmerkmale: Kräftige Staude mit sellerieähnlichem, sehr intensivem Duft.

Standort und Boden: Tiefgründig, nährstoffreich, frisch sowie sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Suppenkraut; Samen und Wurzel spielen traditionell auch in Verdauungsanwendungen eine Rolle.

Vorsicht: Sehr aromatisch; bei Nierenreizungen nicht übertreiben.

Merksatz: Typisch für Liebstöckel: kräftige Staude mit sellerieähnlichem, sehr intensivem Duft.

97 – Linde

Lateinischer Name: Tilia cordata / Tilia platyphyllos

Erkennungsmerkmale: Herzförmige Blätter und duftende Blüten mit dem typischen länglichen Tragblatt.

Standort und Boden: Parks, Alleen und tiefgründige frische Böden.

Nutzung / Bedeutung: Die Blüten mit Tragblatt sind klassische Schwitz- und Erkältungsteedroge; der Baum selbst ist zudem wichtiger Dorf- und Parkbaum.

Vorsicht: Blüten trocken und sauber sammeln; bei anhaltenden Beschwerden bleibt Tee nur Begleitung.

Merksatz: Linde = herzförmige Blätter und duftende Blüten mit Tragblatt.

98 – Löwenzahn

Lateinischer Name: Taraxacum officinale agg.

Erkennungsmerkmale: Gezähnte Rosettenblätter, gelbe Blüte und später Pusteblume.

Standort und Boden: Wiesen, Rasen, Wegränder und andere nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, Blüten und Wurzel werden in Küche, Bitterstoff- und Frühjahrsanwendungen genutzt.

Vorsicht: Milchsaft kann empfindliche Haut reizen.

Merksatz: Bei Löwenzahn zuerst an gezähnte Rosettenblätter, gelbe Blüte und später Pusteblume denken.

99 – Lorbeer

Lateinischer Name: Laurus nobilis

Erkennungsmerkmale: Lederige aromatische Blätter und immergrüner strauchiger bis kleiner baumartiger Wuchs.

Standort und Boden: Warm, sonnig bis halbschattig, geschützt und gut drainiert; in kühleren Lagen oft Kübelpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Blätter als klassisches Gewürz für Schmorgerichte, Fonds und Saucen.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Das Lernbild von Lorbeer: lederige aromatische Blätter und immergrüner strauchiger bis kleiner baumartiger Wuchs.

100 – Mädesüß

Lateinischer Name: Filipendula ulmaria

Erkennungsmerkmale: Cremigweiße Blütenstände, gefiederte Blätter und süßlich mandelartiger Duft.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Wiesenpflanze für Tees und naturkundliche Anwendungen im Fieber- und Erkältungskontext.

Vorsicht: Bei Salicylat-Unverträglichkeit, Gerinnungsproblemen und in der Schwangerschaft vorsichtig.

Merksatz: Typisch für Mädesüß: cremigweiße Blütenstände, gefiederte Blätter und süßlich mandelartiger Duft.

101 – Majoran

Lateinischer Name: Origanum majorana

Erkennungsmerkmale: Kleine weich behaarte Blätter und warmer, süß-würziger Duft.

Standort und Boden: Warm, sonnig, locker und eher trocken.

Nutzung / Bedeutung: Klassisches Würz- und Duftpflanze für Küche, Tee oder Aromamischungen.

Vorsicht: Kälteempfindlich; ätherische Öle nur sparsam verwenden.

Merksatz: Majoran merkt man sich über kleine weich behaarte Blätter und warmer, süß-würziger Duft.

102 – Mariendistel

Lateinischer Name: Silybum marianum

Erkennungsmerkmale: Große stachelige Blätter mit hellen Flecken und violette Distelblüten.

Standort und Boden: Sonnig, warm, eher trocken bis frisch; nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als Samenpflanze mit traditionellem Bezug zum Leberbereich.

Vorsicht: Stachelig; Korbblütler-Allergie und Gallenprobleme beachten.

Merksatz: Bei Mariendistel zuerst an große stachelige Blätter mit hellen Flecken und violette Distelblüten denken.

103 – Meerrettich

Lateinischer Name: Armoracia rusticana

Erkennungsmerkmale: Große längliche Blätter und sehr scharfe weiße Wurzel.

Standort und Boden: Tiefgründige, frische und nährstoffreiche Böden; sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Scharfe Wurzel für Küche und wärmende Hausanwendungen.

Vorsicht: Sehr scharf; beim Reiben Augen und Schleimhäute schützen.

Merksatz: Das Lernbild von Meerrettich: große längliche Blätter und sehr scharfe weiße Wurzel.

104 – Melde

Lateinischer Name: Atriplex hortensis

Erkennungsmerkmale: Oft mehlig bestäubte Blätter und rascher aufrechter Wuchs.

Standort und Boden: Sonnig, locker und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter als mildes Spinatgemüse.

Vorsicht: Oxalsäure und Nitrat bei altem Pflanzenmaterial beachten.

Merksatz: Typisch für Melde: oft mehlig bestäubte Blätter und rascher aufrechter Wuchs.

105 – Minze

Lateinischer Name: Mentha spp.

Erkennungsmerkmale: Aromatische gegenständige Blätter und meist vierkantige Stängel.

Standort und Boden: Frische bis feuchte humose Böden, sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Tee- und Frischkraut für Getränke, Bauch und Atemgefühl.

Vorsicht: Breitet sich stark aus; bei Reflux größere Mengen meiden.

Merksatz: Minze merkt man sich über aromatische gegenständige Blätter und meist vierkantige Stängel.

106 – Möhre

Lateinischer Name: Daucus carota subsp. sativus

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes Laub und je nach Sorte orange bis violette Speicherwurzel.

Standort und Boden: Tiefgründig, steinfrei, locker und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Wurzelgemüse; das Kraut spielt nur untergeordnet als Würze eine Rolle.

Vorsicht: Wildformen nicht mit giftigen Doldenblütlern verwechseln.

Merksatz: Bei Möhre zuerst an fein gefiedertes Laub und je nach Sorte orange bis violette Speicherwurzel denken.

107 – Mohn

Lateinischer Name: Papaver spp.

Erkennungsmerkmale: Große auffällige Blüten und markante Kapseln mit zahlreichen Samen.

Standort und Boden: Sonnige, lockere und eher kalkhaltige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Saatmohn liefert Samen für Backwaren und Öl; viele andere Arten sind vor allem Zierpflanzen.

Vorsicht: Arten unterscheiden; nicht jede Mohnart ist gleich unbedenklich.

Merksatz: Das Lernbild von Mohn: große auffällige Blüten und markante Kapseln mit zahlreichen Samen.

108 – Moringa

Lateinischer Name: Moringa oleifera

Erkennungsmerkmale: Schnellwüchsiger Baum mit fein gefiederten Blättern und langen schotenartigen Früchten.

Standort und Boden: Tropisch bis subtropisch, warm, sonnig und gut drainiert; in Mitteleuropa nur geschützt kultivierbar.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, junge Schoten und Samen werden international als vielseitige Nahrungspflanzenteile genutzt.

Vorsicht: Nicht als heimische Wildpflanze behandeln; Kultur und Lagerung sind entscheidend.

Merksatz: Typisch für Moringa: schnellwüchsiger Baum mit fein gefiederten Blättern und langen schotenartigen Früchten.

109 – Muskatellersalbei

Lateinischer Name: Salvia sclarea

Erkennungsmerkmale: Große filzige Blätter und hohe Blütenstände mit auffälligen Hochblättern.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Duft- und Aromapflanze; eher für Tee und Duft als für die Alltagsküche.

Vorsicht: Ätherisch intensiv; in Schwangerschaft vorsichtig.

Merksatz: Muskatellersalbei merkt man sich über große filzige Blätter und hohe Blütenstände mit auffälligen Hochblättern.

110 – Nachtkerze

Lateinischer Name: Oenothera biennis

Erkennungsmerkmale: Im ersten Jahr Rosette, später hohe Stängel mit gelben Abendblüten.

Standort und Boden: Sonnige, sandige bis kiesige und eher magere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Samenöl, Wurzel und Zierwert; die Blüten öffnen sich am Abend.

Vorsicht: Ölprodukte fachgerecht dosieren; frische Pflanzen sicher bestimmen.

Merksatz: Bei Nachtkerze zuerst an im ersten Jahr Rosette, später hohe Stängel mit gelben Abendblüten denken.

111 – Nelkenwurz

Lateinischer Name: Geum urbanum

Erkennungsmerkmale: Raue Blätter, kleine gelbe Blüten und eine Wurzel mit nelkenartigem Duft.

Standort und Boden: Wälder, Hecken und eher schattige frische Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wurzel mit Nelkenaroma traditionell für Magen und Mund.

Vorsicht: Gerbstoffe können empfindliche Mägen reizen.

Merksatz: Das Lernbild von Nelkenwurz: raue Blätter, kleine gelbe Blüten und eine Wurzel mit nelkenartigem Duft.

112 – Oregano

Lateinischer Name: Origanum vulgare

Erkennungsmerkmale: Kleine aromatische Blätter und rosa-violette Blütenstände.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Klassisches Würz- und Duftpflanze für Küche, Tee oder Aromamischungen.

Vorsicht: Kräftig aromatisch; in voller Sonne deutlich würziger als im Schatten.

Merksatz: Typisch für Oregano: kleine aromatische Blätter und rosa-violette Blütenstände.

113 – Pastinake

Lateinischer Name: Pastinaca sativa

Erkennungsmerkmale: Kräftiges Laub und gelblichweiße, würzig riechende Wurzel.

Standort und Boden: Tiefgründig, locker, sonnig und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Wurzelgemüse für Suppe, Püree und Ofengerichte.

Vorsicht: Wiesenfunde oder Wildformen nur absolut sicher bestimmen.

Merksatz: Pastinake merkt man sich über kräftiges Laub und gelblichweiße, würzig riechende Wurzel.

114 – Petersilie

Lateinischer Name: Petroselinum crispum

Erkennungsmerkmale: Glatte oder krause Blätter mit klarem Küchenaroma.

Standort und Boden: Humos, frisch und sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Blätter und bei Wurzelpetersilie auch die Wurzel als Universalwürze.

Vorsicht: Samen und große Mengen bei Schwangerschaft meiden; im zweiten Jahr oft grober.

Merksatz: Bei Petersilie zuerst an glatte oder krause Blätter mit klarem Küchenaroma denken.

115 – Pfefferminze

Lateinischer Name: Mentha × piperita

Erkennungsmerkmale: Kräftiger Mentholduft und frisch kühlender Geschmack.

Standort und Boden: Frische humose Böden, Sonne bis Halbschatten.

Nutzung / Bedeutung: Tee, Sirup, Süßspeisen und kühlende Duftanwendungen.

Vorsicht: Konzentriertes Öl nicht bei Säuglingen anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Pfefferminze: kräftiger Mentholduft und frisch kühlender Geschmack.

116 – Pfingstrose

Lateinischer Name: Paeonia spp.

Erkennungsmerkmale: Kräftige Staude mit tief eingeschnittenem Laub und sehr großen, auffälligen Blüten.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, tiefgründig, nährstoffreich und nicht staunass.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zierstaude; medizinisch heute kaum noch Hausgebrauch.

Vorsicht: Wurzeln und Samen nicht als harmlose Küchenpflanze behandeln.

Merksatz: Typisch für Pfingstrose: kräftige Staude mit tief eingeschnittenem Laub und sehr großen, auffälligen Blüten.

117 – Pimpinelle

Lateinischer Name: Sanguisorba minor

Erkennungsmerkmale: Fein gefiederte Blätter mit gurkenähnlichem Geschmack.

Standort und Boden: Sonnig, eher trocken und kalkliebend.

Nutzung / Bedeutung: Klassisch in Frankfurter Grüner Soße und als frisches Küchenkraut.

Vorsicht: Nach der Blüte werden die Blätter härter und herber.

Merksatz: Pimpinelle merkt man sich über fein gefiederte Blätter mit gurkenähnlichem Geschmack.

118 – Portulak

Lateinischer Name: Portulaca oleracea

Erkennungsmerkmale: Niedriger Wuchs mit fleischigen saftigen Blättern und rötlichen Stängeln.

Standort und Boden: Sonnig, warm, locker und eher trocken bis frisch.

Nutzung / Bedeutung: Wild- und Kulturgemüse für Salat und Pfanne.

Vorsicht: Oxalsäure beachten; nur junge saubere Pflanzen nutzen.

Merksatz: Bei Portulak zuerst an niedriger Wuchs mit fleischigen saftigen Blättern und rötlichen Stängeln denken.

119 – Quendel

Lateinischer Name: Thymus pulegioides

Erkennungsmerkmale: Niedriger Wuchs, kleine Blätter und deutlicher Thymianduft.

Standort und Boden: Trockenrasen, sonnige Hänge und magere kalkhaltige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wilder Thymian für Duft, Tee und Bienenweide.

Vorsicht: Langsam wachsend; nicht ganze Polster abernten.

Merksatz: Das Lernbild von Quendel: niedriger Wuchs, kleine Blätter und deutlicher Thymianduft.

120 – Quitte

Lateinischer Name: Cydonia oblonga

Erkennungsmerkmale: Gelbe, stark duftende Früchte mit filziger Schale an kleinem Baum oder Großstrauch.

Standort und Boden: Sonnig, warm, geschützt; tiefgründige, nicht zu nasse Böden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Früchte für Gelee, Mus, Saft und Quittenbrot.

Vorsicht: Roh oft hart und schwer verdaulich.

Merksatz: Typisch für Quitte: gelbe, stark duftende Früchte mit filziger Schale an kleinem Baum oder Großstrauch.

121 – Radieschen

Lateinischer Name: Raphanus sativus var. sativus

Erkennungsmerkmale: Schnell wachsende kleine Knollen mit scharfem Senfölgeschmack.

Standort und Boden: Locker, humos, gleichmäßig feucht und eher kühl.

Nutzung / Bedeutung: Rohkost- und Salatgemüse.

Vorsicht: Trockenstress macht Radieschen scharf und pelzig.

Merksatz: Radieschen merkt man sich über schnell wachsende kleine Knollen mit scharfem Senfölgeschmack.

122 – Rainfarn

Lateinischer Name: Tanacetum vulgare

Erkennungsmerkmale: Gefiederte Blätter und gelbe knopfförmige Blütenstände mit herbem Geruch.

Standort und Boden: Sonnige Wegränder, Böschungen und Ruderalflächen.

Nutzung / Bedeutung: Heute vor allem Natur- und Lernpflanze; frühere Anwendungen werden wegen Thujon kritisch gesehen.

Vorsicht: Enthält Thujon und gehört nicht in den unkritischen Hausgebrauch.

Merksatz: Bei Rainfarn zuerst an gefiederte Blätter und gelbe knopfförmige Blütenstände mit herbem Geruch denken.

123 – Rhabarber

Lateinischer Name: Rheum rhabarbarum

Erkennungsmerkmale: Große Blätter an dicken saftigen rot-grünen Stielen.

Standort und Boden: Frische, nährstoffreiche und tiefgründige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Säuerliches Kompott- und Kuchengemüse.

Vorsicht: Blätter wegen hoher Oxalsäure nicht essen.

Merksatz: Das Lernbild von Rhabarber: große Blätter an dicken saftigen rot-grünen Stielen.

124 – Ringelblume

Lateinischer Name: Calendula officinalis

Erkennungsmerkmale: Gelbe bis orange Blütenköpfe und leicht klebrige Blätter.

Standort und Boden: Sonnig, locker, mäßig nährstoffreich und unkompliziert.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem äußerlich für Haut, kleine Reizungen oder stumpfe Beschwerden genutzt.

Vorsicht: Nur ungespritzte Blüten für Küche oder Ölansatz verwenden.

Merksatz: Typisch für Ringelblume: gelbe bis orange Blütenköpfe und leicht klebrige Blätter.

125 – Rose

Lateinischer Name: Rosa spp.

Erkennungsmerkmale: Bedornte Triebe, gefiederte Blätter und große duftende Blüten; bei Wildrosen später Hagebutten.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Blüten für Duft, Tee und Sirup; bei Wildrosen zusätzlich Hagebutten als Frucht.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Rose merkt man sich über hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

126 – Rosmarin

Lateinischer Name: Salvia rosmarinus

Erkennungsmerkmale: Schmale nadelartige Blätter und harzig-würziger Duft.

Standort und Boden: Warme sonnige Standorte mit guter Drainage.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für mediterrane Küche und traditionell belebende Einreibungen.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Bei Rosmarin zuerst an schmale nadelartige Blätter und harzig-würziger Duft denken.

127 – Rote Bete

Lateinischer Name: Beta vulgaris

Erkennungsmerkmale: Rötlich geadertes Laub und meist dunkelrote Speicherwurzel.

Standort und Boden: Sonnig, locker, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Knolle für Salat, Ofengemüse, Saft und Vorratsküche.

Vorsicht: Oxalsäure- und Nitratgehalt beachten; färbt stark.

Merksatz: Das Lernbild von Rote Bete: rötlich geadertes Laub und meist dunkelrote Speicherwurzel.

128 – Roter Fingerhut

Lateinischer Name: Digitalis purpurea

Erkennungsmerkmale: Große Blattrosette und hoher Blütenstand mit hängenden purpurroten Glocken.

Standort und Boden: Waldlichtungen, saure Böden, Kahlschläge und sonnige Säume.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Arznei- und Giftpflanze; medizinische Nutzung erfolgt ausschließlich standardisiert und ärztlich überwacht.

Vorsicht: Hochgiftig; keine Selbstanwendung und keine Nutzung aus der Natur.

Merksatz: Roter Fingerhut = prächtig, aber hochgiftig.

129 – Rotklee

Lateinischer Name: Trifolium pratense

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige Blätter mit heller Zeichnung und kugelige purpurrote Blütenköpfe.

Standort und Boden: Wiesen und Weiden auf frischen bis mäßig feuchten Böden.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Bei hormonabhängigen Erkrankungen nur fachlich begleitet verwenden.

Merksatz: Rotklee merkt man sich über dreiteilige Blätter mit heller Zeichnung und kugelige purpurrote Blütenköpfe.

130 – Rucola

Lateinischer Name: Eruca sativa

Erkennungsmerkmale: Tief gelappte Blätter mit scharf-nussigem Geschmack.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, locker und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter für Salat, Pizza und würzige Rohkost.

Vorsicht: Ältere Blätter werden deutlich schärfer.

Merksatz: Bei Rucola zuerst an tief gelappte Blätter mit scharf-nussigem Geschmack denken.

131 – Safran

Lateinischer Name: Crocus sativus

Erkennungsmerkmale: Violette Krokusblüte mit drei tiefroten Narbenfäden.

Standort und Boden: Sonnig, warm, gut drainiert und eher trocken.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet werden ausschließlich die roten Narbenfäden der Blüten als Gewürz und Farbstoff.

Vorsicht: Nur echter Safran; Fäden schonend trocknen und sparsam dosieren.

Merksatz: Das Lernbild von Safran: violette Krokusblüte mit drei tiefroten Narbenfäden.

132 – Salbei

Lateinischer Name: Salvia officinalis

Erkennungsmerkmale: Graugrüne filzige Blätter und markantes würziges Aroma.

Standort und Boden: Sonnig, warm, trocken und kalkhaltig; keine Staunässe.

Nutzung / Bedeutung: Tee, Gurgellösung und Gewürz mit Schwerpunkt auf Hals, Mund und Schwitzen.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Typisch für Salbei: graugrüne filzige Blätter und markantes würziges Aroma.

133 – Sanddorn

Lateinischer Name: Hippophae rhamnoides

Erkennungsmerkmale: Silbrig schmale Blätter und dichte orange Früchte an dornigen Zweigen.

Standort und Boden: Gebüsche, Hecken und naturnahe Gärten auf eher passenden Licht- und Bodenstandorten.

Nutzung / Bedeutung: Vitaminreiche Früchte für Saft, Mus, Sirup und Pflegeöle.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Sanddorn merkt man sich über silbrig schmale Blätter und dichte orange Früchte an dornigen Zweigen.

134 – Sauerampfer

Lateinischer Name: Rumex acetosa

Erkennungsmerkmale: Pfeilförmige Blätter mit klar saurem Geschmack.

Standort und Boden: Frische Wiesen, Weiden und feuchte Gartenstellen.

Nutzung / Bedeutung: Junge Blätter für Suppe, Salat und Kräuterküche.

Vorsicht: Oxalsäurereich; bei Nierenproblemen und Gicht nur kleine Mengen.

Merksatz: Bei Sauerampfer zuerst an pfeilförmige Blätter mit klar saurem Geschmack denken.

135 – Sauerklee

Lateinischer Name: Oxalis acetosella

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige herzförmige Blättchen und zarte weiße Blüten mit rosa Aderung.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Frische Waldpflanze mit säuerlichem Geschmack; nur in kleinen Mengen als Würze oder Naturkost.

Vorsicht: Oxalsäurereich und nichts für große Portionen.

Merksatz: Das Lernbild von Sauerklee: dreiteilige herzförmige Blättchen und zarte weiße Blüten mit rosa Aderung.

136 – Schafgarbe

Lateinischer Name: Achillea millefolium

Erkennungsmerkmale: Sehr fein gefiedertes Laub und flache weiße bis rosige Blütenschirme.

Standort und Boden: Wiesen, Böschungen und Wegränder; sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Bitter- und Frauenpflanze für Tee, Sitzbad und Kräutermischungen.

Vorsicht: Korbblütler-Allergie beachten.

Merksatz: Typisch für Schafgarbe: sehr fein gefiedertes Laub und flache weiße bis rosige Blütenschirme.

137 – Scharbockskraut

Lateinischer Name: Ficaria verna

Erkennungsmerkmale: Glänzende herzförmige Blätter und frühe gelbe Sternblüten.

Standort und Boden: Feuchte Laubwälder, Hecken und frische humose Böden.

Nutzung / Bedeutung: Sehr junge Blätter vor der Blüte traditionell gegen Frühjahrsmangel genutzt.

Vorsicht: Nach der Blüte nicht mehr verwenden.

Merksatz: Scharbockskraut merkt man sich über glänzende herzförmige Blätter und frühe gelbe Sternblüten.

138 – Schilf

Lateinischer Name: Phragmites australis

Erkennungsmerkmale: Hohe Halme mit langen Blättern und großen lockeren Rispen.

Standort und Boden: Ufer, Röhrichte, Gräben und nasse Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Röhricht- und Uferpflanze; eher ökologisch als kulinarisch relevant.

Vorsicht: Breitet sich stark über Rhizome aus.

Merksatz: Bei Schilf zuerst an hohe Halme mit langen Blättern und großen lockeren Rispen denken.

139 – Schlüsselblume

Lateinischer Name: Primula veris

Erkennungsmerkmale: Gelbe nickende Blüten und runzelige Grundblätter.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Blüten und Wurzel traditionell bei verschleimtem Husten.

Vorsicht: Regional geschützt; nicht aus Wildbeständen entnehmen.

Merksatz: Das Lernbild von Schlüsselblume: gelbe nickende Blüten und runzelige Grundblätter.

140 – Schnittlauch

Lateinischer Name: Allium schoenoprasum

Erkennungsmerkmale: Röhrenförmige Blätter und violette kugelige Blüten.

Standort und Boden: Frische nährstoffreiche Böden, sonnig bis halbschattig.

Nutzung / Bedeutung: Mildes Lauchkraut für kalte und warme Küche.

Vorsicht: Möglichst frisch schneiden und nicht lange mitkochen.

Merksatz: Typisch für Schnittlauch: röhrenförmige Blätter und violette kugelige Blüten.

141 – Schöllkraut

Lateinischer Name: Chelidonium majus

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten und auffälliger orangegelber Milchsaft.

Standort und Boden: Mauern, Schuttplätze, Gärten und andere nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Historisch äußerlich bei Warzen erwähnt; heute vor allem als Gift- und Bestimmungspflanze relevant.

Vorsicht: Innerlich problematisch bis lebertoxisch; keine Selbstmedikation.

Merksatz: Schöllkraut erkennt man am orangegelben Milchsaft.

142 – Schwarzdorn

Lateinischer Name: Prunus spinosa

Erkennungsmerkmale: Dorniger Strauch mit weißen Frühjahrsblüten vor dem Laub und dunklen Schlehen.

Standort und Boden: Sonnige Hecken, Böschungen und kalkhaltige Böden.

Nutzung / Bedeutung: Schlehen werden zu Mus, Likör und Gelee verarbeitet; der Strauch ist zugleich eine wichtige Heckenpflanze.

Vorsicht: Sehr dornig; Früchte erst nach Frost oder Verarbeitung angenehmer.

Merksatz: Bei Schwarzdorn zuerst an dorniger Strauch mit weißen Frühjahrsblüten vor dem Laub und dunklen Schlehen denken.

143 – Schwarze Johannisbeere

Lateinischer Name: Ribes nigrum

Erkennungsmerkmale: Aromatischer Strauch mit handförmig gelappten Blättern und dunklen Beerentrauben.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder, Gebüsche oder sonnige bis halbschattige Gartenlagen.

Nutzung / Bedeutung: Viele dieser Sträucher sind für Hecke, Tierwelt, Frühblüte oder Wildfrucht besonders wertvoll.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Das Lernbild von Schwarze Johannisbeere: hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

144 – Schwarzer Senf

Lateinischer Name: Brassica nigra

Erkennungsmerkmale: Gelbe Blüten und dunkle kleine Samen mit deutlicher Schärfe.

Standort und Boden: Sonnig, nährstoffreich und eher warm.

Nutzung / Bedeutung: Samen für scharfen Senf und Wärmereizpflaster.

Vorsicht: Haut- und Schleimhautreizend.

Merksatz: Typisch für Schwarzer Senf: gelbe Blüten und dunkle kleine Samen mit deutlicher Schärfe.

145 – Schwarzkümmel

Lateinischer Name: Nigella sativa

Erkennungsmerkmale: Fein zerteiltes Laub und schwarze aromatische Samen.

Standort und Boden: Warm, sonnig, locker und mäßig trocken.

Nutzung / Bedeutung: Samen und Öl als Gewürz und traditionell zur Unterstützung von Verdauung und Atemwegen.

Vorsicht: Nicht mit Kümmel verwechseln; Öl sparsam einsetzen.

Merksatz: Schwarzkümmel merkt man sich über fein zerteiltes Laub und schwarze aromatische Samen.

146 – Schwertlilie

Lateinischer Name: Iris germanica

Erkennungsmerkmale: Schwertförmige Blätter und große auffällige Blüten mit herabhängenden Hängeblättern.

Standort und Boden: Sonnig, warm und gut drainiert; manche Arten wachsen auch an feuchten Rändern oder Gewässern.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zierpflanze; manche Rhizome wurden traditionell verarbeitet.

Vorsicht: Frische Rhizome können reizend bis giftig sein.

Merksatz: Bei Schwertlilie zuerst an schwertförmige Blätter und große auffällige Blüten mit herabhängenden Hängeblättern denken.

147 – Sellerie

Lateinischer Name: Apium graveolens

Erkennungsmerkmale: Kräftig würzig riechende Blätter und je nach Form Knolle oder Stangen.

Standort und Boden: Tiefgründig, nährstoffreich und gleichmäßig feucht.

Nutzung / Bedeutung: Küchenbasis in Brühen, Suppen und Salaten.

Vorsicht: Sellerie-Allergie ist möglich; sehr aromatisch.

Merksatz: Das Lernbild von Sellerie: kräftig würzig riechende Blätter und je nach Form Knolle oder Stangen.

148 – Senf

Lateinischer Name: Sinapis / Brassica spp.

Erkennungsmerkmale: Gelbe Kreuzblüten, Schoten und scharfstoffreiche Samen.

Standort und Boden: Sonnig, locker und raschwüchsig auf Garten- und Feldböden.

Nutzung / Bedeutung: Samen für Tafelsenf, Öl und Gründüngung; junge Blätter teils als Senfkraut.

Vorsicht: Frischer Senf und Senfmehl reizen stark.

Merksatz: Typisch für Senf: gelbe Kreuzblüten, Schoten und scharfstoffreiche Samen.

149 – Sonnenblume

Lateinischer Name: Helianthus annuus

Erkennungsmerkmale: Hoher rauer Stängel und großer gelber Blütenkorb.

Standort und Boden: Vollsonnig, tiefgründig und nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Samen für Öl, Kerne und Vogelfutter; zugleich beliebte Zier- und Bienenpflanze.

Vorsicht: Braucht Platz, Wasser und Standfestigkeit.

Merksatz: Sonnenblume merkt man sich über hoher rauer Stängel und großer gelber Blütenkorb.

150 – Spinat

Lateinischer Name: Spinacia oleracea

Erkennungsmerkmale: Weiche grüne Blätter; schießt bei Hitze rasch in Blüte.

Standort und Boden: Kühlere Jahreszeiten, humos und gleichmäßig frisch.

Nutzung / Bedeutung: Blattgemüse für roh oder gekocht.

Vorsicht: Nitrat- und Oxalsäure beachten; gegarten Spinat nicht lange warmhalten.

Merksatz: Bei Spinat zuerst an weiche grüne Blätter denken.

151 – Spitzwegerich

Lateinischer Name: Plantago lanceolata

Erkennungsmerkmale: Schmale lanzettliche Rosettenblätter mit deutlichen Längsnerven.

Standort und Boden: Wiesen, Wegränder und trockene bis frische Grasflächen.

Nutzung / Bedeutung: Tee, Sirup und Frischblatt bei Husten und kleinen Reizungen.

Vorsicht: Nur saubere Blätter sammeln; ersetzt keine Behandlung schwerer Atemwegsbeschwerden.

Merksatz: Das Lernbild von Spitzwegerich: schmale lanzettliche Rosettenblätter mit deutlichen Längsnerven.

152 – Springkraut

Lateinischer Name: Impatiens glandulifera

Erkennungsmerkmale: Saftige hohe Stängel, rosa Blüten und Samenkapseln, die bei Berührung aufspringen.

Standort und Boden: Feuchte Ufer, Gräben, Auen und nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem naturkundlich interessant; medizinisch untergeordnet.

Vorsicht: Drüsiges Springkraut ist invasiv und soll nicht weiter verbreitet werden.

Merksatz: Typisch für Springkraut: saftige hohe Stängel, rosa Blüten und Samenkapseln, die bei Berührung aufspringen.

153 – Stachelbeere

Lateinischer Name: Ribes uva-crispa

Erkennungsmerkmale: Dornenbewehrter Strauch mit runden bis ovalen Beeren und gelappten Blättern.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder, Gebüsche oder sonnige bis halbschattige Gartenlagen.

Nutzung / Bedeutung: Viele dieser Sträucher sind für Hecke, Tierwelt, Frühblüte oder Wildfrucht besonders wertvoll.

Vorsicht: Früchte, Blätter oder Blüten nur sicher bestimmt und aus geeigneten Beständen nutzen.

Merksatz: Stachelbeere merkt man sich über hilfreich sind Wuchsform, junge Triebe, Blattstellung sowie Blüte oder Fruchtansatz.

154 – Steinbrech

Lateinischer Name: Saxifraga spp.

Erkennungsmerkmale: Kleine Rosetten- oder Polsterpflanze mit zarten Blüten, oft an Stein und Fels.

Standort und Boden: Felsige, steinige und gut drainierte Standorte; viele Arten mögen kühle, nährstoffarme Bedingungen.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem Zier- und Steingartenpflanze.

Vorsicht: Artenansprüche unterscheiden sich stark.

Merksatz: Bei Steinbrech zuerst an kleine Rosetten- oder Polsterpflanze mit zarten Blüten, oft an Stein und Fels denken.

155 – Steinklee

Lateinischer Name: Melilotus officinalis

Erkennungsmerkmale: Dreiteilige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit süß-heuartigem Duft beim Trocknen.

Standort und Boden: Sonnig, trocken bis frisch und gern kalkreich.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Bienenpflanze und traditionell venenbezogenes Kraut.

Vorsicht: Nur korrekt getrocknet verwenden; Cumarin beachten.

Merksatz: Das Lernbild von Steinklee: dreiteilige Blätter und viele kleine gelbe Blüten mit süß-heuartigem Duft beim Trocknen.

156 – Sternanis

Lateinischer Name: Illicium verum

Erkennungsmerkmale: Holzige sternförmige Früchte mit süß-würzigem Duft.

Standort und Boden: Tropischer Baum aus warm-feuchten Regionen; bei uns eine Handelsgewürzdroge.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für Tee, Gebäck und winterliche Mischungen.

Vorsicht: Nur echten Sternanis verwenden.

Merksatz: Typisch für Sternanis: holzige sternförmige Früchte mit süß-würzigem Duft.

157 – Stiefmütterchen

Lateinischer Name: Viola tricolor

Erkennungsmerkmale: Kleine bunte Blüten mit typischer Gesichtszeichnung und niedriger Wuchs.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, frisch und mäßig nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Zierpflanze und essbare Blütendekoration; traditionell auch mildes Kräutlein.

Vorsicht: Für die Küche nur ungespritzte Pflanzen verwenden.

Merksatz: Stiefmütterchen merkt man sich über kleine bunte Blüten mit typischer Gesichtszeichnung und niedriger Wuchs.

158 – Stockrose

Lateinischer Name: Alcea rosea

Erkennungsmerkmale: Sehr hohe Blütenstände entlang eines kräftigen Stängels und große rundliche Blätter.

Standort und Boden: Sonnig, warm, geschützt und eher nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Prächtige Bauerngartenpflanze; die Blüten gelten ähnlich wie andere Malven als mild schleimstoffhaltig.

Vorsicht: Rostpilz häufig; nicht zu dicht pflanzen.

Merksatz: Bei Stockrose zuerst an sehr hohe Blütenstände entlang eines kräftigen Stängels und große rundliche Blätter denken.

159 – Süßdolde

Lateinischer Name: Myrrhis odorata

Erkennungsmerkmale: Fein gefiedertes Laub mit klarem Anisduft.

Standort und Boden: Halbschattig bis sonnig, frisch und humos.

Nutzung / Bedeutung: Blätter, Samen und Wurzel für süße Kräuterküche und aromatische Tees.

Vorsicht: Doldenblütler sicher bestimmen.

Merksatz: Das Lernbild von Süßdolde: fein gefiedertes Laub mit klarem Anisduft.

160 – Süßholz

Lateinischer Name: Glycyrrhiza glabra

Erkennungsmerkmale: Mehrjährige Staude; genutzt wird die süße Wurzel.

Standort und Boden: Warm, sonnig, tiefgründig und eher locker.

Nutzung / Bedeutung: Lakritzgrundstoff und süß schmeckende Arzneiwurzel.

Vorsicht: Nicht dauerhaft hoch dosieren; kann Blutdruck steigern.

Merksatz: Typisch für Süßholz: mehrjährige Staude.

161 – Süßkirsche

Lateinischer Name: Prunus avium

Erkennungsmerkmale: Weiße Frühjahrsblüten und süße rote bis dunkle Steinfrüchte.

Standort und Boden: Sonnige, warme Obstlagen mit frischen bis tiefgründigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Frischfrucht, Kompott, Saft und Steinobst für süße Küche.

Vorsicht: Kerne nicht in Mengen zerkauen oder verzehren.

Merksatz: Süßkirsche merkt man sich über weiße Frühjahrsblüten und süße rote bis dunkle Steinfrüchte.

162 – Tagetes

Lateinischer Name: Tagetes spp.

Erkennungsmerkmale: Leuchtend gelbe bis orange Blüten und stark riechendes gefiedertes Laub.

Standort und Boden: Sonnig, warm und locker.

Nutzung / Bedeutung: Zierpflanze, Beetpartner und teils essbare Blüte.

Vorsicht: Für die Küche nur geeignete, ungespritzte Sorten nutzen.

Merksatz: Bei Tagetes zuerst an leuchtend gelbe bis orange Blüten und stark riechendes gefiedertes Laub denken.

163 – Tanne

Lateinischer Name: Abies alba

Erkennungsmerkmale: Flache weiche Nadeln und aufrecht stehende Zapfen.

Standort und Boden: Kühlere, luftfeuchte Waldlagen auf tiefgründigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtig sind vor allem Holz, Harz oder der landschaftliche bzw. forstliche Wert der Art.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Das Lernbild von Tanne: flache weiche Nadeln und aufrecht stehende Zapfen.

164 – Taubnessel

Lateinischer Name: Lamium album

Erkennungsmerkmale: Nesselähnliche Blätter ohne Brennhaare und weiße Lippenblüten.

Standort und Boden: Wegränder, Hecken und Gärten auf nährstoffreichen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Milde Blüten- und Krautpflanze für Tee und Frühlingsküche.

Vorsicht: Brennt nicht, aber nur saubere Bestände sammeln.

Merksatz: Typisch für Taubnessel: nesselähnliche Blätter ohne Brennhaare und weiße Lippenblüten.

165 – Tausendgüldenkraut

Lateinischer Name: Centaurium erythraea

Erkennungsmerkmale: Zierliche Pflanze mit rosa sternförmigen Blüten und stark bitterem Geschmack.

Standort und Boden: Magere Wiesen und sonnige offene Flächen.

Nutzung / Bedeutung: Deutliche Bitterpflanze zur Appetitanregung.

Vorsicht: Oft geschützt; nicht wild sammeln.

Merksatz: Tausendgüldenkraut merkt man sich über zierliche Pflanze mit rosa sternförmigen Blüten und stark bitterem Geschmack.

166 – Teufelskralle

Lateinischer Name: Harpagophytum procumbens

Erkennungsmerkmale: Kriechende Pflanze aus dem südlichen Afrika; bekannt durch die krallenartig bewehrte Frucht und die Speicherwurzel.

Standort und Boden: Stammt aus trockenen Savannen des südlichen Afrika; bei uns Handelsdroge, nicht heimische Freilandpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Standardisierte Präparate werden vor allem im Bereich des Bewegungsapparats eingesetzt.

Vorsicht: Nicht in Eigenregie bei Magen-, Gallen- oder schweren Schmerzproblemen verwenden.

Merksatz: Bei Teufelskralle zuerst an kriechende Pflanze aus dem südlichen Afrika denken.

167 – Thymian

Lateinischer Name: Thymus vulgaris

Erkennungsmerkmale: Kleine stark duftende Blätter und niedriger halbstrauchiger Wuchs.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Wichtiges Gewürz und Hustenkraut für Tee, Sirup und Inhalation.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Das Lernbild von Thymian: kleine stark duftende Blätter und niedriger halbstrauchiger Wuchs.

168 – Tollkirsche

Lateinischer Name: Atropa belladonna

Erkennungsmerkmale: Große weiche Blätter, braunviolette Blüten und glänzend schwarze Beeren.

Standort und Boden: Lichte Laubwälder und kalkreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Gift- und Arzneipflanze; Anwendung nur fachlich kontrolliert.

Vorsicht: Schon wenige Beeren können gefährlich sein; keine Selbstanwendung.

Merksatz: Tollkirsche = schwarze Beeren, aber keine Naschpflanze.

169 – Tomate

Lateinischer Name: Solanum lycopersicum

Erkennungsmerkmale: Behaarte Triebe, gelbe Blüten und je nach Sorte sehr unterschiedliche Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, nährstoffreich und luftig.

Nutzung / Bedeutung: Fruchtgemüse für roh, Sauce, Ofen und Konserve.

Vorsicht: Grüne Pflanzenteile und unreife Früchte wegen Solanin meiden.

Merksatz: Tomate merkt man sich über behaarte Triebe, gelbe Blüten und je nach Sorte sehr unterschiedliche Früchte.

170 – Topinambur

Lateinischer Name: Helianthus tuberosus

Erkennungsmerkmale: Sonnenblumenähnlicher Wuchs und essbare unterirdische Knollen.

Standort und Boden: Sonnig, robust, tiefgründig und mäßig nährstoffreich.

Nutzung / Bedeutung: Knollen als Gemüse; ernährungsphysiologisch vor allem wegen ihres Inulingehalts interessant.

Vorsicht: Kann blähend wirken und breitet sich im Beet leicht aus.

Merksatz: Bei Topinambur zuerst an sonnenblumenähnlicher Wuchs und essbare unterirdische Knollen denken.

171 – Traubensilberkerze

Lateinischer Name: Actaea racemosa

Erkennungsmerkmale: Hohe Staude mit gefiedertem Laub und langen weißen kerzenartigen Blütenständen.

Standort und Boden: Halbschattige, humose und frische Waldstandorte.

Nutzung / Bedeutung: Klassische Frauen- oder Zykluspflanze der Volksheilkunde und traditioneller Teemischungen.

Vorsicht: Nur fachlich begleitet anwenden.

Merksatz: Das Lernbild von Traubensilberkerze: hohe Staude mit gefiedertem Laub und langen weißen kerzenartigen Blütenständen.

172 – Tulsi

Lateinischer Name: Ocimum tenuiflorum

Erkennungsmerkmale: Basilikumartige Pflanze mit würzig-nelkigem Duft.

Standort und Boden: Warm, sonnig, geschützt und frostfrei; meist Topf- oder Gewächshauskultur.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Tee- und Ritualpflanze mit hohem Wärmebedarf.

Vorsicht: Kälteempfindlich; nur maßvoll als starkes Aromakraut.

Merksatz: Typisch für Tulsi: basilikumartige Pflanze mit würzig-nelkigem Duft.

173 – Veilchen

Lateinischer Name: Viola odorata

Erkennungsmerkmale: Niedrige Pflanze mit herzförmigen Blättern und duftenden violetten Blüten.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Duftende Blüten und Blätter traditionell für Sirup, kandierte Blüten und milde Hustenmischungen.

Vorsicht: Nur sicher bestimmte Duftveilchen verwenden.

Merksatz: Veilchen merkt man sich über niedrige Pflanze mit herzförmigen Blättern und duftenden violetten Blüten.

174 – Verbene

Lateinischer Name: Verbena officinalis

Erkennungsmerkmale: Schlanke kantige Stängel und kleine lilafarbene Blütenähren.

Standort und Boden: Sonnig, locker und eher warm.

Nutzung / Bedeutung: Traditionell als Bitter- und Teekraut verwendet.

Vorsicht: Art beachten: Zitronenverbene und Eisenkraut sind nicht dasselbe.

Merksatz: Bei Verbene zuerst an schlanke kantige Stängel und kleine lilafarbene Blütenähren denken.

175 – Vogelknöterich

Lateinischer Name: Polygonum aviculare

Erkennungsmerkmale: Niedriges trittfestes Kraut mit kleinen elliptischen Blättern und knotigem Wuchs.

Standort und Boden: Trittstellen, Wegränder, Kies und offene Böden.

Nutzung / Bedeutung: Früher mildes Wild- und Teekraut; heute eher naturkundlich bedeutsam.

Vorsicht: Nur von sauberen Flächen sammeln.

Merksatz: Das Lernbild von Vogelknöterich: niedriges trittfestes Kraut mit kleinen elliptischen Blättern und knotigem Wuchs.

176 – Vogelmiere

Lateinischer Name: Stellaria media

Erkennungsmerkmale: Zarte saftige Triebe und kleine weiße sternartige Blüten.

Standort und Boden: Feuchte, nährstoffreiche Garten- und Ackerböden.

Nutzung / Bedeutung: Mildes Wildgemüse für Salat, Quark und grüne Mischungen.

Vorsicht: Rasch welk; frisch verwenden.

Merksatz: Typisch für Vogelmiere: zarte saftige Triebe und kleine weiße sternartige Blüten.

177 – Wacholder

Lateinischer Name: Juniperus communis

Erkennungsmerkmale: Stechende Nadeln und blau-schwarze Beerenzapfen.

Standort und Boden: Sonnige Heiden, Magerrasen und trockene Hänge.

Nutzung / Bedeutung: Gewürz für Wild und Kohlgerichte; in kleinen Mengen auch als Tee oder Auszug.

Vorsicht: Nicht bei Nierenproblemen und nicht in großen Mengen über längere Zeit.

Merksatz: Wacholder merkt man sich über stechende Nadeln und blau-schwarze Beerenzapfen.

178 – Wald-Kiefer

Lateinischer Name: Pinus sylvestris

Erkennungsmerkmale: Zwei Nadeln pro Kurztrieb und orange-rot schuppige Borke im oberen Stamm.

Standort und Boden: Sonnige, trockene bis frische Sand- und Heideböden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtig sind vor allem Holz, Harz oder der landschaftliche bzw. forstliche Wert der Art.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Bei Wald-Kiefer zuerst an zwei Nadeln pro Kurztrieb und orange-rot schuppige Borke im oberen Stamm denken.

179 – Waldmeister

Lateinischer Name: Galium odoratum

Erkennungsmerkmale: Quirlständige Blätter und stärkerer Duft nach kurzem Anwelken.

Standort und Boden: Schattige, humose Laubwälder und waldähnliche Gartenbereiche.

Nutzung / Bedeutung: Für Sirup, Dessert und aromatische Frühlingsgetränke.

Vorsicht: Cumarinreich; sparsam dosieren und vor Gebrauch leicht anwelken lassen.

Merksatz: Das Lernbild von Waldmeister: quirlständige Blätter und stärkerer Duft nach kurzem Anwelken.

180 – Walnuss

Lateinischer Name: Juglans regia

Erkennungsmerkmale: Große gefiederte Blätter und grüne Fruchthüllen um die Nuss.

Standort und Boden: Sonnige, warme Standorte mit tiefgründigen, eher kalkhaltigen Böden.

Nutzung / Bedeutung: Nussfrucht als hochwertiges Lebensmittel; Blätter traditionell äußerlich.

Vorsicht: Nussallergie beachten; grüne Schalen färben stark.

Merksatz: Typisch für Walnuss: große gefiederte Blätter und grüne Fruchthüllen um die Nuss.

181 – Wasserminze

Lateinischer Name: Mentha aquatica

Erkennungsmerkmale: Deutlicher Minzduft, feuchte Standorte und kugelige violette Blütenstände.

Standort und Boden: Ufer, Gräben und sehr feuchte Böden.

Nutzung / Bedeutung: Aromatische Tee- und Duftpflanze, naturkundlich wichtig an Gewässern.

Vorsicht: Wie andere Minzen nur maßvoll bei empfindlichem Magen.

Merksatz: Wasserminze merkt man sich über deutlicher Minzduft, feuchte Standorte und kugelige violette Blütenstände.

182 – Wegwarte

Lateinischer Name: Cichorium intybus

Erkennungsmerkmale: Kräftiger Stängel, himmelblaue Blüten und tiefe Pfahlwurzel.

Standort und Boden: Sonnige Wegränder, Böschungen und magere Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wird vor allem als Bitter-, Magen- oder Verdauungspflanze geführt.

Vorsicht: Deutlich bitter; bei empfindlichem Magen langsam herantasten.

Merksatz: Bei Wegwarte zuerst an kräftiger Stängel, himmelblaue Blüten und tiefe Pfahlwurzel denken.

183 – Weidenröschen

Lateinischer Name: Epilobium spp.

Erkennungsmerkmale: Schlanke Pflanze mit schmalen Blättern und kleinen rosa bis violetten Blüten.

Standort und Boden: Frische bis feuchte Wiesen, Ufer oder Gräben; meist nährstoffreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Kraut traditionell in Tees für Harnwege und Prostatabereich.

Vorsicht: Bei anhaltenden Beschwerden fachlich abklären.

Merksatz: Das Lernbild von Weidenröschen: schlanke Pflanze mit schmalen Blättern und kleinen rosa bis violetten Blüten.

184 – Weinraute

Lateinischer Name: Ruta graveolens

Erkennungsmerkmale: Blaugrünes fein geteiltes Laub, gelbliche Blüten und starker eigentümlicher Geruch.

Standort und Boden: Sonnig, trocken, kalkliebend und warm.

Nutzung / Bedeutung: Historisches Bitter- und Gewürzkraut, heute vor allem Zier- und Spezialpflanze.

Vorsicht: Phototoxisch und giftig; kein Hausmittel für Routinegebrauch.

Merksatz: Typisch für Weinraute: blaugrünes fein geteiltes Laub, gelbliche Blüten und starker eigentümlicher Geruch.

185 – Weißdorn

Lateinischer Name: Crataegus monogyna / Crataegus laevigata

Erkennungsmerkmale: Dornige Zweige, gelappte Blätter, weiße Blüten und rote Früchte.

Standort und Boden: Hecken, Waldränder und sonnige Gebüsche; kalkliebend bis anspruchslos.

Nutzung / Bedeutung: Herzpflanze für Tee und standardisierte Präparate.

Vorsicht: Keine Selbstbehandlung ernster Herzbeschwerden.

Merksatz: Weißdorn merkt man sich über dornige Zweige, gelappte Blätter, weiße Blüten und rote Früchte.

186 – Wermut

Lateinischer Name: Artemisia absinthium

Erkennungsmerkmale: Silbrig filziges Laub und sehr bitterer Geschmack.

Standort und Boden: Sonnig, trocken, eher karg und warm.

Nutzung / Bedeutung: Sehr bitteres Kraut für kleine Verdauungsanwendungen.

Vorsicht: Sehr bitter und thujonhaltig; nur klein dosieren.

Merksatz: Bei Wermut zuerst an silbrig filziges Laub und sehr bitterer Geschmack denken.

187 – Wiesen-Hahnenfuß

Lateinischer Name: Ranunculus acris

Erkennungsmerkmale: Glänzend gelbe Blüten und tief geteilte Blätter; frischer Pflanzensaft ist reizend.

Standort und Boden: Feuchte bis frische Wiesen und Weiden.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem als Gift- und Wiesenpflanze relevant.

Vorsicht: Frisch giftig und hautreizend; nicht verwenden.

Merksatz: Wiesen-Hahnenfuß glänzt gelb, reizt aber frisch die Haut.

188 – Wiesensalbei

Lateinischer Name: Salvia pratensis

Erkennungsmerkmale: Große violettblaue Lippenblüten und runzelige Blätter in bodennaher Rosette.

Standort und Boden: Trockene Wiesen, sonnige Hänge und kalkreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Bienen- und Wiesenpflanze, medizinisch milder als Echtsalbei.

Vorsicht: Nicht mit Küchensalbei verwechseln.

Merksatz: Typisch für Wiesensalbei: große violettblaue Lippenblüten und runzelige Blätter in bodennaher Rosette.

189 – Wilde Karde

Lateinischer Name: Dipsacus fullonum

Erkennungsmerkmale: Hoher stacheliger Stängel und eiförmige stachelige Blütenköpfe.

Standort und Boden: Böschungen, Wegränder, Brachen und sonnige offene Stellen.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem markante Natur- und Insektenpflanze; die Wurzel spielt eher in Spezialrichtungen eine Rolle.

Vorsicht: Medizinische Nutzung nicht mit Hausgebrauch verwechseln.

Merksatz: Wilde Karde merkt man sich über hoher stacheliger Stängel und eiförmige stachelige Blütenköpfe.

190 – Wilde Malve

Lateinischer Name: Malva sylvestris

Erkennungsmerkmale: Rundlich gelappte Blätter und rosa-violette Blüten mit dunkler Aderung.

Standort und Boden: Lichte Wälder, Waldränder oder halbschattige humose Standorte.

Nutzung / Bedeutung: Schleimstoffreiche Blüten und Blätter für Hals, Magen und milde Hautanwendungen.

Vorsicht: Schleimstoffe zeitversetzt zu Medikamenten.

Merksatz: Bei Wilde Malve zuerst an rundlich gelappte Blätter und rosa-violette Blüten mit dunkler Aderung denken.

191 – Wilde Möhre

Lateinischer Name: Daucus carota subsp. carota

Erkennungsmerkmale: Weiße Dolden und oft dunkles Blütchen in der Mitte; Geruch nach Karotte.

Standort und Boden: Magere Wiesen, Säume und sonnige Böschungen.

Nutzung / Bedeutung: Wichtige Lernpflanze und Wildform der Möhre.

Vorsicht: Leicht mit giftigen Doldenblütlern zu verwechseln.

Merksatz: Das Lernbild von Wilde Möhre: weiße Dolden und oft dunkles Blütchen in der Mitte.

192 – Wintergrün

Lateinischer Name: Gaultheria procumbens

Erkennungsmerkmale: Niedriger immergrüner Zwergstrauch mit glänzenden Blättern und roten Beeren.

Standort und Boden: Saure humose Böden; eher Garten- und Handelsware als heimische Wiesenpflanze.

Nutzung / Bedeutung: Äußerlich in stark wirksamen Muskel- und Gelenkprodukten.

Vorsicht: Methylsalicylat wirkt deutlich; nur verdünnt und äußerlich.

Merksatz: Typisch für Wintergrün: niedriger immergrüner Zwergstrauch mit glänzenden Blättern und roten Beeren.

193 – Wurmfarn

Lateinischer Name: Dryopteris filix-mas

Erkennungsmerkmale: Merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

Standort und Boden: Schattige Wälder, frische Hänge und humusreiche Böden.

Nutzung / Bedeutung: Im Journal eher über naturkundliche Bedeutung, alte traditionelle Nutzung und sichere Erkennung relevant.

Vorsicht: Heute keine Pflanze für den Hausgebrauch.

Merksatz: Wurmfarn merkt man sich über merkmale sind Form, Wedel- oder Thallusstruktur, Sporenbildung und der typische Lebensraum.

194 – Ysop

Lateinischer Name: Hyssopus officinalis

Erkennungsmerkmale: Schmale Blätter, blauviolette Blüten und kräftig-würziger Duft.

Standort und Boden: Vollsonnige, trockene und gut drainierte Standorte; viele dieser Arten stammen aus mediterranem Klima.

Nutzung / Bedeutung: Würziges Küchenkraut und traditionelles Husten- und Verdauungskraut.

Vorsicht: Ätherisch intensive Arten sparsam einsetzen; konzentrierte Öle gehören verdünnt und sachgerecht angewandt.

Merksatz: Bei Ysop zuerst an schmale Blätter, blauviolette Blüten und kräftig-würziger Duft denken.

195 – Zaubernuss

Lateinischer Name: Hamamelis virginiana

Erkennungsmerkmale: Strauch mit gelben fadenartigen Winterblüten.

Standort und Boden: Frische humose Böden in Parks, Gärten und Kulturgehölzen.

Nutzung / Bedeutung: Vor allem äußerlich in Lotionen, Salben und Waschungen für gereizte Haut.

Vorsicht: Bei offenen, stark entzündeten Hautstellen nur nach fachlicher Rücksprache.

Merksatz: Das Lernbild von Zaubernuss: strauch mit gelben fadenartigen Winterblüten.

196 – Zimt

Lateinischer Name: Cinnamomum verum

Erkennungsmerkmale: Verwendet wird die getrocknete innere Rinde eines tropischen Baumes.

Standort und Boden: Tropische, frostfreie Kultur; bei uns Gewürzdroge aus dem Handel.

Nutzung / Bedeutung: Verwendet wird die getrocknete innere Rinde; sie ist wärmendes Gewürz für Süßspeisen, Tee und Kompott.

Vorsicht: Bei häufiger Nutzung ist Ceylon-Zimt günstiger als cassiareiche Ware.

Merksatz: Typisch für Zimt: verwendet wird die getrocknete innere Rinde eines tropischen Baumes.

197 – Zitronenmelisse

Lateinischer Name: Melissa officinalis

Erkennungsmerkmale: Weiche gekerbte Blätter mit klarem Zitronenduft.

Standort und Boden: Sonnig bis halbschattig, humos, frisch, aber nicht staunass.

Nutzung / Bedeutung: Beruhigendes Alltagskraut für Tee, Sirup und leichte Magen-Nerven-Lagen.

Vorsicht: Frisch geerntet am aromatischsten; größere Mengen nicht bei Schilddrüsenproblemen ohne Blick auf Gesamttherapie.

Merksatz: Zitronenmelisse merkt man sich über weiche gekerbte Blätter mit klarem Zitronenduft.

198 – Zucchini

Lateinischer Name: Cucurbita pepo var. giromontiina

Erkennungsmerkmale: Große raue Blätter, gelbe Blüten und längliche junge Früchte.

Standort und Boden: Warm, sonnig, humos sowie nährstoff- und wasserreich.

Nutzung / Bedeutung: Junge Früchte und Blüten als Sommergemüse.

Vorsicht: Bitter schmeckende Früchte nicht essen.

Merksatz: Bei Zucchini zuerst an große raue Blätter, gelbe Blüten und längliche junge Früchte denken.

199 – Zwiebel

Lateinischer Name: Allium cepa

Erkennungsmerkmale: Röhrenblätter und mehrschalige Speicherzwiebel.

Standort und Boden: Sonnig, locker und im Reifestadium eher nicht zu feucht.

Nutzung / Bedeutung: Küchenzwiebel für Würze, Vorrat und einfache Hausmittel.

Vorsicht: Frisch scharf; für Haustiere problematisch.

Merksatz: Das Lernbild von Zwiebel: röhrenblätter und mehrschalige Speicherzwiebel.

200 – Zypresse

Lateinischer Name: Cupressus sempervirens

Erkennungsmerkmale: Schlanker immergrüner Baum mit dicht anliegenden Schuppenblättern.

Standort und Boden: Warme sonnige Regionen; in Mitteleuropa meist geschützte Kübel- oder Gartenlage.

Nutzung / Bedeutung: Wichtig sind vor allem Holz, Harz oder der landschaftliche bzw. forstliche Wert der Art.

Vorsicht: Nur den tatsächlich geeigneten Pflanzenteil verwenden; bei Unsicherheit nicht experimentieren.

Merksatz: Typisch für Zypresse: schlanker immergrüner Baum mit dicht anliegenden Schuppenblättern.

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